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Elektrizität in Schweden im Jahr 2025/2026

Letzte 12 Monate Sept. 2025 – Aug. 2026
Kohlenstoffarmer Elektrizität
15.114 kWh/person -2.350
Gesamtelektrizität
15.333 kWh/person -2.834
Kohlenstoffarmer Elektrizität
99 % -0,26
Kohlenstoffintensität
39 gCO2eq/kWh +2,1

Schweden erreicht bereits einen bemerkenswerten Meilenstein: Fast 99 % seines Stroms stammen aus kohlenstoffarmen Quellen. Im Zeitraum von September 2025 bis August 2026 entfielen rund 41 % auf Wasserkraft, 25 % auf Kernenergie und 24 % auf Wind. Hinzu kamen etwa 6 % aus Biokraftstoffen und gut 2 % aus Solarenergie. Fossile Brennstoffe lieferten dagegen nur rund 1 % des Stroms. Als bedeutender Nettoexporteur von Strom hilft Schweden außerdem benachbarten Regionen, ihre Emissionen zu senken. Die nächste Herausforderung besteht darin, Verkehr, Wärmeversorgung und Industrie stärker zu elektrifizieren – dafür wird deutlich mehr sauberer Strom benötigt.

Wächst der Strom in Schweden?

Gemessen an den historischen Höchstwerten wächst der Stromverbrauch pro Kopf bislang nicht: Der jüngste Wert für 2026 liegt bei rund 15.300 kWh pro Person, gegenüber etwa 18.200 kWh im Rekordjahr 2001. Das entspricht einem Rückgang um rund 2.800 kWh oder 16 %. Auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung liegt mit rund 15.100 kWh pro Person unter ihrem bisherigen Rekord von etwa 17.500 kWh aus dem Jahr 2001 – ein Minus von rund 2.350 kWh oder 13 %. Diese Lücke ist angesichts des zusätzlichen Strombedarfs durch Elektrifizierung und KI besorgniserregend. Der Vergleich zeigt allerdings den Abstand zum Rekord, nicht die Entwicklung gegenüber dem unmittelbar vorherigen Jahr.

Vorschläge

Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung zu steigern, sollte Schweden insbesondere Kernenergie und Wind ausbauen: Beide Technologien liefern bereits jeweils ungefähr ein Viertel des Stroms und bilden damit eine starke Grundlage. Leistungssteigerungen und langfristiger Betrieb bestehender Kernkraftwerke sowie zusätzliche Kernkraftkapazitäten könnten mehr sauberen Strom bereitstellen. Ergänzend sollten weitere Windparks entstehen und bestehende Anlagen modernisiert werden. Auch der Ausbau von Solarenergie auf Dächern und geeigneten Freiflächen bietet zusätzliche Möglichkeiten. Schnellere Genehmigungen und leistungsfähigere Stromnetze könnten helfen, diese zusätzlichen Mengen für Industrie, Verkehr und Wärmeversorgung nutzbar zu machen.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Geschichte

Die Geschichte zeigt sowohl große Fortschritte als auch bedauerliche Rückschritte. In den 1980er Jahren stieg die Stromerzeugung aus Kernenergie 1981 und 1986 jeweils um gut 11 TWh. In den 1990er Jahren sank sie 1992 um rund 13 TWh, erholte sich aber 1994 um knapp 12 TWh. Gleichzeitig schwankte die Wasserkraft stark: Auf einen Zuwachs von etwa 11 TWh 1992 folgten Rückgänge von rund 16 TWh sowohl 1994 als auch 1996, bevor 1997 ein kräftiger Anstieg um 17 TWh eintrat. In den 2000er Jahren verlor die Kernenergie 2000 etwa 16 TWh, gewann 2001 knapp 15 TWh zurück und sank 2009 erneut um rund 12 TWh. Die Wasserkraft verzeichnete 2002 und 2003 jeweils ungefähr 13 TWh weniger, 2005 einen ähnlich großen Zuwachs und 2006 wieder ein Minus von 11 TWh. Auch in den 2010er Jahren wechselten sich deutliche Wasserkraftzuwächse 2012 und 2015 mit Rückgängen 2013 und 2016 ab. Besonders enttäuschend war der Einbruch der Kernenergie um rund 19 TWh im Jahr 2020: Ein so großer Verlust kohlenstoffarmer Stromerzeugung steht dem notwendigen Ausbau sauberer Elektrizität klar entgegen.

* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

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