Im Betracht der letzten zwölf Monate, von Juli 2025 bis Juni 2026, zeigt sich, dass die Niederlande eine fast gleichmäßige Verteilung zwischen kohlenstoffarmer und fossiler Stromerzeugung aufweisen. Mehr als die Hälfte des Stroms in den Niederlanden stammt aus kohlenstoffarmen Quellen, namentlich aus Wind (etwa ein Viertel), Solar (fast ein Fünftel) und zu einem sehr geringeren Teil aus Kernenergie (ungefähr 3%) und Biokraftstoffen. Fast die Hälfte der Stromerzeugung beruht jedoch noch auf fossilen Brennstoffen, wobei Gas den größten Anteil (rund 37%) einnimmt, gefolgt von Kohle (ungefähr 9%) und einem sehr kleinen Beitrag von Öl. Die Diversifizierung der Energiequellen zeigt, dass die Niederlande auf einem guten Weg zu einer nachhaltigeren Energiezukunft sind, doch der hohe Anteil fossiler Brennstoffe bei der Stromerzeugung bleibt eine Herausforderung.
Wächst der Strom in Niederlande?
Betrachtet man den Elektrizitätsverbrauch pro Kopf, so ist im Jahr 2026 ein Rückgang im Vergleich zum Rekordjahr 2008 zu verzeichnen. Der Pro-Kopf-Stromverbrauch liegt aktuell bei 7319 kWh, was einen Rückgang von 116 kWh im Vergleich zu 2008 bedeutet. Allerdings gibt es einen positiven Trend im Bereich der kohlenstoffarmen Stromerzeugung. Der jüngste Pro-Kopf-Beitrag aus kohlenstoffarmer Stromerzeugung ist um 97 kWh gestiegen und stellt mit 3811 kWh einen neuen Rekord dar. Dies zeigt eine erfreuliche Entwicklung hin zu sauberer Energie, doch um den wachsenden Strombedarf in einer zunehmend elektrifizierten Welt zu decken, ist eine weitere Steigerung der Gesamtstromerzeugung erforderlich.
Vorschläge
Um den Anteil kohlenstoffarmer Stromerzeugung weiter zu erhöhen, könnten die Niederlande ihre bestehenden Wind- und Solarkapazitäten ausbauen, da diese bereits jetzt einen signifikanten Beitrag zur Energieerzeugung leisten. Vergleiche mit erfolgreichen Regionen zeigen, dass ein verstärkter Einsatz von Kernenergie vorteilhaft sein kann. Frankreich und Slowakei, wo Kernenergie jeweils über zwei Drittel der Stromerzeugung ausmacht, dienen als hervorragende Beispiele. Auch sollten die Erfolge Dänemarks beim Ausbau der Windenergie, die mehr als die Hälfte der Stromerzeugung ausmacht, als Vorbild dienen. Der niederländische Fokus auf die Entwicklung von sauberer Energie, insbesondere aus Solar- und Kernenergie, könnte dazu beitragen, den Anteil fossiler Brennstoffe weiter zu reduzieren und den Übergang zu einer nachhaltigen Energiezukunft zu fördern.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Geschichte
Rückblickend auf die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in den Niederlanden lässt sich feststellen, dass das Land besonders im letzten Jahrzehnt große Fortschritte gemacht hat. Während in den späten 1990er Jahren ein deutlicher Rückgang der Kernenergieerzeugung um 1,8 TWh beklagt werden musste, gab es seit 2015 bedeutsame Zuwächse in den erneuerbaren Bereichen, insbesondere bei Wind und Solar. So trug der Wind im Jahr 2015 mit einem Anstieg von 1,8 TWh und 2017 mit weiteren 2,4 TWh erheblich zur Stromerzeugung bei. Seit 2020 sehen wir enorme Zuwächse in der Solarenergie, die sich bis 2025 kontinuierlich fortgesetzt haben. Diese positiven Entwicklungen in der sauberen Stromerzeugung sind vielversprechend, doch sollte der Fokus darauf liegen, neue Kapazitäten und Technologien zu erschließen, um die Kohlenstoffemissionen materiell zu verringern und mit dem globalen Trend der Elektrifizierung Schritt zu halten.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Stromimporte und -exporte
Handelsbilanz
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.








