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Elektrizität in EU im Jahr 2024

4.200 kWh/person Kohlenstoffarmer Elektrizität
+269 #48
5.888 kWh/person Gesamtelektrizität
-980 #78
199 gCO2eq/kWh Kohlenstoffintensität
-20 #39
71 % Kohlenstoffarmer Elektrizität
+3,1 #35

Der aktuelle Stand des Stromverbrauchs in der EU zeigt eine erfreuliche Entwicklung in Richtung kohlenstoffarmer Energiequellen. Mehr als zwei Drittel des Stroms in der EU wird mittlerweile aus kohlenstoffarmen Quellen erzeugt. Dabei spielt die Kernenergie eine bedeutende Rolle und macht fast ein Viertel der gesamten Stromerzeugung aus. Windenergie trägt mit fast einem Fünftel ebenfalls erheblich bei, während die Wasserkraft knapp 15% ausmacht. Auch die Solarenergie hat einen bemerkenswerten Anteil von rund 11%. Im Gegensatz dazu stammen weniger als 30% des Stroms aus fossilen Brennstoffen, wobei Gas mit etwa 15% und Kohle mit rund 10% die Hauptanteile haben. Öl hat mit weniger als 2% einen vernachlässigbaren Anteil. Insgesamt ist dies ein positives Bild, das zeigt, dass die EU auf einem guten Weg ist, ihre Stromerzeugung auf nachhaltigere Grundlagen zu stellen.

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Wächst der Strom in EU?

Die Frage, ob der Stromverbrauch in der EU wächst, lässt sich differenziert beantworten. Zwar liegt der aktuelle Pro-Kopf-Verbrauch mit 5888 kWh unter dem Rekordwert von 2008, was auf einen Rückgang von fast 1000 kWh hinweist. Dennoch zeigt der Anstieg der kohlenstoffarmen Stromerzeugung, dass dieser Sektor wächst. Der jüngste Rekord im Jahr 2024 liegt bei 4200 kWh pro Person, was eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr darstellt. Dies zeigt, dass trotz eines stagnierenden oder leicht rückläufigen Gesamtverbrauchs der Anteil des kohlenstoffarmen Stroms langfristig zunimmt. Dies ist in einer Zeit, in der Elektrifizierung und technologische Entwicklung exponentiell zunehmen, eine positive Nachricht.

Vorschläge

Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung weiter zu steigern, könnte die EU auf den Ausbau bestehender Technologien wie Kernenergie, Wind- und Solarenergie setzen. Länder wie Frankreich und die Slowakei demonstrieren eindrucksvoll mit Kernenergieanteilen von 70% bzw. 66%, welches Potenzial diese Technologie hat. Im Bereich Windenergie sind Staaten wie Iowa und Dänemark Vorreiter, mit bemerkenswerten Anteilen von 60% bzw. 58%. Der Ausbau sollte durch den Austausch von Best Practices und die Nutzung bester Technologien beschleunigt werden. Speziell der Ausbau der Solarenergie, inspiriert von Regionen wie Nevada, das 33% seines Stroms aus Solarenergie bezieht, könnte die EU weiter auf ihrem Weg zu einer klimaneutralen Stromversorgung unterstützen.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

Geschichte

In der historischen Betrachtung der kohlenstoffarmen Stromproduktion in der EU lassen sich mehrere bedeutende Trends erkennen. In den frühen 1980er Jahren, insbesondere zwischen 1981 und 1986, verzeichnete die Kernenergie einen starken Zuwachs mit jährlichen Steigerungen von bis zu 111 TWh. Danach folgten jedoch auch einige Jahre mit Rückgängen, was eine kritische Betrachtung der Strategien und politischen Rahmenbedingungen damals rechtfertigt. Die 2010er und frühen 2020er Jahre markierten eine Wiederbelebung, vor allem im Bereich Windenergie, mit bemerkenswerten Zuwächsen von rund 46 TWh in den Jahren 2017 und 2019. Auch die jüngsten Entwicklungen im Jahr 2023 im Bereich Wind (58 TWh) und Wasserkraft (52 TWh) sind sehr positiv. Diese Erfolge unterstreichen die Notwendigkeit, kohlenstoffarme Technologien in den Mittelpunkt der europäischen Energiepolitik zu stellen, um die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu bewältigen.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

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