LowCarbonPower logo
Instagram Facebook X (Twitter) LinkedIn GitHub

Elektrizität in Norwegen im Jahr 2025/2026

Letzte 12 Monate Sept. 2025 – Aug. 2026
Kohlenstoffarmer Elektrizität
27.032 kWh/person -4.710
Gesamtelektrizität
27.412 kWh/person -4.427
Kohlenstoffarmer Elektrizität
99 % -1,3
Kohlenstoffintensität
32 gCO2eq/kWh +7,0

Norwegen erreicht bereits einen bemerkenswerten Meilenstein: Von September 2025 bis August 2026 stammten fast 99 % seines Stroms aus kohlenstoffarmen Quellen. Wasserkraft lieferte mit rund 88 % den mit Abstand größten Anteil, Wind weitere knapp 10 %. Fossile Brennstoffe machten dagegen nur etwa 1,4 % aus. Zudem ist Norwegen ein bedeutender Nettoexporteur von Strom und hilft dadurch benachbarten Regionen, ihre Emissionen zu senken. Die nächste Herausforderung besteht darin, Verkehr, Wärmeversorgung und Industrie stärker zu elektrifizieren. Dafür wird deutlich mehr sauberer Strom benötigt.

Wächst der Strom in Norwegen?

Ob der Stromverbrauch zuletzt gegenüber dem Vorjahr gewachsen ist, lässt sich aus den vorliegenden Rekordvergleichen nicht erkennen. Klar ist jedoch: Der jüngste Wert für 2026 liegt mit rund 27.400 kWh pro Person deutlich unter dem bisherigen Höchststand von rund 31.800 kWh im Jahr 2000. Das entspricht einem Rückgang um etwa 4.400 kWh oder 14 %. Auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung liegt mit rund 27.000 kWh pro Person unter ihrem Rekord von rund 31.700 kWh aus dem Jahr 2000 – ein Minus von etwa 4.700 kWh beziehungsweise 15 %. Dieser Abstand ist angesichts des wachsenden Strombedarfs durch Elektrifizierung und KI bedenklich und unterstreicht die Bedeutung zusätzlicher sauberer Stromerzeugung.

Vorschläge

Norwegen kann seine kohlenstoffarme Stromerzeugung steigern, indem es bestehende Wasserkraftanlagen modernisiert und ihre Leistung erhöht. Ergänzend sollte das Land Solar auf Dächern und geeigneten Freiflächen ausbauen sowie zusätzliche Windstromerzeugung ermöglichen. Auch Kernenergie sollte Norwegen als weitere Quelle für eine verlässliche, kohlenstoffarme Stromversorgung prüfen. Ein stärkeres Stromnetz, zusätzliche Speicher und ein flexibler Stromverbrauch können helfen, diese saubere Erzeugung effizient zu nutzen. Damit würde Norwegen sowohl die Elektrifizierung im eigenen Land unterstützen als auch weiterhin zur Verringerung fossiler Stromerzeugung und ihrer Klima- und Luftschadstoffemissionen in Nachbarregionen beitragen.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Geschichte

Die aufgeführten historischen Veränderungen zeigen vor allem starke Schwankungen der Wasserkrafterzeugung. In den 1980er-Jahren gab es deutliche Zuwächse: 1981 um 9 TWh, 1983 um 13 TWh und 1989 um knapp 10 TWh. In den 1990er-Jahren wechselten Rückgänge und Erholungen, darunter ein Minus von rund 11 TWh 1991, ein Plus von knapp 10 TWh 1995 und ein Minus von gut 18 TWh 1996. Besonders wechselhaft waren die 2000er-Jahre: Auf einen Zuwachs von rund 20 TWh im Jahr 2000 folgten starke Rückgänge 2001 und 2003; 2005 brachte dagegen einen kräftigen Anstieg um 27 TWh. Weitere Ausschläge folgten 2006 mit minus 17 TWh, 2007 mit plus 15 TWh und 2009 mit minus 14 TWh. Auch seit 2010 blieb die Entwicklung unbeständig: Rückgängen 2010, 2013 und 2019 standen deutliche Zuwächse von rund 21 TWh 2012 und 16 TWh 2020 gegenüber. Die erneuten Rückgänge um rund 15 TWh 2022 und 10 TWh 2026 unterstreichen, wie wichtig zusätzliche kohlenstoffarme Erzeugung für dauerhaft wachsende Strommengen ist.

* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Instagram Facebook X (Twitter) LinkedIn GitHub