Der aktuelle Zustand des Stromverbrauchs in den Vereinigten Staaten wird stark von fossilen Brennstoffen dominiert. Aus den Daten der letzten zwölf Monate, von Juli 2025 bis Juni 2026, wird deutlich, dass mehr als die Hälfte des Stroms, nämlich 55,7 %, aus fossilen Energiequellen stammen. Gas hat dabei einen Anteil von 38,9 % und Kohle von 15,82 %. Zusammengenommen macht die kohlenstoffarme Stromerzeugung in den Vereinigten Staaten fast die Hälfte mit einem Anteil von 43,89 % aus. Kernenergie trägt dabei mit 17,09 % erheblich zur kohlenstoffarmen Stromerzeugung bei, gefolgt von Windenergie mit 10,33 % und Solarenergie mit insgesamt 8,93 % (aufgeteilt in Versorgungsbetriebe und Eigenverbrauch). Die Wasserkraft hat einen Anteil von 6,19 %, während Biokraftstoffe einen geringen Beitrag von 1,03 % leisten.
Wächst der Strom in Vereinigte Staaten?
Die Entwicklung des Stromverbrauchs in den Vereinigten Staaten zeigt ein gemischtes Bild. Im Jahr 2026 hat sich der Pro-Kopf-Stromverbrauch auf 13.398 kWh/person verringert, was im Vergleich zum Höchststand im Jahr 2005 einen Rückgang von 1.208 kWh/person bedeutet. Dies zeugt von einer gewissen Stagnation im Gesamtverbrauch. Positiv zu vermerken ist jedoch die Entwicklung im Bereich der kohlenstoffarmen Stromerzeugung, die auf 5.881 kWh/person gestiegen ist. Dies stellt einen Anstieg um 221 kWh/person im Vergleich zum bisherigen Höchststand im Jahr 2025 dar. Diese Zunahme spiegelt ein wachsendes Interesse und Investitionen in saubere Energie wider, auch wenn insgesamt mehr getan werden muss, um eine nachhaltigere Stromversorgung zu erreichen.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung in den Vereinigten Staaten weiter zu steigern, ist der Ausbau von Kernenergie und Windkraft empfehlenswert, da diese bereits signifikante Mengen an Strom erzeugen. Bei der Betrachtung erfolgreicher Regionen fällt auf, dass Länder wie Frankreich und die Slowakei beeindruckende Anteile von mehr als 65 % ihrer Elektrizität aus Kernenergie generieren. Diese Erfolge sollten als Vorbild für die Vereinigten Staaten dienen, um ihr eigenes Potenzial in der Kernenergie weiter auszuschöpfen. Ebenso zeigen US-Bundesstaaten wie Iowa und South Dakota mit einem jeweiligen Windenergieanteil von über 55 %, dass es möglich ist, diese saubere Energiequelle effektiv zu nutzen. Kalifornien und Nevada zeigen mit hohen Solaranteilen von über 30 %, wie sich Solarenergie gewinnbringend ausbauen lässt. Durch die Förderung dieser bewährten Technologien kann der Übergang zu einer saubereren Stromversorgung beschleunigt werden.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Geschichte
Der Verlauf der kohlenstoffarmen Elektrizität in den Vereinigten Staaten zeigt eine Geschichte des Wandels und der Entwicklung. In den 1970er und 1980er Jahren gab es eine dynamische Zunahme der Kernenergie, insbesondere 1975 und 1988, mit Steigerungen von über 60 TWh jährlich. Die Wasserkraft zeigte in den 1970er Jahren starke Schwankungen, etwa mit einem Rückgang von 63,9 TWh im Jahr 1977, gefolgt von deutlichem Wachstum in den 1980er Jahren. Die 1990er Jahre brachten inkonsistente Entwicklungen mit Rückgängen in der Kernenergie, wie dem signifikanten Rückgang von 48,8 TWh im Jahr 1997, und weiteren Erholungen. In jüngerer Zeit ist ein besorgniserregender Rückgang der Kernenergie im Jahr 2020 um 53,5 TWh zu beobachten, während die Windenergie 2022 mit einem sprunghaften Anstieg von 56,1 TWh Hoffnung gibt. Während die Herausforderungen der schwankenden Wasser- und Kernenergie bedacht werden müssen, ist es umso wichtiger, den Fokus auf eine innovative und nachhaltige Entwicklung kohlenstoffarmer Technologien zu legen.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Stromimporte und -exporte
Handelsbilanz
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.











