Von Juli 2025 bis Juni 2026 stammten in Texas rund 59 % des verbrauchten Stroms aus fossilen Brennstoffen und rund 41 % aus kohlenstoffarmen Quellen. Gas lieferte mit knapp 48 % fast die Hälfte des Stroms, Kohle weitere 11 %. Unter den sauberen Stromquellen lag Wind mit rund 22 % vorn, gefolgt von Solar mit gut 12 % und Kernenergie mit knapp 7 %. Solarstrom aus Anlagen der Versorgungsbetriebe machte allein rund 11 % des gesamten Stromverbrauchs aus. Texas verfügt damit bereits über eine bedeutende kohlenstoffarme Stromversorgung, doch fossile Brennstoffe dominieren weiterhin und verursachen Klimabelastungen und Luftverschmutzung.
Wächst der Strom in Texas?
Der Stromverbrauch pro Kopf wächst und erreicht mit den jüngsten Zahlen für 2026 einen neuen Höchststand: rund 19.100 kWh pro Person gegenüber etwa 18.800 kWh im bisherigen Rekordjahr 2025. Das entspricht einem Zuwachs von 292 kWh beziehungsweise rund 1,6 %. Noch stärker wächst die kohlenstoffarme Stromerzeugung pro Kopf: Sie steigt von etwa 7.500 auf knapp 7.900 kWh, also um 400 kWh beziehungsweise gut 5 %. Dass die saubere Stromerzeugung schneller zunimmt als der Stromverbrauch, ist erfreulich. Weiteres Wachstum ist wichtig, um den zusätzlichen Strombedarf durch Elektrifizierung und KI zu decken.
Vorschläge
Texas sollte seine bereits starke Wind- und Solarstromerzeugung weiter ausbauen und zugleich zusätzliche Kernenergie erschließen. Besonders relevante Vorbilder bieten andere US-Bundesstaaten: Oklahoma erzeugt rund 45 % seines Stroms aus Wind, Kansas knapp die Hälfte und Iowa sogar 57 %. Bei Solar zeigen die sonnigen US-Bundesstaaten Nevada mit 35 % und Kalifornien mit 31 %, wie deutlich Texas seinen heutigen Anteil steigern könnte. Für Kernenergie sind die US-Bundesstaaten Arizona mit 25 %, Georgia mit 30 % und South Carolina mit 52 % hilfreiche Vergleichsregionen. Auch Frankreich zeigt mit rund zwei Dritteln Kernenergie, welchen großen Beitrag diese kohlenstoffarme Quelle leisten kann. Ein gemeinsamer Ausbau von Wind, Solar und Kernenergie würde die saubere Stromversorgung stärken und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Geschichte
Die jüngste Entwicklung von 2024 bis 2026 zeigt vor allem ein kontinuierliches Wachstum der Windstromerzeugung: Sie nahm 2024 um 4,4 TWh, 2025 um 5,2 TWh und 2026 um 4,5 TWh zu — zusammen gut 14 TWh zusätzlicher Jahreserzeugung gegenüber 2023. Auch die Kernenergie leistete 2025 mit einem Zuwachs von 3 TWh einen wichtigen Wachstumsbeitrag. Die Veränderungen bei Wasserkraft und Biokraftstoffen waren wesentlich kleiner: Wasserkraft blieb 2024 unverändert, legte 2025 um 0,5 TWh zu und ging 2026 um 0,1 TWh zurück. Bei Biokraftstoffen folgten auf einen Rückgang um 0,4 TWh im Jahr 2024 eine unveränderte Erzeugung 2025 und ein kleiner Zuwachs von 0,1 TWh im Jahr 2026. Insgesamt unterstreicht diese Entwicklung insbesondere die Bedeutung des Windkraftausbaus; künftig sollten Solar und Kernenergie weitere starke Wachstumsbeiträge liefern.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Stromimporte und -exporte
Handelsbilanz
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.








