In Tschechien basiert derzeit mehr als die Hälfte der Stromerzeugung auf kohlenstoffarmen Quellen, wobei die Kernenergie mit über 40% den größten Beitrag leistet. Kohlenstoffarme Technologien sind entscheidend im Kampf gegen den Klimawandel und die verursachten Luftverschmutzungen durch fossile Brennstoffe, welche noch knapp 40% des Energiemixes ausmachen - vornehmlich durch Kohle, das fast ein Drittel der gesamten Stromerzeugung ausmacht. Während die Solarkraft zu fast 7% beiträgt, nimmt die Wasserkraft einen kleineren Anteil von knapp 4% ein. Daten zu nicht spezifizierten erneuerbaren Quellen zeigen, dass diese ebenfalls eine Bedeutung im Strommix haben. Die Positionierung Tschechiens hinsichtlich kohlenstoffarmer Energie zeigt klares Potenzial und Bereitschaft, den fossilen Einfluss weiter zu verringern.
Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen Energy Institute, ENTSOE, Eurostat und IEA. Mehr über Datenquellen →
Wächst der Strom in Tschechien?
Der Stromverbrauch hat einen Rückgang verzeichnet, mit der Pro-Kopf-Nutzung von etwa 6567 kWh im Jahr 2025, was fast 2000 kWh pro Person weniger ist als im Rekordjahr 2007. Diese Abnahme rund 23% gegenüber dem Spitzenwert könnte auf Effizienzsteigerungen oder wirtschaftliche Faktoren zurückzuführen sein. Dennoch ist es positiv, dass die Stromerzeugung aus kohlenstoffarmen Quellen leicht zugenommen hat, um über 100 kWh pro Kopf die bisherigen Höchststände zu übertreffen. Es stellt eine kleine, aber bedeutsame Verschiebung hin zu sauberer Energie dar. Eine proaktive Wachstumsstrategie in der Stromerzeugung sollte gefördert werden, um zukünftige Bedürfnisse zu decken und den Weg in eine nachhaltige Zukunft für alle Tschechien zu ebnen.
Vorschläge
Um den kohlenstoffarmen Stromanteil weiter zu erhöhen, sollte Tschechien die bereits starke Kernenergieinfrastruktur weiter ausbauen. Inspiration kann von Frankreich genommen werden, dessen Stromerzeugung zu 70% aus Kernenergie stammt, oder der Slowakei mit über 65%. Im Bereich Solarenergie könnten Erfolge von Staaten wie Nevada mit einer Solarproduktion von etwa einem Drittel als Vorbild dienen, um die Solarstromerzeugung in Tschechien zu intensivieren. Zudem könnte Windenergie Potenzial bergen, wie die Beispiele aus Litauen und anderen Ländern zeigen, die um die 30% von Windkraft profitieren. Diese Schritte würden nicht nur den Anteil kohlenstoffarmer Energieanbieter in Tschechien erhöhen, sondern auch die langfristige Energiesicherheit und Unabhängigkeit fördern.
Geschichte
In den späten 1980er Jahren erlebte Tschechien eine respektable Zunahme der Kernenergieerzeugung, wobei besonders das Jahr 1986 einen bedeutenden Anstieg brachte. Auch in den frühen 2000er Jahren setzte sich dieser Trend fort, mit einem bemerkenswerten Zuwachs im Jahr 2003. Obwohl es in den Folgejahren einige Schwankungen gab, zeigt der kürzlich verzeichnete Anstieg im Jahr 2025 mit einer Zunahme von 2,2 TWh erneut eine positive Entwicklung bei der Kernenergieproduktion. Solarenergie hat seit 2011 mit einem signifikanten Zuwachs begonnen und setzte diesen Trend im letzten Jahr fort. Es gibt jedoch auch Herausforderungen, wie der jüngste Rückgang bei den Biokraftstoffen zeigt, die Tschechien dazu motivieren sollten, sich weiterhin auf stetige und entschlossene Investitionen in die kohlenstoffarmen Technologien zu konzentrieren, insbesondere im Bereich Kernenergie und Solar.