Der aktuelle Stand des Elektrizitätsverbrauchs in Kroatien 2025 zeigt eine interessante Verteilung zwischen kohlenstoffarmen und fossilen Brennstoffen. Mehr als die Hälfte (ca. 55%) der Elektrizität stammt aus kohlenstoffarmen Quellen. Dies setzt sich hauptsächlich aus Wasserkraft, Windenergie, Solarenergie und Biokraftstoffen zusammen. Wasserkraft allein hat einen Anteil von fast 28%. Fossile Brennstoffe machen etwa 16% aus, wobei Gas die dominierende Quelle in dieser Kategorie ist, gefolgt von einem kleinen Anteil an Kohle. Ein bedeutender Teil, nämlich fast 29%, des Stroms wird durch Netto-Importe gedeckt.
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Wächst der Strom in Kroatien?
Bezüglich des Elektrizitätswachstums zeigt sich ein gemischtes Bild. Der Gesamtverbrauch pro Person ist auf 5217 kWh gestiegen, was einen leichten Anstieg um 68 kWh im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Dies könnte als positives Signal interpretiert werden, dass die Elektrizitätsnachfrage steigt. Allerdings ist die kohlenstoffarme Stromproduktion pro Person gesunken und liegt nun bei 2889 kWh, ein Rückgang um 231 kWh im Vergleich zu 2023. Diese Entwicklung ist besorgniserregend, da eine Erhöhung der kohlenstoffarmen Elektrizität für eine nachhaltige Zukunft wesentlich ist.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung in Kroatien zu steigern, wäre eine Expansion der bereits starken Windenergieproduktion sinnvoll. Ein Blick auf die erfolgreichen Regionen zeigt, dass Dänemark beispielsweise 60% seiner Elektrizität aus Windkraft erzeugt. Da Kroatien einen signifikanten Anteil an seiner Stromerzeugung bereits aus Windkraft gewinnt, könnte es von Dänemarks Ansatz profitieren. Zudem sollte Kroatien die Möglichkeiten der Kernenergie in Betracht ziehen, wie es Länder wie Frankreich und Slowakei erfolgreich demonstrieren. Begleitend könnte auch die Solarenergie, vergleichbar mit Erfolgsländern wie Nordmazedonien und Kalifornien, weiter ausgebaut werden.
Geschichte
In der Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Kroatien hat die Wasserkraft im letzten Vierteljahrhundert Höhen und Tiefen erlebt. In den 1990er und frühen 2000er Jahren war ein positives Wachstum zu verzeichnen, wie etwa 1991 und 1996, während es in den Jahren 1997 und 1999 Rückgänge gab. Nach einem starken Anstieg 2013 erlebte Kroatien in den letzten Jahren wiederholt Rückschläge, insbesondere in den Jahren 2015 und 2019. Diese Schwankungen in der Wasserkrafterzeugung verdeutlichen die Notwendigkeit, auf eine stabile und diversifizierte kohlenstoffarme Stromerzeugung zu setzen, um den künftigen Bedarf nachhaltig decken zu können.


