In Subsahara-Afrika ist der größte Teil des Stromverbrauchs immer noch auf fossile Brennstoffe angewiesen, die mehr als die Hälfte des gesamten Stroms ausmachen, mit Kohle als Hauptquelle. Kohle trägt allein über 40 % bei, während Gas etwa 14 % ausmacht. Auf der anderen Seite stammen fast 38 % der Elektrizität aus kohlenstoffarmen Quellen, wobei der Hauptbeitrag aus der Wasserkraft stammt, die mehr als ein Viertel des Stroms liefert. Solare und windbetriebene Anlagen tragen 3 % bzw. etwas mehr als 2 % bei, während die Kernenergie und Geothermie jeweils etwa 2 % und 1 % zur Stromerzeugung beitragen. Diese Zahlen verdeutlichen die Möglichkeit eines erheblichen Wachstums kohlenstoffarmer Energien in der Region, insbesondere im Hinblick auf eine Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und zur Bekämpfung des Klimawandels.
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Wächst der Strom in Subsahara-Afrika?
Die Entwicklung des Stromverbrauchs in Subsahara-Afrika zeigt derzeit jedoch keine positive Tendenz. Die Elektrizität pro Kopf betrug zuletzt 418 kWh im Jahr 2022, ein Rückgang gegenüber dem Rekordwert von 450 kWh im Jahr 2012. Diese Stagnation ist besorgniserregend, da eine wachsende Bevölkerung und zunehmende Bedeutungen von Technologien wie der künstlichen Intelligenz eine erhebliche Steigerung der Stromproduktion erfordern werden. Erfreulicherweise stieg die kohlenstoffarme Stromerzeugung leicht an, mit einem neuen Rekord von 158 kWh pro Person im Jahr 2022, gegenüber 152 kWh im Vorjahr. Doch dieser Anstieg ist bei weitem nicht ausreichend, um die wachsenden Herausforderungen zu bewältigen.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung in Subsahara-Afrika zu erhöhen, kann die Region von Ländern lernen, die erfolgreich auf saubere Energiequellen setzen. Dänemark und verschiedene Bundesstaaten in den USA, wie Iowa und South Dakota, erzeugen mehr als die Hälfte ihres Stroms mit Windenergie, was vorbildhaft für Subsahara-Afrika sein könnte, das über vergleichbare Windressourcen verfügt. Im Bereich Solarenergie könnten Länder wie Nordmazedonien und Zypern, die schon fast einen Drittel ihrer Elektrizität durch Solarenergie erzeugen, als Beispiel dienen. Darüber hinaus zeigt die breite Nutzung der Kernenergie in Ländern wie Frankreich, der Slowakei und der Ukraine, dass Kernenergie eine tragfähige Option für eine zuverlässige und saubere Energieerzeugung sein kann.
Geschichte
In der Geschichte der kohlenstoffarmen Elektrizität in Subsahara-Afrika ist die Rolle der Wasserkraft besonders hervorzuheben. Seit 2013 hat die Region signifikante Zuwächse in der Wasserkrafterzeugung erlebt, insbesondere in den Jahren 2014, 2017, 2020 und 2022. Windenergie verzeichnete ebenfalls 2015 und 2021 bedeutende Zuwächse. Die Solarenergie begann 2021 relevanter zu werden und setzte diesen Trend 2022 fort. Leider gab es bei der Kernenergie in den Jahren 2018, 2020 und 2022 deutliche Rückgänge, die Anlass zur Sorge geben, da Kernenergie eine wichtige Säule einer nachhaltigen Stromerzeugung darstellt. Um den zukünftigen Energiebedarf zu decken, sollte Subsahara-Afrika verstärkt auf eine nachhaltige und kontinuierliche Ausweitung dieser kohlenstoffarmen Energiekapazitäten setzen.


