Zwischen September 2025 und August 2026 stammte mehr als die Hälfte des in Deutschland verbrauchten Stroms aus kohlenstoffarmen Quellen. Windkraft war mit fast einem Drittel der bedeutendste kohlenstoffarme Energieerzeuger, gefolgt von Solar mit einem Anteil von fast einem Fünftel. Kohlenstoffarme Energieträger wie Biokraftstoffe und Wasserkraft trugen zusammen ebenfalls mehr als ein Zwanzigstel zur Gesamtstromerzeugung bei. Auf der anderen Seite machten fossile Brennstoffe knapp 40 % der Gesamterzeugung aus, wobei Kohle und Gas zu je einem signifikanten Anteil beitrugen. Mit einem Netto-Import von fast einem Vierzigstel ist der Anteil dieses Faktors marginal.
Wächst der Strom in Deutschland?
Betrachtet man den Stromverbrauch pro Kopf, so fällt auf, dass die aktuellen Werte in Deutschland im Jahr 2026 bei 5525 kWh pro Person liegen, was deutlich unter dem Rekordstand von 7906 kWh pro Person im Jahr 2008 liegt. Dies bedeutet einen Rückgang um 2381 kWh pro Person im Vergleich zum historischen Höchststand. Auch der Anteil der kohlenstoffarmen Stromerzeugung pro Kopf hat mit 3261 kWh einen deutlichen Rückgang erfahren, verglichen mit dem bisherigen Höchstwert von 3825 kWh im Jahr 2019. Dieser Rückgang um 564 kWh ist ebenfalls besorgniserregend, da mehr saubere Energie erforderlich ist, um die Klimaziele zu erreichen und die Nachfrage zu decken.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung in Deutschland zu steigern, sollte der Schwerpunkt auf dem Ausbau bestehender Wind- und Solaranlagen liegen, da diese Energietechnologien bereits große Mengen Strom erzeugen. Das Lernen von erfolgreichen Regionen mit hoher Kernenergieerzeugung kann ebenfalls nützlich sein. Beispielsweise hat Frankreich einen bemerkenswert hohen Anteil an Kernenergie, der sich auf 67 % beläuft. Auch Länder wie die Slowakei mit 66 % und die Ukraine mit 55 % Kernenergieanteil bieten gute Beispiele. Die Integration einer Mischung aus Wind- und Solaranlagen neben einer verstärkten Nutzung der Kernenergie könnte einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Deutschland leisten.
* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Geschichte
Ein Blick auf die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Deutschland zeigt, dass in den späten 1970er Jahren, insbesondere 1977, und den 1980er Jahren wie 1984 und 1985 wichtige Zuwächse in der Kernenergie verzeichnet wurden. Doch in den letzten Jahrzehnten des 21. Jahrhunderts hat Deutschland signifikante Rückgänge in der Kernenergieproduktion verzeichnet, wie etwa 2007, 2011, 2020, 2022 und 2023, was Anlass zur Sorge gibt. Gleichzeitig ist in diesen Jahren die Windenergie kontinuierlich gewachsen, trotz einiger Rückschläge im Jahr 2021. Ein weiterer positiver Aspekt ist das jüngste Wachstum der Solarenergie im Jahr 2025. Um den Bedarf an sauberem Strom zu decken, muss Deutschland innovative Wege finden, um die Herausforderungen zu meistern und auf die bereits vorhandenen Stärken zu bauen.
* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Stromimporte und -exporte
Handelsbilanz
* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.









