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Elektrizität in Kroatien im Jahr 2025/2026

Letzte 12 Monate Sept. 2025 – Aug. 2026
Kohlenstoffarmer Elektrizität
2.833 kWh/person -287
Gesamtelektrizität
4.790 kWh/person -313
Kohlenstoffarmer Elektrizität
59 % -6,3
Kohlenstoffintensität
227 gCO2eq/kWh +16

Von September 2025 bis August 2026 stammten in Kroatien rund 59 % des verbrauchten Stroms aus kohlenstoffarmen Quellen. Wasserkraft lieferte mit knapp 30 % den größten Beitrag, gefolgt von Wind mit rund 16 %, Solar mit knapp 9 % und Biokraftstoffen mit etwa 5 %. Fossile Brennstoffe deckten rund 19 % des Stromverbrauchs: Gas machte etwa 13 % aus, Kohle gut 5 %. Die übrigen 22 % entfielen auf Netto-Importe, deren Zusammensetzung nach Stromquellen aus diesen Daten nicht hervorgeht. Damit deckte sauberer Strom deutlich mehr als die Hälfte des Verbrauchs, während fossile Stromerzeugung weiterhin zu Klimawandel und Luftverschmutzung beitrug.

Wächst der Strom in Kroatien?

Die aktuellen Zahlen zeigen keinen neuen Wachstumshöchststand beim Stromverbrauch. Der jüngste Wert für 2026 liegt bei rund 4.790 kWh pro Person und damit 313 kWh beziehungsweise etwa 6 % unter dem bisherigen Rekord von 5.103 kWh im Jahr 2025. Auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung bleibt mit rund 2.830 kWh pro Person hinter ihrem Rekord von 3.120 kWh im Jahr 2023 zurück – ein Abstand von 287 kWh oder etwa 9 %. Diese Entwicklung ist besorgniserregend, denn Elektrifizierung und die zunehmende Nutzung künstlicher Intelligenz erfordern künftig mehr sauberen Strom. Allerdings lässt sich aus dem Vergleich mit dem Rekordjahr 2023 allein nicht ableiten, ob die kohlenstoffarme Erzeugung auch gegenüber 2025 gesunken ist.

Vorschläge

Kroatien sollte seine bereits bedeutende Windstromerzeugung weiter ausbauen und zugleich Solar und Kernenergie stärken. Für Wind bieten Dänemark mit einem Anteil von 57 % an der Stromerzeugung und Deutschland mit 31 % hilfreiche Orientierung. Beim Solarausbau sind insbesondere nahe gelegene Regionen relevant: Ungarn erzeugt 22 % seines Stroms aus Solar, Bulgarien 19 % und Nordmazedonien 20 %. Kroatien kann daraus Anregungen für den Ausbau von Dachanlagen und großen Solarparks gewinnen. Auch neue Kernenergiekapazitäten und vertiefte regionale Zusammenarbeit sollten geprüft werden: Im benachbarten Slowenien liefert Kernenergie 40 % der Stromerzeugung, in Ungarn 32 % und in der Slowakei rund zwei Drittel. Ein breiterer kohlenstoffarmer Strommix könnte die heimische Erzeugung erhöhen und mehr sauberen Strom für künftige Nachfrage bereitstellen.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Geschichte

Die aufgeführten historischen Veränderungen der kohlenstoffarmen Stromerzeugung betreffen ausschließlich Wasserkraft und zeigen starke jährliche Schwankungen. In den 1990er Jahren standen Zuwächsen von 1,6 TWh im Jahr 1991 und 2,2 TWh im Jahr 1996 ein Rückgang um 2 TWh im Jahr 1997 gegenüber; 1999 folgte wieder ein Plus von 1,3 TWh. In den 2000er Jahren wechselten Rückgänge 2002 und 2007 mit deutlichen Zuwächsen 2004 und 2009. Besonders ausgeprägt waren die Ausschläge in den 2010er Jahren: Nach einem Plus von 1,7 TWh 2010 sank die Erzeugung 2011 um 4,1 TWh, bevor sie 2013 um 3,7 TWh zunahm. Weitere Rückgänge 2015 und 2017 sowie 2019 wurden durch einen Zuwachs von 2,3 TWh 2018 unterbrochen. Auch zuletzt setzte sich dieses Muster fort: Auf Zuwächse 2021 und 2023 folgten Rückgänge, zuletzt um 1,4 TWh 2024 und 1,2 TWh 2025. Diese jüngsten Verluste unterstreichen, wie wichtig zusätzliche kohlenstoffarme Stromerzeugung aus Wind, Solar und Kernenergie für einen nachhaltigen Wachstumspfad ist.

* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

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