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Elektrizität in Deutschland im Jahr 2024/2025

3.270 kWh/person Kohlenstoffarmer Elektrizität
-555 #59
5.589 kWh/person Gesamtelektrizität
-2.316 #82
308 gCO2eq/kWh Kohlenstoffintensität
-5,0 #82
59 % Kohlenstoffarmer Elektrizität
+2,8 #63

In Deutschland wird mehr als die Hälfte der elektrischen Energie aus kohlenstoffarmen Quellen erzeugt, wobei dies 58,5% der gesamten Stromproduktion ausmacht. Darunter spielt Windenergie mit einem Anteil von rund 27% eine große Rolle, gefolgt von Solarenergie, die fast 17% der Elektrizität liefert. Auch Biokraftstoffe und Wasserkraft tragen mit etwa 9% bzw. 5% bei. Auf der anderen Seite stammen knapp 39% des Stroms aus fossilen Brennstoffen, wobei Kohle und Gas einen signifikanten Beitrag leisten, nämlich etwa 22% bzw. 16%. Die Netto-Importe liegen bei 2,3%, was nahelegt, dass Deutschland in der Stromerzeugung weitgehend autark ist.

Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen ENTSOE, Eurostat, IEA und World Bank. Mehr über Datenquellen →

Wächst der Strom in Deutschland?

Der aktuelle Elektrizitätsverbrauch in Deutschland liegt bei 5589 kWh pro Person im Jahr 2025, was einen erheblichen Rückgang im Vergleich zum Rekordjahr 2008 mit 7906 kWh pro Person darstellt. Dies zeigt einen beunruhigenden Trend der sinkenden Elektrizitätsnachfrage, obwohl die Elektrifizierung des Verkehrs und die Digitalisierung der Gesellschaft den Bedarf an Elektrizität eigentlich erhöhen sollten. Auch der Anteil an kohlenstoffarmer Elektrizität ist gesunken; die Erzeugung lag bei 3270 kWh pro Person, verglichen mit dem Rekord von 3825 kWh pro Person im Jahr 2019. Diese negative Entwicklung ist besorgniserregend angesichts der dringenden Notwendigkeit, die Kohlenstoffemissionen zu reduzieren und die Klimaziele zu erreichen.

Vorschläge

Deutschland sollte den Ausbau von Solar- und Windenergie intensivieren, um den Anteil an kohlenstoffarmer Energie zu erhöhen. Das Land kann von Ländern mit erfolgreichen Modellen lernen, beispielweise von Frankreich und der Slowakei, die einen großen Teil ihrer Elektrizität aus Kernenergie gewinnen. Frankreich erzielt beeindruckende 68% ihres Stroms aus Kernkraft, während Iowa in den USA beispielhaft zeigt, dass Windenergie bis zu 60% der Stromerzeugung decken kann. Solche Erfahrungen bieten wertvolle Einblicke, um die Produktion kohlenstoffarmer Energie in Deutschland effizient zu steigern und somit die Umweltziele und die Strombedarfe der Zukunft zu erfüllen.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

Geschichte

In der Vergangenheit Deutschlands gab es bedeutende Entwicklungen in der kohlenstoffarmen Stromerzeugung. In den späten 1970er und 1980er Jahren erlebte die Kernenergie einen massiven Aufschwung, insbesondere in den Jahren 1984 und 1985 mit Zuwächsen von jeweils über 26 und 34 TWh. Leider hat sich der Trend im neuen Jahrtausend umgekehrt, mit signifikanten Rückgängen ab 2007 bis 2023. Demgegenüber wurde die Windenergie seit 2011 stark ausgebaut, insbesondere in den Jahren 2015 und 2017, mit bemerkenswerten Zuwächsen. Doch trotz dieser Fortschritte und Investitionen haben wiederholte Rückgänge in der Kernenergienutzung Deutschlands Übergang zu einer kohlenstoffarmen Zukunft verkompliziert. Diese Einbrüche sind ein ernstes Hindernis für die Entwicklung einer nachhaltigen Elektrizitätslandschaft.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

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