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Elektrizität in Deutschland im Jahr 2025/2026

Letzte 12 Monate Okt. 2025 – Sept. 2026
Kohlenstoffarmer Elektrizität
3.281 kWh/person -544
Gesamtelektrizität
5.547 kWh/person -2.359
Kohlenstoffarmer Elektrizität
59 % +3,4
Kohlenstoffintensität
296 gCO2eq/kWh -13

Von Oktober 2025 bis September 2026 stammten in Deutschland rund 59 % des verbrauchten Stroms aus kohlenstoffarmen Quellen, während fossile Brennstoffe knapp 40 % ausmachten. Wind lieferte mit knapp 31 % den größten Beitrag, gefolgt von Solar mit rund 20 %. Biokraftstoffe und Wasserkraft steuerten jeweils etwa 4 % bei. Auf der fossilen Seite entfielen rund 21 % auf Kohle und 16 % auf Gas. Damit ist die Stromversorgung bereits überwiegend kohlenstoffarm, doch der weiterhin hohe fossile Anteil verursacht klimaschädliche Emissionen und Luftverschmutzung.

Wächst der Strom in Deutschland?

Gegenüber den historischen Höchstständen ist Deutschlands Stromverbrauch deutlich zurückgegangen; ob er zuletzt gegenüber dem Vorjahr gewachsen ist, lässt sich aus diesen Angaben nicht ablesen. Der jüngste Wert für 2026 liegt bei rund 5.550 kWh pro Person, gegenüber rund 7.910 kWh im Rekordjahr 2008. Das entspricht einem Rückgang um etwa 2.360 kWh oder 30 %. Auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung liegt mit rund 3.280 kWh pro Person unter ihrem bisherigen Höchststand von 2019: Damals waren es rund 3.830 kWh, also etwa 540 kWh mehr. Dieser Rückstand ist besorgniserregend, denn Elektrifizierung und wachsende Anwendungen künstlicher Intelligenz erfordern künftig mehr sauberen Strom.

Vorschläge

Deutschland sollte Wind und Solar weiter kräftig ausbauen, da beide Technologien bereits große Strommengen liefern. Für Wind bietet das benachbarte Dänemark mit einem Anteil von 59 % an der dortigen Stromerzeugung ein besonders relevantes Vorbild. Bei Solar zeigen Spanien-unabhängige Vergleichsregionen wie Nordmazedonien mit 40 % sowie die US-Staaten Nevada mit 35 % und Kalifornien mit 31 %, welchen großen Beitrag diese Technologie leisten kann. Zusätzlich sollte Deutschland den Aufbau neuer Kernenergiekapazitäten prüfen: Die Nachbarländer Frankreich, die Slowakei und Tschechien erzeugen rund 67 %, 66 % beziehungsweise 41 % ihres Stroms mit Kernenergie. Ihre Erfahrungen können helfen, Wind, Solar und Kernenergie zu einer leistungsfähigen kohlenstoffarmen Stromversorgung zusammenzuführen.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

* 12M = Letzte 12 Monate (Okt. 2025 – Sept. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Geschichte

Historisch sorgte zunächst die Kernenergie für große Zuwächse: 1977 stieg ihre Stromerzeugung gegenüber dem Vorjahr um knapp 12 TWh, 1984 und 1985 um rund 26 beziehungsweise 34 TWh; weitere deutliche Zuwächse folgten 1988 und 1992. Die späteren massiven Einbrüche waren dagegen ein schwerer Rückschritt für die kohlenstoffarme Stromversorgung: 2007 und 2009 sank die Kernstromerzeugung um rund 27 und 14 TWh, 2011 um knapp 33 TWh. In den 2010er-Jahren legte Wind deutlich zu, insbesondere 2015 um 22 TWh und 2017 um 26 TWh. Ab 2020 kamen erneut erhebliche Verluste hinzu: Biokraftstoffe verloren 2020 rund 28 TWh, Kernenergie im selben Jahr 14 TWh und 2022 sowie 2023 nochmals rund 33 und 26 TWh. Dieser Verlust großer Mengen sauberen Stroms ist besonders kritisch zu bewerten. Wind verzeichnete nach einem Rückgang um 16 TWh im Jahr 2021 wieder Zuwächse von rund 12 TWh 2022 und 17 TWh 2023; Solar setzte 2025 mit einem Plus von knapp 16 TWh ein erfreuliches Wachstumssignal.

* 12M = Letzte 12 Monate (Okt. 2025 – Sept. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

* 12M = Letzte 12 Monate (Okt. 2025 – Sept. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

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