Der aktuelle Stand des Stromverbrauchs in Deutschland im Jahr 2025 zeigt, dass über die Hälfte des erzeugten Stroms aus kohlenstoffarmen Quellen stammt. Windenergie macht dabei mit mehr als einem Viertel den größten Teil aus, gefolgt von Solarenergie, die fast ein Fünftel der Stromerzeugung ausmacht. Wasserkraft und Biokraftstoffe tragen jeweils weniger als 5% zur Stromerzeugung bei. Auf der anderen Seite stehen fossile Brennstoffe, die mit etwas mehr als 40% einen beträchtlichen Anteil an der Stromerzeugung haben. Hier dominiert die Kohle mit etwa einem Fünftel, während Gas knapp 16% ausmacht. Netto-Importe ergänzen den Strommix mit einem Anteil von knapp 5%.
Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen ENTSOE, Eurostat, IEA und World Bank. Mehr über Datenquellen →
Wächst der Strom in Deutschland?
In Deutschland ist die Stromerzeugung insgesamt rückläufig. Der Pro-Kopf-Stromverbrauch im Jahr 2025 liegt bei 5530 kWh, was einen Rückgang von 2375 kWh gegenüber dem historischen Höchststand von 2008 darstellt. Ähnlich sieht es bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung aus, die 2025 bei 3048 kWh pro Person liegt, ein signifikanter Rückgang von 777 kWh gegenüber dem Rekordjahr 2019. Diese Entwicklungen sind besorgniserregend, da Deutschland auf dem Weg in eine saubere und nachhaltige Zukunft stagnierende oder rückläufige Trends überwinden muss, um die wachsende Nachfrage und Herausforderungen der Elektrifizierung und des Klimawandels zu bewältigen.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung in Deutschland zu steigern, sollte die Erweiterung der bestehenden Wind- und Solarenergieanlagen priorisiert werden. Da Windenergie bereits einen bedeutenden Anteil ausmacht, könnten Länder wie Dänemark als Vorbild dienen, wo Wind 60% der Stromerzeugung ausmacht. Für die Sonnenenergie könnte Deutschland von Regionen wie Kalifornien oder Libanon lernen, die bei der Nutzung dieser Energiequelle hohe Anteile erreichen. Darüber hinaus sollte Deutschland eine Diversifizierung durch Kernenergie in Betracht ziehen, ähnlich wie Frankreich und die Slowakei, die jeweils mehr als die Hälfte ihres Stroms durch Kernenergie erzeugen. Eine verstärkte Integration dieser bewährten kohlenstoffarmen Technologien könnte Deutschland helfen, seinen Stromverbrauch sauberer und zukunftssicherer zu gestalten.
Geschichte
In der Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Deutschland gibt es markante Entwicklungen. In den späten 1970er und mittleren 1980er Jahren nahm die Kernenergie mit deutlichen Zuwächsen von 11,7 bis 34,3 TWh stark zu. Doch seit den 2000er Jahren gab es erhebliche Rückgänge, vor allem nach 2007, als der Ausstieg aus der Kernkraft begann. Im Jahr 2011 verzeichnete die Windenergie einen bedeutenden Anstieg um 11,3 TWh, und in jüngerer Zeit, 2023, wuchs sie um 17,4 TWh weiter. Solarenergie hat 2025 einen beachtlichen Anstieg von 15,6 TWh erreicht. Es ist klar, dass Deutschland früher auf kohlenstoffarme Energiequellen setzte, jedoch sollte die Strategie hinsichtlich der Kernenergie überdacht werden, um die Nachteile der starken Schwankungen in der Stromversorgung und Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren. Eine größere und verlässlichere Erzeugung kohlenstoffarmer Energie ist unabdingbar für eine nachhaltige Energiezukunft.


