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0% des weltweiten Stroms wird aus Geothermie erzeugt

0.46 % Anteil an der weltweiten Elektrizität
Geothermie

Geothermie ist eine Form der kohlenstoffarmen Energiegewinnung, die die natürliche Wärme der Erde nutzt. Diese Energiequelle entsteht durch den radioaktiven Zerfall von Mineralien und die Restwärme aus der Bildung des Planeten. Geothermische Energie kann sowohl direkt zur Beheizung von Gebäuden als auch zur Stromerzeugung genutzt werden. Der Vorteil von Geothermie ist, dass sie eine zuverlässige und kontinuierliche Energiequelle darstellt, im Gegensatz zu anderen Energiequellen, die von Wetter und Tageszeit abhängig sind.

Für die Stromerzeugung wird die Wärme aus geothermischen Quellen in elektrischen Kraftwerken genutzt. Grundsätzlich wird dabei Wasser in die Tiefe gepumpt, wo es durch die Erdwärme erhitzt wird und als Dampf zurückkommt. Der Dampf treibt dann Turbinen an, die mit Generatoren verbunden sind, um Elektrizität zu erzeugen. Nach der Nutzung wird das abgekühlte Wasser zurück zur Quelle geleitet, um den Kreislauf aufrechtzuerhalten, was die Nachhaltigkeit dieser Methode unterstreicht.

Ein bedeutender Vorteil der Geothermie ist ihre geringe Kohlenstoffintensität. Mit nur 38 gCO2eq/kWh im Vergleich zu fossilen Brennstoffen, wie Kohle, die 820 gCO2eq/kWh ausstößt, leistet die Geothermie einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen. Sie steht damit in einer Reihe mit anderen kohlenstoffarmen Energiequellen wie Wind (11 gCO2eq/kWh), Solar (45 gCO2eq/kWh) und Kernenergie (12 gCO2eq/kWh), die alle eine zentrale Rolle in der globalen Energiewende spielen sollten.

Weltweit wird etwa 0,46 % des gesamten Stroms durch Geothermie erzeugt. Es gibt jedoch Länder und Regionen, die diese nachhaltige Technologie in einem viel größeren Umfang nutzen. In Island beispielsweise, wo über 28 % des Stroms aus Geothermie stammt, sowie in Neuseeland mit 22 % und Costa Rica mit mehr als 10 %. In den USA sind Kalifornien und Nevada führend, mit jeweils 4 % bzw. 8 % ihrer Stromerzeugung aus geothermischen Quellen.

Die Einführung und Unterstützung kohlenstoffarmer Technologien wie Geothermie ist entscheidend, um unser Stromnetz nachhaltiger zu gestalten und den negativen Auswirkungen des Klimawandels durch fossile Brennstoffe entgegenzuwirken. In enger Verbindung mit anderen kohlenstoffarmen Lösungen wie Wind, Solar und Kernenergie kann Geothermie dazu beitragen, den globalen Bedarf an sauberer und sicherer Elektrizität zu decken. Der Ausbau solcher Technologien wird daher immer wichtiger, um die wachsende Nachfrage nach Elektrizität zu decken und eine nachhaltige Zukunft zu sichern.

Land/Region kWh/Person % TWh
Island 12963.8 W 27.7% 5.2 TWh
Neuseeland 1754.0 W 21.6% 9.2 TWh
Nevada 1179.3 W 8.2% 3.9 TWh
Costa Rica 279.1 W 11.0% 1.4 TWh
Kalifornien 272.8 W 3.6% 10.7 TWh
Guadeloupe 260.0 W 6.1% 0.1 TWh
Hawaii 179.3 W 2.2% 0.3 TWh
Utah 132.6 W 1.2% 0.5 TWh
El Salvador 118.1 W 17.7% 0.8 TWh
Kenia 104.6 W 40.3% 6.0 TWh
Nicaragua 101.1 W 12.5% 0.7 TWh
Türkei 97.8 W 2.6% 8.6 TWh
Italien 87.9 W 1.6% 5.2 TWh
Philippinen 80.6 W 7.9% 9.4 TWh
Indonesien 60.2 W 4.8% 16.9 TWh
Vereinigte Staaten 45.5 W 0.3% 15.8 TWh
Oregon 43.0 W 0.3% 0.2 TWh
Honduras 32.9 W 2.9% 0.3 TWh
New Mexico 31.5 W 0.2% 0.1 TWh
Martinique 28.6 W 0.7% 0.0 TWh
Idaho 26.5 W 0.2% 0.1 TWh
Japan 26.0 W 0.3% 3.2 TWh
Mexiko 23.0 W 0.8% 3.0 TWh
Guatemala 18.8 W 2.4% 0.3 TWh
Tschechien 18.4 W 0.3% 0.2 TWh
Die Welt 17.4 W 0.5% 143.3 TWh
EU 14.4 W 0.2% 6.5 TWh
Portugal 13.0 W 0.2% 0.1 TWh
Papua-Neuguinea 9.6 W 2.1% 0.1 TWh
Niederlande 8.7 W 0.1% 0.2 TWh
Slowakei 7.2 W 0.1% 0.0 TWh
Norwegen 7.2 W 0.0% 0.0 TWh
Deutschland 5.8 W 0.1% 0.5 TWh
Chile 5.6 W 0.1% 0.1 TWh
Finnland 5.3 W 0.0% 0.0 TWh
Kroatien 5.2 W 0.1% 0.0 TWh
Subsahara-Afrika 4.7 W 1.1% 5.8 TWh
Südafrika 4.1 W 0.1% 0.3 TWh
Frankreich 1.6 W 0.0% 0.1 TWh
Südkorea 1.5 W 0.0% 0.1 TWh
Polen 1.3 W 0.0% 0.1 TWh
Ungarn 1.2 W 0.0% 0.0 TWh
Republik China (Taiwan) 1.1 W 0.0% 0.0 TWh
Spanien 1.0 W 0.0% 0.1 TWh
Äthiopien 0.2 W 0.2% 0.0 TWh
Indien 0.2 W 0.0% 0.3 TWh
Österreich 0.0 W 0.0% 0.0 TWh
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