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Elektrizität in Republik China (Taiwan) im Jahr 2025/2026

Letzte 12 Monate Aug. 2025 – Juli 2026
Kohlenstoffarmer Elektrizität
1.820 kWh/person -558
Gesamtelektrizität
12.612 kWh/person +94
Kohlenstoffarmer Elektrizität
14 % -50
Kohlenstoffintensität
540 gCO2eq/kWh +245

In der Republik China (Taiwan) stammten in den zwölf Monaten von August 2025 bis Juli 2026 rund 86 % des verbrauchten Stroms aus fossilen Brennstoffen. Gas lieferte etwa die Hälfte, Kohle rund ein Drittel und Öl knapp 2 %. Kohlenstoffarmer Strom machte dagegen nur rund 14 % aus: Solar trug 6 %, Wind gut 4 % und Wasserkraft knapp 3 % bei; weitere, nicht näher spezifizierte kohlenstoffarme Quellen lieferten gut 1 %. Damit ist Taiwans Stromversorgung weiterhin stark von fossilen Brennstoffen geprägt, deren Nutzung Klimawandel und Luftverschmutzung verursacht.

Wächst der Strom in Republik China (Taiwan)?

Der Stromverbrauch wächst, allerdings nur leicht: Der jüngste Wert für 2026 liegt bei rund 12.600 kWh pro Person und übertrifft den bisherigen Rekord von 2025 um 94 kWh, also knapp 1 %. Beim kohlenstoffarmen Strom ist die Entwicklung dagegen enttäuschend. Die jüngste Erzeugung beträgt rund 1.820 kWh pro Person und liegt damit etwa 560 kWh beziehungsweise fast ein Viertel unter dem Rekord von 2013 mit rund 2.380 kWh. Der neue Verbrauchsrekord ist somit noch kein Rekord für sauberen Strom. Für die Elektrifizierung und den wachsenden Strombedarf durch KI braucht Taiwan einen deutlich kräftigeren Ausbau kohlenstoffarmer Stromerzeugung.

Vorschläge

Taiwan sollte insbesondere Solar- und Kernenergie ausbauen und zugleich seine Windstromerzeugung stärken. Als industriell geprägte Vergleichsregion ist Südkorea besonders relevant: Dort liefert Kernenergie ein Viertel des Stroms. Frankreich zeigt mit rund zwei Dritteln, welchen großen Beitrag Kernenergie zu einer kohlenstoffarmen Stromversorgung leisten kann. Taiwan sollte deshalb die Wiederaufnahme und Erweiterung der Kernstromerzeugung sowie neue Anlagen prüfen. Bei Solar bieten die US-Bundesstaaten Kalifornien mit 31 % und Hawaii mit 23 % anschauliche Vorbilder; Hawaii ist wegen seiner Insellage besonders interessant. Mehr Solaranlagen auf Dächern und geeigneten Freiflächen könnten Taiwans heutigen Solaranteil deutlich erhöhen. Für Windstrom sind die Inselregionen Vereinigtes Königreich und Irland mit rund 30 % beziehungsweise 35 % relevante Beispiele. Ein auf diese Quellen abgestimmter Ausbau von Netzen und Speichern kann zusätzlich helfen, mehr sauberen Strom bereitzustellen.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

* 12M = Letzte 12 Monate (Aug. 2025 – Juli 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Geschichte

Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Taiwan wurde zunächst stark durch den Ausbau der Kernenergie geprägt: In den aufgeführten Jahren zwischen 1982 und 1987 kamen insgesamt 25 TWh Kernstrom hinzu. 1990 stiegen Kernenergie und Wasserkraft nochmals um rund 5 beziehungsweise 3 TWh. Auf einen Rückgang der Kernstromerzeugung um 3 TWh im Jahr 2001 folgte 2002 ein Zuwachs von gut 4 TWh. Besonders bedauerlich waren die starken Einbrüche von 2015 bis 2017 um zusammen fast 20 TWh; die Erholung 2018 und 2019 brachte nur knapp 10 TWh zurück. Von 2021 bis 2025 sank die Kernstromerzeugung in jedem aufgeführten Jahr, insgesamt um rund 28 TWh. Diese erheblichen Verluste sauberer Stromerzeugung sind angesichts der hohen fossilen Abhängigkeit besonders kritisch zu bewerten. Der erfreuliche Windstromzuwachs von gut 4 TWh im Jahr 2024 konnte bereits den gleichzeitigen Kernstromrückgang von knapp 6 TWh nicht vollständig ausgleichen.

* 12M = Letzte 12 Monate (Aug. 2025 – Juli 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

* 12M = Letzte 12 Monate (Aug. 2025 – Juli 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

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