Elektrizität in Niger im Jahr 2023
Der derzeitige Stand des Stromverbrauchs in Niger zeigt, dass ein sehr geringer Anteil aus kohlenstoffarmen Quellen stammt. Fast kein Strom wird durch saubere Energiequellen wie Solarenergie produziert, was angesichts der bedeutenden Sonnenressourcen des Landes überraschend ist. Mehr als die Hälfte des Stroms in Niger stammt aus fossilen Brennstoffen, was die Umwelt schädigt und zum Klimawandel beiträgt. Der Gesamtstromverbrauch pro Person liegt bei nur 77 kWh im Jahr 2023 und ist damit weit unter dem globalen Durchschnitt von 3649 kWh pro Person. Diese niedrige Stromerzeugungsrate kann erhebliche negative Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung und die Lebensqualität der Bürger haben, da der Zugang zu zuverlässigem Strom ein Schlüsselfaktor für Bildung, Gesundheitsversorgung und wirtschaftliche Möglichkeiten ist.
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Wächst der Strom in Niger?
Der Vergleich der Stromverbrauchsdaten zeigt, dass der Stromverbrauch in Niger seit 2018 gesunken ist. Die jüngsten Daten von 2023 zeigen einen Verbrauch von 77 kWh pro Person, während der Rekordwert im Jahr 2018 bei 84 kWh pro Person lag. Das bedeutet eine Verringerung um 7 kWh pro Person. Die Erzeugung kohlenstoffarmen Stroms stagniert ebenfalls bei 1 kWh pro Person, gleichbleibend seit 2018. Diese Stagnation und der Rückgang sind besorgniserregend, da sie darauf hinweisen, dass das Land seine Anstrengungen zur Erhöhung der Stromproduktion, insbesondere aus sauberen Energiequellen, verstärken muss, um die wachsenden Anforderungen und Umweltherausforderungen zu bewältigen.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung in Niger zu steigern, könnte das Land von den Erfahrungen anderer Regionen lernen. Die Volksrepublik China zeigt beeindruckende Erfolgsbeispiele mit mehr als 1000 TWh Strom aus Solar- und Windenergie. Indien beweist ebenfalls, dass Investitionen in Solarenergie mit 157 TWh zu einer erheblichen Stromproduktion führen können. Auch die Kernenergie spielt eine wichtige Rolle bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung: Die USA und Frankreich sind führende Länder bei der Nutzung von Kernenergie mit 781 TWh bzw. 369 TWh. Niger könnte durch den Aufbau von Solar- und Kernenergiekapazitäten sowohl die Energieverfügbarkeit erhöhen als auch zur Reduzierung von Emissionen beitragen, was langfristig die Lebensqualität verbessert und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringert.
Geschichte
Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Niger zeigt, dass es in der Vergangenheit keine signifikanten Fortschritte gegeben hat. Zwischen 2005 und 2023 blieb die Erzeugung von Solarstrom konstant bei 0 TWh, was bedauerlicherweise zeigt, dass bislang keine nennenswerten Anstrengungen zur Integration kohlenstoffarmer Technologien unternommen wurden. Eine entschlossene Investitionsstrategie könnte Niger helfen, seine Energieinfrastruktur zu modernisieren und sich von der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu lösen. Angesichts der globalen Notwendigkeiten im Kampf gegen den Klimawandel ist es dringend geboten, in kohlenstoffarme Energiequellen wie Solar- und Kernenergie zu investieren, um Niger auf einen nachhaltigen Entwicklungspfad zu bringen.