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Elektrizität in Niederlande im Jahr 2025/2026

Letzte 12 Monate Juli 2025 – Juni 2026
Kohlenstoffarmer Elektrizität
3.811 kWh/person +97
Gesamtelektrizität
7.319 kWh/person -116
Kohlenstoffarmer Elektrizität
52 % -1,4
Kohlenstoffintensität
290 gCO2eq/kWh +8,7

In den Niederlanden stammte im Zeitraum von Juli 2025 bis Juni 2026 etwas mehr als die Hälfte des verbrauchten Stroms aus kohlenstoffarmen Quellen: rund 52 %. Wind lieferte etwa 25 %, Solar 19 %, Biokraftstoffe 5 % und Kernenergie knapp 3 %. Fossile Brennstoffe deckten dagegen noch rund 47 % des Stromverbrauchs. Dabei dominierte Gas mit fast 37 %, gefolgt von Kohle mit knapp 9 % und Öl mit etwa 1 %. Sauberer Strom hat damit einen leichten Vorsprung, doch die weiterhin hohe Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen trägt zu Klimawandel und Luftverschmutzung bei.

Wächst der Strom in Niederlande?

Ein klares Wachstum des gesamten Stromverbrauchs lässt sich aus dem Vergleich mit dem historischen Höchststand nicht ableiten: Der jüngste Wert für 2026 beträgt rund 7.320 kWh pro Person und liegt damit etwa 116 kWh beziehungsweise 1,6 % unter dem Rekord von 2008. Ohne den Vorjahreswert lässt sich allerdings nicht sagen, ob der Verbrauch zuletzt gestiegen oder gesunken ist. Erfreulich ist der neue Rekord bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung: Mit rund 3.810 kWh pro Person übertrifft sie den bisherigen Höchststand von 2025 um 97 kWh beziehungsweise knapp 3 %. Dieser Ausbau sollte sich beschleunigen, damit sauberer Strom den zusätzlichen Bedarf durch Elektrifizierung und KI decken kann.

Vorschläge

Die Niederlande sollten ihre bereits starken Wind- und Solarkapazitäten weiter ausbauen und zugleich die Kernenergie erweitern. Das nahe gelegene Dänemark zeigt mit einem Windanteil von 57 %, wie groß der Beitrag dieser Technologie sein kann. Bei Solar bieten die US-Bundesstaaten Nevada mit 35 % und Kalifornien mit 31 % hilfreiche Beispiele, deren Erfahrungen an niederländische Bedingungen angepasst werden können. Für Kernenergie ist insbesondere Frankreich relevant, wo sie rund zwei Drittel der Stromerzeugung liefert; auch Finnland erreicht mit 38 % einen erheblichen Anteil. Eine Kombination aus mehr Wind, mehr Solar und zusätzlicher Kernenergie würde die kohlenstoffarme Stromversorgung stärken und fossile Stromerzeugung zurückdrängen.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Geschichte

Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung zeigt zunächst einen Rückgang der Kernenergie um 1,8 TWh im Jahr 1997 – eine bedauerliche Einbuße sauberer Stromproduktion. Bei Biokraftstoffen folgten Zuwächse von 1,9 TWh im Jahr 2005 sowie 4,2 TWh 2020 und 1,8 TWh 2021, bevor die Erzeugung 2023 um 1,8 TWh sank. Ab Mitte der 2010er-Jahre gewann vor allem der Ausbau von Wind und Solar an Dynamik: Wind legte 2015 und 2017 um 1,8 beziehungsweise 2,4 TWh zu, Solar 2018 um 1,5 TWh. Von 2020 bis 2022 kamen jährlich deutliche Zuwächse beider Technologien hinzu, darunter 6,2 TWh zusätzlicher Solarstrom 2022. Besonders stark war der Windzuwachs 2023 mit 8 TWh, begleitet von 2,3 TWh mehr Solarstrom. Diese positive Entwicklung setzte sich 2024 mit zusätzlichen 3,5 TWh Wind und 1,7 TWh Solar, 2025 mit 3,9 TWh mehr Solar und 2026 mit 2 TWh mehr Wind fort.

* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

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