Der aktuelle Stand des Stromverbrauchs in Südkorea zeigt, dass mehr als die Hälfte des Stroms aus fossilen Brennstoffen stammt, hauptsächlich aus Kohle und Gas, mit Anteilen von jeweils etwa 30 %. Kohlenstoffarmer Strom, der einen bedeutenden Anteil ausmacht, liegt bei ungefähr 40 %. Kernenergie ist dabei mit einem Anteil von mehr als 30 % die dominierende Quelle für kohlenstoffarmen Strom im Land. Solarenergie trägt rund 5 % zur Stromproduktion bei, während Biokraftstoffe etwa 3 % ausmachen. Diese Verteilung verdeutlicht eine Abhängigkeit von fossilen Energieträgern, die durch den Ausbau nachhaltiger Stromquellen verringert werden könnte.
Um den Anteil des kohlenstoffarmen Stroms in Südkorea zu erhöhen, wäre eine Expansion der bereits bestehenden Kernenergiekapazitäten eine wirksame Strategie. Südkorea kann von den Erfolgen anderer Länder lernen, die hohe Anteile an kohlenstoffarmen Stromen aufweisen. Beispielsweise hat Frankreich durch den Ausbau der Kernenergie fast 70 % seines Stroms aus dieser Quelle gewonnen. Ähnlich zeigt die Slowakei, dass über 60 % des Stroms durch Kernenergie erzeugt werden können. Für die Windenergie wären Dänemark und Irland mit 52 % bzw. 32 % des Stroms positive Beispiele, die auch für Südkorea von Interesse sein könnten. Eine Diversifizierung und ein entsprechender Ausbau dieser Technologien würde Südkorea nicht nur helfen, den Kohlenstoffausstoß zu reduzieren, sondern auch seine Energiesicherheit stärken.
Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Südkorea, insbesondere der Kernenergie, zeigt, dass das Land in den 1980er und 1990er Jahren bedeutende Fortschritte machte, mit kontinuierlichen Zuwächsen in den Jahren 1986, 1987, 1989 und der Mitte der 1990er Jahre. Kritisch zu betrachten sind jedoch die signifikanten Rückgänge in den Jahren 2013, 2017 und 2018, die einer strategischen Neubewertung des Bereichs bedürfen. In den jüngeren Jahren, wie 2022, stieg die Stromerzeugung aus Kernenergie erneut an, was das Potential und die Bedeutung dieser Energiequelle unterstreicht. Diese Informationen sollten als Grundlage genutzt werden, um die strategischen Entscheidungen für die zukünftige Energiepolitik in Südkorea zu leiten.