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Elektrizität in Deutschland im Jahr 2025/2026

Letzte 12 Monate Juni 2025 – Mai 2026
Kohlenstoffarmer Elektrizität
3.214 kWh/person -611
Gesamtelektrizität
5.544 kWh/person -2.362
Kohlenstoffarmer Elektrizität
58 % +2,2
Kohlenstoffintensität
298 gCO2eq/kWh -12

In den letzten zwölf Monaten, von Juni 2025 bis Mai 2026, hat sich der Stromverbrauch in Deutschland auf interessante Weise entwickelt. Mehr als die Hälfte des in Deutschland erzeugten Stroms stammt aus kohlenstoffarmen Quellen. Genauer gesagt, machen kohlenstoffarme Energien 58% des Stromverbrauchs aus, während fossile Brennstoffe 39% ausmachen. Unter den kohlenstoffarmen Energien spielt die Windenergie eine bedeutende Rolle mit mehr als 30%, gefolgt von Solarenergie mit fast 19%. Biokraftstoffe und Wasserkraft tragen zusammen mehr als 8% bei. Von den fossilen Brennstoffen macht Kohle fast 20% des Verbrauchs aus, gefolgt von Gas mit etwa 16%. Netto-Importe von Strom belaufen sich auf circa 3%. Diese Aufteilung zeigt eine starke Neigung Deutschlands zur Nutzung kohlenstoffarmer Technologien, aber es gibt noch Raum für den Ausbau, insbesondere im Kontext der Dekarbonisierung.

Wächst der Strom in Deutschland?

Beim Blick auf den Stromverbrauch in Deutschland zeigt sich leider ein Abwärtstrend. Die aktuelle Stromnutzung liegt bei 5544 kWh pro Person, was einen beunruhigenden Rückgang um mehr als 2360 kWh im Vergleich zum Rekordjahr 2008 bedeutet. Noch besorgniserregender ist, dass auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung mit 3214 kWh pro Person hinter ihrem Höchstwert von 3825 kWh pro Person im Jahr 2019 zurückbleibt. Dieser Rückgang um 611 kWh verdeutlicht eine verpasste Gelegenheit, den kohlenstoffarmen Anteil auszuweiten und den Einsatz fossiler Energien weiter zu reduzieren. Ein kontinuierlicher oder wachsender Bedarf an Kohlenstoffarmen Energien ist unerlässlich, insbesondere da die Elektrifizierung in vielen Sektoren ansteigt und Technologien wie KI mehr Strom benötigen werden.

Vorschläge

Um den kohlenstoffarmen Anteil am Strommix in Deutschland auszubauen, sollte das Land bestehende Wind- und Solarenergie-Kapazitäten erweitern. Wind ist bereits eine führende Quelle, und der Ausbau von Solarenergie kann die Deckung des zukünftigen Bedarfes wesentlich unterstützen. Lernen kann Deutschland von Ländern und Regionen, die kohlenstoffarme Technologien erfolgreich einsetzen. So erreicht Frankreich beispielsweise 67% seines Stroms aus Kernenergie, was ein Modell für eine saubere und beständige Stromerzeugung sein kann. Auch der hohe Windanteil Dänemarks, der 60% erreicht, weist auf die Möglichkeit hin, Windenergienutzung effizient zu verstärken. Ein verstärkter Fokus auf Solar- und Kernkraftwerke könnte Deutschland helfen, seine kohlenstoffarme Produktion nachhaltig auszubauen und seine Klimaschutzziele zu erreichen.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

* 12M = Letzte 12 Monate (Juni 2025 – Mai 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Geschichte

In der Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung Deutschlands haben sich einige bedeutende Trends abgezeichnet. In den späten 1970er und 1980er Jahren erlebte die Kernenergie einen deutlichen Aufschwung, mit Zunahmen von bis zu 34 TWh im Jahr 1985. Jedoch wurde ab 2007 ein dramatischer Rückgang verzeichnet, der 2011 mit einem Rekordrückgang von 32,6 TWh seinen Höhepunkt erreichte. Gleichzeitig stieg die Windenergie seit dem Jahr 2011 deutlich an und verzeichnete Anstiege, die auf einen sich verschiebenden Fokus auf Windkraft hinweisen. Im Jahr 2025 erlebte die Solarenergie erstmals einen bedeutenden Aufschwung von 15,6 TWh, was den anhaltenden Übergang zu erneuerbaren Energien signalisiert. Um eine zukunftsorientierte Energiepolitik voranzutreiben, ist eine kontinuierliche und verstärkte Unterstützung von Solar- und Kernenergie entscheidend, um den benötigten sauberen Strom zu liefern.

* 12M = Letzte 12 Monate (Juni 2025 – Mai 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

* 12M = Letzte 12 Monate (Juni 2025 – Mai 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

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