In Italien liegt der Elektrizitätsverbrauch aus fossilen Brennstoffen bei über 42%, wobei Gas den größten Anteil davon mit rund 36% ausmacht. Kohlenstoffarme Energien, die umweltfreundlicher sind, kommen knapp an die fossilen Energien heran und machen rund 42% der Elektrizitätsproduktion aus. Wasserkraft und Solarenergie sind dabei die führenden kohlenstoffarmen Energiequellen mit je etwa 14%, während Windenergie fast 7% und Geothermie sowie Biokraftstoffe zusammen rund 6% beitragen. Netto-Importe decken etwa 15% des Elektrizitätsbedarfs des Landes, und nur ein kleiner Teil stammt aus Öl und Kohle mit jeweils rund 2% und 3%.
Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen EIA, Ember, ENTSOE, Eurostat, IEA und World Bank. Mehr über Datenquellen →
Wächst der Strom in Italien?
Der Elektrizitätsverbrauch in Italien hat sich von seinem historischen Rekord etwas entfernt. Aktuell liegt er bei 5074 kWh pro Person, während 2006 ein Rekordwert von 6112 kWh pro Person erreicht wurde, was einem Rückgang von etwa 1038 kWh pro Person entspricht. Auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung zeigt eine ähnliche Tendenz. Der aktuelle Stand ist 2125 kWh pro Person, was im Vergleich zum Rekordwert von 2202 kWh pro Person im Jahr 2024 einen leichten Rückgang von 76 kWh pro Person bedeutet. Dieser Rückgang im Verbrauch und der Produktion von sauberer Energie ist besorgniserregend, vor allem, da es in der modernen Zeit entscheidend ist, das Wachstum solcher sauberen Energiequellen zu fördern.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung in Italien zu stärken, wäre eine Ausweitung der Solarenergiekapazitäten eine vielversprechende Option. Die Leistungsfähigkeit der Solartechnologien kann weiter verbessert werden, indem man erfolgreiche Länder als Vorbild nimmt. Frankreich und die Slowakei sind führend in der Kernenergieerzeugung mit Anteilen von jeweils fast 70% und über 65%. Iowa und Süddeutschland zeigen, dass auch Windenergie erhebliche Anteile in der Energieerzeugung erreichen kann, mit 60% bzw. knapp 50%. Italien könnte von solchen Beispielen lernen und seine Investitionen sowohl in Solar- als auch in Kernenergie verstärken, um den Übergang zu einer kohlenstoffärmeren Zukunft zu beschleunigen.
Geschichte
In den letzten Jahrzehnten hat die kohlenstoffarme Energie in Italien turbulente Zeiten erlebt. Während in den späten 1970er Jahren Wasserkraft stark zulegte, erlebte die Kernenergie 1987 einen deutlichen Rückgang. Die Solaranlagen der frühen 2010er Jahre brachten 2011 und 2012 bedeutende Fortschritte. In der jüngeren Geschichte, speziell 2023 und 2024, kam es wieder zu einem Anstieg der Wasserkraft, allerdings gefolgt von einem Rückgang im Jahr 2025. Insgesamt ist es wichtig, dass Italien kontinuierlich und strategisch in kohlenstoffarme Technologien investiert, um nachhaltig und zukunftssicher zu bleiben.