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0% des weltweiten Stroms wird aus Geothermie erzeugt

0.48 % Anteil an der weltweiten Elektrizität
Geothermie

Geothermie ist eine Form der Energiegewinnung, die die natürliche Hitze der Erde nutzt, um Strom zu erzeugen. Diese Energieform beruht auf der Wärme, die im Erdkern durch den natürlichen Zerfall radioaktiver Elemente entsteht und durch vulkanische Aktivitäten, heiße Quellen und Geysire an die Oberfläche gelangt. Sie gilt als nachhaltige und kohlenstoffarme Energiequelle, die im Vergleich zu fossilen Brennstoffen nur geringe Mengen an Treibhausgasen freisetzt.

Um Strom aus Geothermie zu erzeugen, wird Wasser in tiefe geothermische Reservoire gepumpt, wo es durch die Erdwärme erhitzt wird. Der so entstehende Dampf treibt eine Turbine an, die mit einem Generator gekoppelt ist und Strom erzeugt. Nachdem der Dampf die Turbine passiert hat, wird er wieder in die Erde zurückgeführt, um den Druck im Reservoir aufrechtzuerhalten und den Kreisprozess fortzusetzen. Diese Methode ermöglicht eine kontinuierliche Stromerzeugung und sorgt für eine stabile Energieversorgung.

Die Vorteile der Geothermie als Energiequelle sind vielfältig. Ein entscheidender Vorteil ist die geringe Kohlenstoffintensität von nur 38 gCO2eq/kWh im Vergleich zu fossilen Brennstoffen wie Kohle (820 gCO2eq/kWh) oder Öl (650 gCO2eq/kWh). Geothermie gehört somit, zusammen mit anderen kohlenstoffarmen Quellen wie Wind (11 gCO2eq/kWh), Solar (45 gCO2eq/kWh) und Kernenergie (12 gCO2eq/kWh), zu den klimafreundlichsten Energiequellen. Diese Quellen sind unverzichtbar, um die globalen Klimaziele zu erreichen und die negativen Auswirkungen des Klimawandels einzudämmen.

Trotz ihres geringen Anteils an der weltweiten Stromerzeugung von nur 0,48 % zeigt die Geothermie bereits, wie effektiv sie in vielen Ländern eingesetzt werden kann. In Island deckt sie beispielweise 27 % des Strombedarfs, in Neuseeland sind es 20 %, in Nevada 8 %, in Costa Rica 12 % und in Kalifornien 4 %. Diese Beispiele verdeutlichen, dass Geothermie in bestimmten Regionen einen wichtigen Beitrag zur sauberen Energieversorgung leistet und das Potenzial hat, noch weit mehr Menschen mit nachhaltigem Strom zu versorgen.

Der weltweite Ausbau kohlenstoffarmer Energiequellen wie Geothermie, Solar und Kernenergie ist von entscheidender Bedeutung, um das Wachstum des weltweiten Strombedarfs zu decken. Die Elektrifizierung von Verkehr und Industrie erfordert eine erhebliche Steigerung der Stromproduktion, und der Einsatz von sauberen Technologien wird den Weg zu einer umweltfreundlicheren Energiezukunft ebnen. Es ist daher unerlässlich, den Ausbau dieser Energiequellen aktiv voranzutreiben, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern und die Umwelt zu schützen.

Land/Region kWh/Person % TWh
Island 12729.0 W 27.4% 5.1 TWh
Neuseeland 1716.9 W 20.3% 9.0 TWh
Nevada 1168.3 W 8.1% 3.8 TWh
Costa Rica 292.2 W 11.8% 1.5 TWh
Kalifornien 275.3 W 3.6% 10.8 TWh
Guadeloupe 260.0 W 6.1% 0.1 TWh
El Salvador 232.4 W 17.7% 1.5 TWh
Hawaii 175.2 W 2.2% 0.3 TWh
Utah 128.9 W 1.2% 0.5 TWh
Nicaragua 101.1 W 12.5% 0.7 TWh
Türkei 98.9 W 2.6% 8.7 TWh
Kenia 98.5 W 39.5% 5.5 TWh
Philippinen 86.2 W 8.3% 10.0 TWh
Indonesien 60.2 W 4.8% 16.9 TWh
Vereinigte Staaten 45.0 W 0.3% 15.6 TWh
Oregon 42.2 W 0.3% 0.2 TWh
Idaho 34.7 W 0.2% 0.1 TWh
Honduras 32.9 W 2.9% 0.3 TWh
Martinique 28.6 W 0.7% 0.0 TWh
Japan 25.8 W 0.3% 3.2 TWh
Mexiko 24.9 W 0.9% 3.3 TWh
New Mexico 18.8 W 0.1% 0.0 TWh
Guatemala 18.8 W 2.4% 0.3 TWh
Die Welt 17.4 W 0.5% 142.1 TWh
Chile 13.1 W 0.3% 0.3 TWh
EU 12.8 W 0.2% 5.8 TWh
Papua-Neuguinea 9.6 W 2.1% 0.1 TWh
Subsahara-Afrika 4.7 W 1.1% 5.8 TWh
Südafrika 3.6 W 0.1% 0.2 TWh
Deutschland 2.6 W 0.0% 0.2 TWh
Republik China (Taiwan) 1.1 W 0.0% 0.0 TWh
Ungarn 0.5 W 0.0% 0.0 TWh
Äthiopien 0.2 W 0.2% 0.0 TWh
Österreich 0.1 W 0.0% 0.0 TWh
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