Der aktuelle Stand des Stromverbrauchs in Subsahara-Afrika ist stark von fossilen Brennstoffen geprägt, wobei mehr als die Hälfte der Elektrizitätsproduktion auf fossile Quellen entfällt. Insbesondere Kohle spielt mit fast 41% eine große Rolle. Auf der anderen Seite macht kohlenstoffarmer Strom etwa 38% der Gesamtproduktion aus, was einen erheblichen Anteil darstellt. Wasserkraft ist die dominierende kohlenstoffarme Energiequelle und macht fast ein Drittel der Produktion aus. Die Nutzung von Gas liegt bei etwa 14%, während Solar- und Windenergie zusammen etwa 6% erreichen. Kernenergie und Geothermie tragen zusammen knapp 3% bei, was darauf hindeutet, dass es hier noch viel Potenzial für Steigerungen gibt.
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Wächst der Strom in Subsahara-Afrika?
Trotz der Wichtigkeit sauberer Energiequellen ist der gesamte Stromverbrauch in Subsahara-Afrika rückläufig. Im Jahr 2022 lag der Stromverbrauch bei 418 kWh pro Kopf, verglichen mit einem Höchststand von 450 kWh pro Kopf im Jahr 2012. Dies deutet auf eine Verringerung des Verbrauchs um 32 kWh pro Kopf hin. Dennoch gibt es positive Anzeichen bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung, die kürzlich ihren Höchststand von 158 kWh pro Kopf erreicht hat, was 6 kWh mehr als der vorherige Rekord von 2021 ist. Dies ist jedoch ein bescheidener Fortschritt angesichts der dringend benötigten Elektrifizierungsmaßnahmen in der Region.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung zu steigern, können Länder in Subsahara-Afrika von den erfolgreichen Beispielen anderer Regionen lernen. Der Einsatz von Solarenergie hat in Regionen wie Nevada (34%) und Kalifornien (31%) bemerkenswerte Fortschritte gemacht, was zeigt, dass auch in sonnenreichen Gebieten große Erfolge möglich sind. Zudem zeigt der bedeutende Anteil der Kernenergie in Ländern wie Frankreich (67%) und der Slowakei (66%), dass Kernenergie eine stabile und zuverlässige Stromquelle ist, die zur Spannungssicherung beitragen kann. Eine Fokussierung auf den Ausbau von Solarenergie und Kernkraft kann helfen, eine nachhaltigere und grünere Strominfrastruktur in Subsahara-Afrika aufzubauen.
Geschichte
In der Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Subsahara-Afrika gab es in den letzten Jahrzehnten bemerkenswerte Schwankungen. Besonders in diesem Jahrtausend war Wasserkraft eine häufige Quelle des Wachstums, mit signifikanten Anstiegen in den Jahren 2014, 2017, 2018, 2020, 2021 und 2022. Leider gibt es wiederholt Rückgänge in der nuklearen Stromerzeugung, wie zum Beispiel in den Jahren 2018, 2020 und 2022. Diese Rückschläge sind umso bedauerlicher, da Kernenergie eine wichtige Rolle in einer sauberen Energiezukunft spielen könnte. In den letzten Jahren, insbesondere 2021 und 2022, gab es jedoch positive Entwicklungen bei Solar- und Windstrom, die Hoffnung für ein zukünftiges Wachstum in der kohlenstoffarmen Stromerzeugung bieten.





