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Elektrizität in Subsahara-Afrika im Jahr 2022

Kohlenstoffarmer Elektrizität
158 kWh/person +6,4
Gesamtelektrizität
418 kWh/person -32
Kohlenstoffarmer Elektrizität
38 % +2,2
Kohlenstoffintensität
459 gCO2eq/kWh -19

2022 stammten in Subsahara-Afrika rund 61 % des verbrauchten Stroms aus fossilen Brennstoffen und knapp 38 % aus kohlenstoffarmen Quellen. Kohle dominierte mit etwa 41 % des gesamten Stromverbrauchs, gefolgt von Gas mit rund 14 %. Bei der sauberen Stromversorgung lag Wasserkraft mit knapp 29 % deutlich vorn. Solar und Wind lieferten jeweils rund 3 %, Kernenergie etwa 2 % und Geothermie gut 1 %. Damit blieb die Stromversorgung überwiegend fossil geprägt – mit entsprechenden Folgen für Klimawandel und Luftverschmutzung.

Wächst der Strom in Subsahara-Afrika?

Beim Stromverbrauch pro Person zeigt sich bislang kein nachhaltiger Wachstumstrend: Mit 418 kWh im Jahr 2022 lag er rund 7 % unter dem bisherigen Höchststand von 450 kWh aus dem Jahr 2012. Dieser Rückstand von 32 kWh pro Person ist angesichts des steigenden Elektrifizierungsbedarfs besorgniserregend. Erfreulich ist dagegen der neue Rekord bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung: Sie erreichte 158 kWh pro Person und übertraf damit den bisherigen Höchstwert von 152 kWh aus dem Jahr 2021 um 6 kWh beziehungsweise rund 4 %. Sauberer Strom wächst also pro Kopf, während der gesamte Stromverbrauch pro Kopf weiterhin unter seinem früheren Rekord liegt; über die Entwicklung des absoluten Gesamtverbrauchs sagen diese Pro-Kopf-Werte allein nichts aus.

Vorschläge

Für deutlich mehr kohlenstoffarmen Strom sollte Subsahara-Afrika insbesondere Solar ausbauen, geeignete Windstandorte erschließen und den Aufbau beziehungsweise Ausbau von Kernenergie prüfen. Regionale Beispiele bieten konkrete Orientierung: Somalia erzeugt laut den Vergleichsdaten rund 17 % seines Stroms aus Solar, Cabo Verde jeweils rund 14 % aus Solar und Wind. Marokko erreicht mit Wind etwa 20 %. Diese Beispiele sind für afrikanische Länder besonders relevant, auch wenn Standortbedingungen und Stromsysteme unterschiedlich sind. Pakistan zeigt mit jeweils rund 24 % Solar und 13 % Kernenergie, dass beide sauberen Quellen einen wichtigen Beitrag leisten können. Frankreich liefert mit rund zwei Dritteln Kernenergie ein Beispiel für deren großen möglichen Beitrag zur Stromversorgung. Flankiert durch leistungsfähigere Netze, Speicher, regionale Stromverbindungen und die Ausbildung von Fachkräften können solche Ansätze mehr sauberen Strom für Haushalte, Unternehmen und die zunehmende Elektrifizierung ermöglichen.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

Geschichte

Die vorliegenden Jahresänderungen von 2013 bis 2022 zeigen vor allem einen kräftigen Ausbau der Wasserkraft. Nach Zuwächsen von rund 4 und 6 TWh in den Jahren 2013 und 2014 gab es 2015 einen Rückgang um etwa 2 TWh. Von 2017 bis 2022 folgten durchgehend Zuwächse zwischen rund 4 und 8 TWh jährlich. Weitere Fortschritte kamen durch Geothermie mit gut 2 TWh zusätzlicher Erzeugung 2014 und durch Wind mit knapp 2 TWh 2015 sowie gut 3 TWh 2021. Solar gewann zuletzt deutlich an Dynamik: Auf knapp 3 TWh zusätzliche Erzeugung 2021 folgten knapp 5 TWh 2022. Bei der Kernenergie standen Zuwächsen von rund 2 bis 3 TWh in den Jahren 2013, 2016 und 2021 bedauerliche Rückgänge ähnlicher Größenordnung 2018, 2020 und 2022 gegenüber. Diese Rückschritte unterstreichen, wie wichtig es ist, vorhandene saubere Stromerzeugung zu sichern und ihren Ausbau konsequent voranzutreiben.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

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