In den Vereinigten Staaten wird etwas mehr als die Hälfte des Stroms aus fossilen Brennstoffen gewonnen, wobei Gas und Kohle die Hauptquellen sind. Fossile Brennstoffe machen rund 56% der Stromerzeugung aus. Der kohlenstoffarme Sektor, der rund 43% der Stromerzeugung ausmacht, teilt sich auf verschiedene Energiequellen auf: Etwa 17% werden durch Kernenergie erzeugt, gefolgt von Windkraft mit etwa 10% und Solarkraft mit insgesamt rund 9%, darunter Solarenergie aus Versorgungsbetrieben und Solarenergie für den Eigenverbrauch. Wasserkraft trägt etwa 6% und Biokraftstoffe knapp 1% zur Erzeugung bei. Diese Mischung weist auf eine bemerkenswerte Menge an sauberer Energie hin, obwohl fossile Brennstoffe immer noch dominieren.
Wächst der Strom in Vereinigte Staaten?
Die Stromnachfrage in den Vereinigten Staaten zeigt im Vergleich zum historischen Höhepunkt im Jahr 2005 von etwa 14.606 kWh pro Person einen Rückgang, nun bei 13.313 kWh pro Person. Diese Abnahme von etwa 1.292 kWh signalisiert eine gewisse Stagnation in der Gesamtnachfrage. Interessanterweise steigt jedoch die Erzeugung von kohlenstoffarmen Strom, mit einem neuen Rekord von 5.774 kWh pro Person im Jahr 2026, was einer Zunahme von 114 kWh gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dies zeigt, dass, obwohl die gesamte Stromnachfrage sinkt, der Anteil kohlenstoffarmer Energie an der Stromerzeugung wächst, was ein positiver Schritt in Richtung eines nachhaltigeren Energiekonzeptes ist.
Vorschläge
Um den Anteil kohlenstoffarmer Stromerzeugung weiter zu erhöhen, sollten die Vereinigten Staaten ihre bestehenden kern- und windenergie Kapazitäten weiter ausbauen, da sie in diesen Bereichen bereits gut aufgestellt sind. Ein Blick auf Länder und Staaten, die bemerkenswerte Erfolge in diesen Bereichen erzielt haben, kann hilfreich sein. So nutzen Frankreich und die Slowakei den Großteil ihres Stroms aus Kernenergie, während Staaten wie Iowa, Kansas und Oklahoma erfolgreich auf Windenergie setzen. Auch Regionen wie Kalifornien und Nevada zeigen, wie Solarkapazitäten effektiv genutzt werden können. Die Vereinigten Staaten könnten von diesen Vorbildern lernen und ihre Investitionen in diese Technologien verstärken, um eine sauberere Energiezukunft zu gestalten.
* 12M = Letzte 12 Monate (Mai 2025 – Apr. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Geschichte
In den Vereinigten Staaten hat die kohlenstoffarme Stromerzeugung eine wechselvolle Geschichte. Besonders hervorzuheben ist das Wachstum der Kernenergie in den 1970ern und 1980ern. Bemerkenswerte Steigerungen erfolgten 1975, 1977, 1985, 1988 und 1990, jedoch gab es 1997 und 2020 auch Rückgänge, insbesondere 1997 mit einem signifikanten Rückgang von fast 49 TWh. Die Wasserkraft schwankte stark, mit bedeutenden Rückgängen in den Jahren 1977, 1987, 2001 und 2012, während es in den Jahren 1978, 1982, 1989, 1995, und 2002 signifikante Anstiege gab. Der Windsektor zeigte in jüngerer Zeit mit einem Anstieg von über 56 TWh im Jahr 2022 ein starkes Wachstum. Diese Entwicklung unterstreicht die Notwendigkeit, die Stabilität und den Ausbau kohlenstoffarmer Stromquellen fortwährend zu fördern, insbesondere durch den konsequenten Ausbau der Kernenergie und anderer sauberer Technologien.
* 12M = Letzte 12 Monate (Mai 2025 – Apr. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Stromimporte und -exporte
Handelsbilanz
* 12M = Letzte 12 Monate (Mai 2025 – Apr. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.



