Derzeitige Zahlen zur Stromerzeugung in Kanada im Jahr 2025 zeigen eine bemerkenswerte Dominanz von kohlenstoffarmer Energie, die mehr als 78% der Erzeugung ausmacht. Der Größteil davon stammt aus der Wasserkraft mit über der Hälfte der gesamten Stromerzeugung. Auch die Kernenergie trägt mit fast 13% einen beachtlichen Anteil bei, während Wind- und Solarenergie zusammen ungefähr ein Zehntel der Stromerzeugung ausmachen. Fossile Brennstoffe hingegen haben einen geringeren Anteil von etwa 21%, wobei Gas hier den Hauptteil ausmacht, während Kohle nur einen kleinen Teil der Stromproduktion verantwortlich ist. Biofuels spielen nur eine minimale Rolle in Kanadas Strommix.
Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen IEA und World Bank. Mehr über Datenquellen →
Wächst der Strom in Kanada?
Der Vergleich der Stromverbrauchsdaten in Kanada von 2025 mit früheren Jahren ist ernüchternd. Der aktuelle Pro-Kopf-Verbrauch von 15646 kWh liegt deutlich unter dem historischen Höchststand von 19607 kWh aus dem Jahr 2000, was einem Rückgang von fast 4000 kWh entspricht. Ebenso fiel die kohlenstoffarme Stromerzeugung pro Kopf im Vergleich zum Rekordjahr 1996. Diese rückläufige Entwicklung ist besorgniserregend, wenn man bedenkt, dass die Nachfrage nach Elektrizität vermutlich weiter steigen wird, insbesondere durch die zunehmende Elektrifizierung und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz.
Vorschläge
Um das Wachstum der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Kanada zu fördern, wäre eine Expansion der bereits wesentlichen Kernkraftwerke ratsam, da diese eine tragende Rolle in der Stromerzeugung Kanadas spielen. Außerdem kann Kanada von den Erfahrungen führender Regionen im Bereich der Wind- und Solarenergie lernen. Beispielsweise könnte ein Ausbau der Windenergie in Anlehnung an Dänemark oder Iowa, wo diese signifikante Prozentsätze der Stromerzeugung einnimmt, lohnend sein. Im Bereich der Kernenergie könnten Länder wie Frankreich oder Illinois als Vorbilder dienen, um den Beitrag der Kernenergie weiter zu steigern. Ein gestärkter Fokus auf Sonnenenergie mit Inspiration aus Staaten wie Kalifornien könnte zusätzliche saubere Energieoptionen eröffnen.
Geschichte
Seit den 1980er Jahren hat sich die kohlenstoffarme Stromerzeugung in Kanada erheblich verändert. In den frühen 1980ern trieb zunächst die Wasserkraft das Wachstum an, bevor es Ende der 1980er Jahre zu einer deutlichen Reduktion kam. Die 1990er Jahre erlebten eine Wiederbelebung der Kernenergie mit signifikanten Zuwächsen bis 1994. In den frühen 2000ern setzten sowohl Wasserkraft als auch Kernenergie positive Impulse, doch es folgten erneut Rückgänge, insbesondere bei der Wasserkraft. In den letzten Jahren, bis hin zu den drastischen Rückgängen 2023 und 2024, zeigte die Wasserkraft eine volatilen Entwicklung, die dringend stabilisiert werden muss, um die künftige Energiesicherheit Kanadas zu gewährleisten.





