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Elektrizität in Deutschland im Jahr 2025

3.048 kWh/person Kohlenstoffarmer Elektrizität
-777 #63
5.431 kWh/person Gesamtelektrizität
-2.474 #85
309 gCO2eq/kWh Kohlenstoffintensität
-6,3 #83
56 % Kohlenstoffarmer Elektrizität
+0,38 #65

Im Jahr 2025 zieht Deutschland mehr als die Hälfte seines Stroms aus kohlenstoffarmen Quellen, was einen positiven Einfluss auf die Umwelt bedeutet. Fast 29% des Stroms stammen aus Windenergie, was beweist, dass Deutschland lautstarke Anstrengungen unternommen hat, um sein Windpotenzial auszunutzen. Dazu kommen knapp 19% aus Solarenergie, 4,5% aus Wasserkraft und etwa 3,7% aus Biokraftstoffen. Auf der anderen Seite stehen fast 41% des Stromverbrauchs, die immer noch aus fossilen Brennstoffen kommen, wobei Kohle mit einem Anteil von rund 21% an der Spitze steht, gefolgt von Gas mit knapp über 16%. Netto-Importe machen knapp 3% des Strombedarfs aus. Um den Übergang zu einer nachhaltigeren Energiezukunft zu beschleunigen, muss Deutschland den Anteil der fossilen Brennstoffe weiter reduzieren.

Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen ENTSOE, Eurostat, IEA und World Bank. Mehr über Datenquellen →

Wächst der Strom in Deutschland?

Betrachtet man den Stromverbrauch pro Kopf in Deutschland, zeigt sich ein deutlicher Rückgang: Von einem historischen Höchststand von 7906 kWh im Jahr 2008 auf aktuell 5431 kWh pro Person im Jahr 2025. Dies entspricht einer Abnahme von 2474 kWh pro Person. Besonders bemerkenswert ist der Rückgang im Bereich der kohlenstoffarmen Stromerzeugung, die ihren Höchststand 2019 mit 3825 kWh pro Person erreichte, aber 2025 auf 3048 kWh pro Person fiel, was eine Verringerung um 777 kWh darstellt. Diese Entwicklung ist besorgniserregend, da es für Deutschland entscheidend ist, den Anteil an kohlenstoffarmer Energie zu erhöhen, um den Klimaschutz zu stärken und die Luftqualität zu verbessern.

Vorschläge

Um den Anteil kohlenstoffarmer Stromerzeugung zu steigern, sollte Deutschland den Ausbau der bereits starken Wind- und Solarenergiesysteme weiter vorantreiben. Darüber hinaus könnte Deutschland von Ländern wie Frankreich oder der Slowakei lernen, die ihre Energiewende maßgeblich durch Kernenergie vorantreiben. Frankreich beispielsweise erzeugt 67% seines Stroms aus Kernenergie. Solche Beispiele zeigen das ungenutzte Potenzial der Kernenergie als wichtiger Bestandteil einer kohlenstoffarmen Zukunft. Auch könnte der Ausbau der Solarenergie von wichtigen Erfahrungen Kaliforniens profitieren, das 31% seines Stroms aus Solarenergie bezieht. Diese geopolitischen Best-Practice-Beispiele verdeutlichen, dass der Mix aus Kernenergie und Solarenergie die Emissionen erheblich reduzieren kann, wenn sie effizient genutzt werden.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

Geschichte

In der Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Deutschland gab es sowohl bemerkenswerte Fortschritte als auch Rückschläge. In den 70er und 80er Jahren machte Kernenergie bedeutende Fortschritte mit jährlichen Zuwächsen, die 1985 ihren Höchststand erreichten. Doch seit 2007 sind die Rückgänge der Kernenergieproduktion dramatisch, insbesondere nach 2011. Gleichzeitig gewann die Windkraft seit 2015 an Fahrt, mit beträchtlichen Zuwächsen und einem negativen Ausschlag im Jahr 2021. In diesem Jahr, 2025, trägt die Solarenergie mit einem Anstieg von über 15 TWh zur Stabilisierung des kohlenstoffarmen Anteils bei. Diese rückblickende Analyse sollte Deutschland als klaren Indikator dienen, verstärkt auf eine Kombination aus Wind, Solar und Kernenergie zu setzen, um den insgesamt negativen Trend in der kohlenstoffarmen Stromerzeugung umzukehren und langfristig zu einer umweltfreundlicheren Energiezukunft zu gelangen.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

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