In Deutschland kommt über die Hälfte des Stroms im Jahr 2025 aus kohlenstoffarmen Quellen. Windenergie liefert fast 30% des Stroms, gefolgt von Solarenergie mit mehr als einem Sechstel und Biokraftstoffen mit knapp 10%. Wasserkraft hat einen kleinen Anteil von etwas mehr als 5%. Fossile Brennstoffe machen etwas über ein Drittel des Strommixes aus, wobei Kohlekraftwerke etwa 22% und Gaskraftwerke ungefähr 13% der Stromerzeugung ausmachen. Netto-Importe tragen nur zu einem kleinen Teil von 3% zur gesamten Stromversorgung bei, was darauf hindeutet, dass Deutschland den größten Teil seines Stroms selbst produziert.
Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen ENTSOE, Eurostat, IEA und World Bank. Mehr über Datenquellen →
Wächst der Strom in Deutschland?
Trotz eines hohen Anteils an kohlenstoffarmer Stromerzeugung ist der Gesamtstromverbrauch in Deutschland seit 2008 zurückgegangen. Aktuell beträgt der Stromverbrauch 5319 kWh pro Person, was einen deutlichen Rückgang im Vergleich zum Höchststand von 7906 kWh pro Person im Jahr 2008 darstellt. Dies zeigt einen besorgniserregenden Trend, da die Nachfrage nach Strom in Zukunft aufgrund von Elektrifizierung und technologischen Fortschritten, wie der Entwicklung künstlicher Intelligenz, voraussichtlich steigen wird. Der kohlenstoffarme Stromverbrauch pro Kopf ist ebenfalls gesunken, von einem Rekordwert im Jahr 2019 auf derzeit 3220 kWh pro Person.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung in der Zukunft zu steigern, sollte Deutschland in den Ausbau der bereits erheblichen Beiträge von Wind- und Solarenergie investieren. Betrachtet man die Erfolge in anderen Ländern, so kann Deutschland von Frankreich lernen, dessen Kernenergie 70% des Stroms deckt. Die regionale Stärke in der Windenergie, ähnlich zu Iowa mit 60%, verdeutlicht ebenfalls das Potenzial in der Optimierung und Erweiterung der Windenergiekapazitäten. Bei der Betrachtung von Solarenergie zeigen Beispiele wie Kalifornien mit einer Solarproduktion von fast 30%, dass auch hier erhebliches Wachstumspotenzial besteht.
Geschichte
Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Deutschland zeigt Höhen und Tiefen, insbesondere im Bereich der Kernenergie. In den 1980er Jahren gab es signifikante Zuwächse bei der Kernkraft, aber seit den 2000er Jahren erleben wir Rückgänge besonders ab 2007 und weiterhin dramatisch ab 2011. Die Windenergie hingegen erfuhr in den letzten zehn Jahren beachtliche Steigerungen, trotz vereinzelter Rückgänge wie 2021. Solche Schwankungen zeigen, dass eine starke und stabile Investition in kohlenstoffarme Technologien erforderlich ist, um Deutschlands Energiezukunft nachhaltig zu sichern und um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren.




