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Elektrizität in Norwegen im Jahr 2025/2026

Letzte 12 Monate Okt. 2025 – Sept. 2026
Kohlenstoffarmer Elektrizität
26.854 kWh/person -4.888
Gesamtelektrizität
27.233 kWh/person -4.606
Kohlenstoffarmer Elektrizität
99 % -1,3
Kohlenstoffintensität
32 gCO2eq/kWh +7,0

Norwegen deckt bereits fast 99 % seines Stromverbrauchs aus kohlenstoffarmen Quellen – ein bemerkenswerter Erfolg. In den zwölf Monaten von Oktober 2025 bis September 2026 entfielen rund 88 % auf Wasserkraft und knapp 10 % auf Wind. Fossile Brennstoffe machten dagegen nur etwa 1,4 % aus. Zudem ist Norwegen ein bedeutender Nettoexporteur von Strom und hilft damit benachbarten Regionen, ihre Emissionen zu senken. Die nächste große Aufgabe ist die weitere Elektrifizierung von Verkehr, Wärmeversorgung und Industrie: Dafür wird deutlich mehr sauberer Strom benötigt.

Wächst der Strom in Norwegen?

Ob der Stromverbrauch zuletzt gewachsen ist, lässt sich ohne einen direkten Vorjahresvergleich nicht feststellen. Die aktuellen Pro-Kopf-Werte liegen jedoch deutlich unter ihren historischen Höchstständen. Der Stromverbrauch beträgt 2026 rund 27.200 kWh pro Person, gegenüber rund 31.800 kWh im Rekordjahr 2000. Das sind etwa 4.600 kWh oder 14 % weniger. Die kohlenstoffarme Stromerzeugung liegt bei rund 26.900 kWh pro Person und damit etwa 4.900 kWh beziehungsweise 15 % unter dem ebenfalls 2000 erreichten Rekord von rund 31.700 kWh. Dieser Abstand ist angesichts des künftigen Strombedarfs durch Elektrifizierung und KI besorgniserregend und unterstreicht, wie wichtig zusätzliche saubere Erzeugung ist.

Vorschläge

Norwegen sollte seine kohlenstoffarme Stromerzeugung durch einen breiten Ausbau stärken. Dazu gehören die Modernisierung bestehender Wasserkraftwerke, zusätzliche Windkraft sowie insbesondere mehr Solarstrom auf Dächern und geeigneten Freiflächen. Auch den Aufbau von Kernenergie sollte das Land als Ergänzung seines sauberen Stromsystems prüfen: Sie könnte zusätzliche, kontinuierlich verfügbare Strommengen für Industrie und andere wachsende Verbraucher liefern. Ein zügiger Ausbau der Stromnetze und Speichermöglichkeiten würde helfen, die zusätzliche Erzeugung nutzbar zu machen. Mehr kohlenstoffarmer Strom schafft die Grundlage, fossile Brennstoffe zu ersetzen und dadurch Klimabelastung und Luftverschmutzung zu verringern.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

* 12M = Letzte 12 Monate (Okt. 2025 – Sept. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Geschichte

Die aufgeführten historischen Veränderungen zeigen vor allem starke jährliche Schwankungen der Wasserkrafterzeugung. In den 1980er-Jahren gab es deutliche Zuwächse: 1981 um 9 TWh, 1983 um 13 TWh und 1989 um knapp 10 TWh. In den 1990er-Jahren wechselten Rückgänge und Erholungen, darunter ein Minus von rund 18 TWh im Jahr 1996. Besonders ausgeprägt waren die Ausschläge in den 2000er-Jahren: Auf einen Zuwachs von rund 20 TWh im Jahr 2000 folgten Rückgänge von rund 21 TWh 2001 und 24 TWh 2003. 2005 stieg die Erzeugung um 27 TWh, bevor erneut größere Rückgänge und Erholungen eintraten. Auch die folgenden Jahre blieben wechselhaft: Einem Plus von rund 21 TWh 2012 standen Rückgänge von jeweils etwa 14 TWh 2013 und 2019 gegenüber. Nach einem Zuwachs von knapp 16 TWh 2020 sank die Wasserkrafterzeugung 2022 um rund 15 TWh und 2026 um 11 TWh. Diese wiederkehrenden Einbußen unterstreichen den Bedarf an zusätzlicher und vielfältiger kohlenstoffarmer Stromerzeugung.

* 12M = Letzte 12 Monate (Okt. 2025 – Sept. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

* 12M = Letzte 12 Monate (Okt. 2025 – Sept. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

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