0% des weltweiten Stroms wird aus Geothermie erzeugt
Geothermie ist eine Form der Energie, die die natürliche Wärme aus dem Erdinneren zur Energiegewinnung nutzt. Diese Wärme entsteht durch den radioaktiven Zerfall von Mineralien sowie durch die ursprüngliche Wärme aus der Formation der Erde. Geothermische Energie wird auf vielfältige Weise genutzt, einschließlich zur Heizung und Kühlung von Gebäuden, zur Erzeugung von Warmwasser und insbesondere zur Stromerzeugung. Sie ist besonders vorteilhaft, da sie nahezu unerschöpflich ist und nicht von Wetter- oder Tageszeitschwankungen abhängt, was sie zu einer stabilen Energiequelle macht.
Die Stromerzeugung aus Geothermie erfolgt typischerweise durch das Erhitzen von Wasser, um Dampf zu erzeugen, der dann Turbinen antreibt, die mit Generatoren verbunden sind. Es gibt verschiedene Arten von geothermischen Kraftwerken, darunter Trockendampf-, Flash-Steam- und Binärzyklus-Kraftwerke, je nach Bedingungen und Materialien der geothermischen Quelle. Durch die nachhaltige Nutzung von geothermischer Energie können Netze stabile und kontinuierliche Stromversorgungssysteme entwickeln, die nahezu unabhängig von externen Faktoren wie Windstille oder bewölktem Himmel sind.
Ein herausragender Vorteil der Geothermie ist ihre niedrige Kohlenstoffintensität. Mit einem Wert von durchschnittlich 38 gCO2eq/kWh emittiert sie deutlich weniger CO2 als fossile Brennstoffe wie Kohle oder Öl, die mit 820 bzw. 650 gCO2eq/kWh zu Buche schlagen. Damit reiht sie sich in eine Reihe kohlenstoffarmer Energieträger ein, zu denen auch die Kernenergie (12 gCO2eq/kWh), die Windenergie (11 gCO2eq/kWh) und die Solarenergie (45 gCO2eq/kWh) gehören. Alle diese Quellen spielen eine zentrale Rolle im Kampf gegen den Klimawandel, indem sie die Energieversorgung mit geringen Umweltauswirkungen unterstützen.
Der weltweite Beitrag der Geothermie zur Elektrizität ist zwar bislang noch relativ gering, liegt aber auf einem vielversprechenden Wachstumsweg. Insgesamt stammen 0,46% der global verbrauchten Elektrizität aus geothermischen Quellen. In einigen Regionen ist ihr Anteil jedoch deutlich höher: In Island machen geothermische Quellen beeindruckende 28% der Elektrizität aus, in Neuseeland 21%, in Costa Rica 11% und zudem spielt diese Energiequelle auch in Teilen der USA eine bedeutende Rolle, mit z.B. 8% in Nevada und 4% in Kalifornien. Diese Zahlen unterstreichen das Potenzial von Geothermie, in Kombination mit weiteren kohlenstoffarmen Technologien wie Kernenergie, Wind- und Solarenergie die strukturelle Energiewende voranzutreiben.
Geothermie bietet somit eine stabilisierende Rolle im Energiemix als zuverlässige und saubere Energiequelle. Sie ergänzt perfekte Energiepartnerschaften mit fortschrittlichen Technologien wie Solar- und Kernkraftwerken, um eine nachhaltige Versorgung mit elektrischer Energie zu gewährleisten. Damit kann sie dazu beitragen, nicht nur den wachsenden Energiebedarf der Welt zu decken, sondern auch den Umstieg auf umweltfreundlichere Energieformen zu beschleunigen, was für die künftige Elektrifizierung und das Wachstum von Technologien wie KI von entscheidender Bedeutung ist. Wir brauchen mehr Elektrizität, vor allem aber mehr saubere Elektrizität, um den Anforderungen der Zukunft gerecht zu werden.
| Land/Region | kWh/Person | % | TWh |
|---|---|---|---|
| Island | 12963.8 W | 27.7% | 5.2 TWh |
| Neuseeland | 1743.9 W | 21.4% | 9.2 TWh |
| Nevada | 1176.0 W | 8.2% | 3.9 TWh |
| Costa Rica | 277.1 W | 10.9% | 1.4 TWh |
| Kalifornien | 273.8 W | 3.6% | 10.7 TWh |
| Guadeloupe | 260.0 W | 6.1% | 0.1 TWh |
| Hawaii | 178.5 W | 2.2% | 0.3 TWh |
| Utah | 131.7 W | 1.2% | 0.5 TWh |
| El Salvador | 118.1 W | 17.7% | 0.8 TWh |
| Kenia | 104.6 W | 40.3% | 6.0 TWh |
| Nicaragua | 101.1 W | 12.5% | 0.7 TWh |
| Türkei | 98.5 W | 2.6% | 8.7 TWh |
| Italien | 88.9 W | 1.7% | 5.3 TWh |
| Philippinen | 82.6 W | 8.0% | 9.7 TWh |
| Indonesien | 60.2 W | 4.8% | 16.9 TWh |
| Vereinigte Staaten | 45.3 W | 0.3% | 15.7 TWh |
| Oregon | 42.6 W | 0.3% | 0.2 TWh |
| Honduras | 32.9 W | 2.9% | 0.3 TWh |
| Martinique | 28.6 W | 0.7% | 0.0 TWh |
| New Mexico | 27.3 W | 0.1% | 0.1 TWh |
| Idaho | 26.2 W | 0.2% | 0.1 TWh |
| Japan | 26.0 W | 0.3% | 3.2 TWh |
| Mexiko | 24.0 W | 0.9% | 3.2 TWh |
| Guatemala | 18.8 W | 2.4% | 0.3 TWh |
| Die Welt | 17.3 W | 0.5% | 142.5 TWh |
| Portugal | 15.9 W | 0.3% | 0.2 TWh |
| EU | 12.8 W | 0.2% | 5.8 TWh |
| Papua-Neuguinea | 9.6 W | 2.1% | 0.1 TWh |
| Chile | 5.9 W | 0.1% | 0.1 TWh |
| Subsahara-Afrika | 4.7 W | 1.1% | 5.8 TWh |
| Südafrika | 4.1 W | 0.1% | 0.3 TWh |
| Deutschland | 2.7 W | 0.0% | 0.2 TWh |
| Frankreich | 1.7 W | 0.0% | 0.1 TWh |
| Republik China (Taiwan) | 1.1 W | 0.0% | 0.0 TWh |
| Ungarn | 0.4 W | 0.0% | 0.0 TWh |
| Äthiopien | 0.2 W | 0.2% | 0.0 TWh |


