Im Jahr 2025 zeichnen sich in Kroatien klare Trends in der Stromerzeugung ab. Mehr als die Hälfte des Stroms, rund 52%, wird aus kohlenstoffarmen Quellen gewonnen, wobei Wasserkraft mit einem Anteil von etwa 27% dominiert. Windenergie spielt ebenfalls eine bedeutende Rolle und liefert fast 17% der Energie. Trotz dieser sauberen Erzeugung sind die Netto-Importe mit knapp einem Drittel sehr hoch, was auf einen Mangel an einheimischer Erzeugung hindeutet. Die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen beträgt etwa 17%, wobei Erdgas und Kohle einen wesentlichen Teil ausmachen. Solarenergie trägt knapp 3% bei, was auf erhebliches Wachstumspotential hindeutet.
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Wächst der Strom in Kroatien?
Leider zeigt das Jahr 2025 einen Rückgang des pro Kopf Stromverbrauchs auf 4782 kWh, was deutlich unter dem Rekordwert von 2024 mit 5170 kWh liegt. Dies entspricht einem Rückgang von 388 kWh. Besonders besorgniserregend ist, dass die kohlenstoffarme Stromerzeugung pro Person ebenfalls zurückgegangen ist, von 3120 kWh im Jahr 2023 auf 2491 kWh. Dieser Rückgang von 629 kWh weist auf Herausforderungen bei der Aufrechterhaltung und Erweiterung sauberer Energieerzeugung hin und könnte künftige Ziele im Bereich der nachhaltigen Energiesicherheit gefährden.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung in Kroatien zu erhöhen, wäre eine Expansion der Windkraftanlagen sinnvoll, da diese bereits einen substanziellen Beitrag zur Energieversorgung leisten. Kroatien könnte von den Erfahrungen ähnlich strukturierter Regionen lernen. Dänemark und Iowa sind hervorragende Beispiele, da sie jeweils über 50% ihres Stroms aus Windenergie gewinnen. Zudem könnten der Ausbau von Solarenergie, wie in Nevada und Libanon mit mehr als 30%, und die Einführung oder Erweiterung der Kernenergie, wie in Frankreich oder der Slowakei mit über 50%, neue positive Impulse für Kroatien setzen. Diese Schritte könnten helfen, unabhängiger von Energieimporten zu werden und gleichzeitig umweltfreundliche und stabile Energiequellen zu fördern.
Geschichte
Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Kroatien zeigt einen merklichen Einfluss von Wasserkraft, allerdings mit Schwankungen im Laufe der Zeit. In den frühen 1990er Jahren gab es einen Anstieg, 1991 um 1,6 TWh und 1996 um 2,2 TWh. In den späten 2000er und 2010er Jahren erlebte die Wasserkraft sowohl Anstiege als auch Rückgänge, mit einem bedeutenden Einbruch im Jahr 2011 um -4,1 TWh. In den letzten Jahren vor 2025 gab es ebenfalls sowohl Zuwächse als auch Rückgänge, was auf die Abhängigkeit von natürlichen Bedingungen, wie zum Beispiel Niederschlägen, hinweist. Diese Schwankungen unterstreichen die Wichtigkeit, in zusätzliche stabile kohlenstoffarme Energieformen zu investieren.




