Der heutige Stand des Stromverbrauchs in Kroatien zeigt eine gemischte Nutzung von energieerzeugenden Quellen. Bei der Betrachtung der Periode von September 2025 bis August 2026 besteht der größte Teil des Stroms, mehr als die Hälfte, aus kohlenstoffarmen Quellen. Insbesondere Wasserkraft leistet einen bedeutenden Beitrag mit fast 30 Prozent, gefolgt vom Wind mit etwa 16 Prozent. Ebenso beachtlich ist, dass Netto-Importe mehr als ein Fünftel des Stroms ausmachen. Auf der anderen Seite basiert fast ein Fünftel des Stroms auf fossilen Brennstoffen, wobei Gas etwas mehr als 13 und Kohle etwa 5 Prozent ausmacht. Die Stromerzeugung über Solar liegt bei rund 9 Prozent, während Biokraftstoffe knapp bei 5 Prozent liegen. Dieser Energiemix verdeutlicht, dass Kroatien sowohl auf saubere als auch auf fossile Energien setzt, mit einem wesentlichen Anteil an sauberem Strom.
Wächst der Strom in Kroatien?
Unter dem Aspekt des Wachstums ist der Stromverbrauch in Kroatien jüngst gesunken. Der letzte bekannte Verbrauch lag bei 4790 kWh pro Person, was einem Rückgang von 313 kWh im Vergleich zum historischen Rekord im Jahr 2025 von 5103 kWh pro Person entspricht. Ein ähnlicher Trend zeigt sich bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung: 2026 betrug sie 2833 kWh pro Person, verglichen mit dem Rekord von 3120 kWh im Jahr 2023, womit sich ein Rückgang von 287 kWh ergibt. Diese Rückgänge sind bedauerlich, da das Wachstum des Stromverbrauchs, insbesondere aus sauberen Energiequellen, entscheidend für die zukünftige Elektrifizierung und die Erfüllung des steigenden Energiebedarfs durch Fortschritte wie KI ist. Es ist von essenzieller Bedeutung, die Bemühungen zur Steigerung der Stromproduktion, insbesondere der kohlenstoffarmen Erzeugung, zu verstärken.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung zu erhöhen, könnte Kroatien den Ausbau seiner Windenergie, die bereits einen substanziellen Anteil beiträgt, verstärken. Ein Blick auf erfolgreiche Regionen zeigt, dass Länder wie Frankreich und die Slowakei mit bedeutendem Anteil an Kernenergie, 67 respektive 66 Prozent, vorbildlich sind, während Dänemark und Iowa ihre Windkraft zu enormen 57 Prozent einsetzen. Zudem bietet die Nutzung der Solarenergie, wie sie in Kalifornien mit 31 Prozent Stromerzeugung gesehen wird, ein potenzielles Wachstum für Kroatien. Ein stärkerer Fokus auf diese bewährten kohlenstoffarmen Technologien, insbesondere auf Wind und Solar, in Kombination mit einer möglichen Einführung oder Expansion der Kernenergie, könnte zu einem nachhaltigen Anstieg der sauberen Stromproduktion führen.
* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Geschichte
Betrachtet man die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Kroatien, wird der bedeutende Einfluss der Wasserkraft evident. In den frühen 1990er Jahren, speziell 1991, und in den späten 1990er Jahren gab es mehrere Jahre starken Wachstums, gefolgt von Rückgängen einzelner Jahre. Zu erwähnen ist das signifikante Wachstum 2013 mit einem Anstieg von 3,7 TWh und 2023 mit einem Plus von 2,7 TWh. Diese kontinuierlichen Schwankungen zwischen Wachstum und Rückgang zeigen, dass eine Konstanz bei der Stromerzeugung ist nicht gegeben, was optimiert werden könnte. Eine nachhaltige Strategie wäre vonnöten, um diese Schwankungen zu minimieren und die Versorgung zuverlässig zu sichern. Ein konstanter Ausbau und die Diversifizierung durch Technologien wie Solar- und Kernenergie könnten helfen, die Abhängigkeit von Wasserkraft zu mindern und die Stromversorgung zu stabilisieren.
* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Stromimporte und -exporte
Handelsbilanz
* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.










