Im Jahr 2025 wird der Großteil der Elektrizität in den Vereinigten Staaten noch immer aus fossilen Brennstoffen gewonnen, genauer gesagt aus Gas und Kohle, die zusammen fast 57% des gesamten Stromverbrauchs ausmachen. Gas ist dabei mit fast 40% der dominierende fossile Energieträger, während Kohle knapp 17% beiträgt. Im Gegensatz dazu tragen kohlenstoffarme Energiequellen fast 43% zur Elektrizitätserzeugung bei. Wichtigste Vertreter dieser sind Kernenergie mit mehr als 17%, gefolgt von Windkraft mit rund 10% und Solarenergie mit mehr als 8%, wobei die Solarenergie wiederum in Versorgungsbetriebe mit über 6% und Eigenverbrauch mit etwa 2% unterteilt ist. Wasserkraft trägt etwa 6% bei und Biokraftstoffe haben einen geringen Anteil von ungefähr 1%. Diese Zahlen verdeutlichen, dass die Vereinigten Staaten trotz erheblicher Fortschritte im Bereich der kohlenstoffarmen Energie weiterhin stark auf fossile Brennstoffe angewiesen sind.
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Wächst der Strom in Vereinigte Staaten?
Die Elektrizitätsnachfrage in den Vereinigten Staaten zeigt in jüngster Zeit eher eine rückläufige Tendenz. Die aktuelle Pro-Kopf-Nachfrage beläuft sich auf rund 13.200 kWh, was einen deutlichen Rückgang im Vergleich zum historischen Höchststand von 14.606 kWh im Jahr 2005 bedeutet. Erfreulich ist hingegen die wachsende Beteiligung an kohlenstoffarmer Elektrizität. So ist die Pro-Kopf-Erzeugung kohlenstoffarmer Elektrizität von 5.345 kWh im Vorjahr 2024 auf 5.673 kWh im Jahr 2025 gestiegen. Dies entspricht einem bemerkenswerten Zuwachs von 329 kWh und verdeutlicht den positiven Trend in Richtung umweltfreundlicherer Energiequellen. Dennoch bleibt die Herausforderung bestehen, die Gesamtnachfrage zu erhöhen und gleichzeitig den Anteil sauberer Energien weiter ausbauen.
Vorschläge
Um den Anteil kohlenstoffarmer Energie weiter zu steigern, sollten die Vereinigten Staaten insbesondere ihre Kernkraftwerke sowie Windenergieanlagen ausbauen. Staaten wie Iowa und South Dakota, die einen bemerkenswerten Anteil der Elektrizität aus Windkraft gewinnen, könnten hierbei als Vorbilder dienen. Ebenso beeindruckend ist der starke Kernenergieeinsatz in Frankreich und der Slowakei, die zeigen, dass ein hoher Anteil an Kernkraft zur deutlichen Reduktion von fossilen Brennstoffen führen kann. Auch die Möglichkeiten der Solarenergie sollten weiter ausgeschöpft werden, wie es Kalifornien und Nevada erfolgreich demonstrieren. Eine verstärkte Nutzung von Kernkraft und Wind- sowie Solarenergie könnte den Vereinigten Staaten helfen, den Anteil an kohlenstoffarmer Elektrizität effektiv zu steigern und im globalen Vergleich wettbewerbsfähig zu bleiben.
Geschichte
Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in den Vereinigten Staaten zeigt deutliche Schwankungen, insbesondere in der Kern- und Wasserkraft. In den 1970er und 1980er Jahren wurde intensiv in den Ausbau der Kernkraft investiert, mit zahlreichen Erhöhungen der Erzeugungskapazität, beispielsweise 1988 mit einem Zuwachs von 76 TWh. Im Gegensatz dazu gab es in den 1990er Jahren Perioden der Stabilität und vereinzelt starke Rückgänge wie 1997. Die letzten Jahrzehnte dagegen waren durch eine Zunahme von Erneuerungen geprägt, beispielsweise mit deutlichem Anstieg in der Windkraft im Jahr 2022. Allerdings gab es auch negative Entwicklungen, darunter der Rückgang der Kernenergieproduktion im Jahr 2020. Um die Herausforderungen der Vergangenheit zu überwinden, ist es entscheidend, an erfolgreichen Strategien festzuhalten und weiterhin in nachhaltige und saubere Technologien zu investieren.








