Im Jahr 2025 wird der Stromverbrauch in Japan überwiegend durch fossile Brennstoffe gedeckt, die mehr als die Hälfte des Stroms ausmachen, genauer gesagt etwa 64%. Die Hauptquellen hierin sind Gas mit fast einem Drittel und Kohle mit über einem Viertel. Bemerkenswert ist der Beitrag kohlenstoffarmer Energiequellen, die etwa 35% des Gesamtkonsums ausmachen. Hierbei liegt der Fokus auf Solarenergie mit etwas mehr als 10% und Kernenergie, die fast 10% zur Stromerzeugung beiträgt. Ebenfalls wichtig sind Wasserkraft mit gut 8% und Biokraftstoffe, welche zusammen fast 5% beisteuern. Windenergie liefert jedoch nur einen geringen Anteil von etwas über 1%.
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Wächst der Strom in Japan?
Der Elektrizitätsverbrauch in Japan zeigt einen besorgniserregenden Trend. Die Pro-Kopf-Nutzung ist von einem Rekordwert im Jahr 2010 deutlich zurückgegangen, mit aktuellem Verbrauch bei 7954 kWh pro Person - das sind etwa 1180 kWh weniger als damals. Auch bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung ist ein Rückgang zu verzeichnen, denn diese beträgt nun 2756 kWh pro Kopf, verglichen mit einem Rekordwert von 3543 kWh aus dem Jahr 1998. Diese Abnahmen sind Grund zur Sorge, denn eine nachhaltige Energiezukunft Japans erfordert eine Umkehrung dieses Trends hin zu einer erheblichen Steigerung der kohlenstoffarmen Stromerzeugung.
Vorschläge
Um die Erzeugung kohlenstoffarmer Elektrizität zu steigern, sollte Japan seine bereits bedeutende Solarkapazität weiter ausbauen. Besonders lehrreich ist der Blick auf andere Regionen. Frankreich, welches mehr als zwei Drittel seines Stroms aus Kernenergie gewinnt, oder Dänemark, das beeindruckende 60% seines Bedarfs durch Windenergie deckt, könnten wertvolle Lektionen bieten. Ebenso könnte die Integration von Solarenergie, wie in Nordmazedonien mit 49% oder in Kalifornien und Libanon, die jeweils rund 31% erreichen, für Japan richtungsweisend sein. Der Fokus sollte auf der Kombination von Solar- und Kernenergie liegen, um eine nachhaltige und saubere Energiezukunft zu sichern.
Geschichte
Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Japan zeigt einige Höhen und Tiefen, insbesondere bei der Kernenergie. In den späten 1970er und frühen 1980er Jahren erlebte die Kernenergie einen bedeutenden Zuwachs, gefolgt von weiteren Steigerungen in den frühen 1990ern. Dennoch gab es in den 2000er Jahren Rückgänge, insbesondere 2003 und 2011, die die Stromerzeugung aus Kernkraftwerken erheblich reduzierten. Obgleich es in den letzten Jahren wieder zu einem Anstieg der Kernenergie kam, bleibt die Stabilität in dieser Hinsicht eine Herausforderung. Das Interesse an dieser Energiequelle zu steigern, bleibt entscheidend, um die klimafreundliche Energiewende zu fördern.


