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Elektrizität in Russland im Jahr 2024

2.953 kWh/person Kohlenstoffarmer Elektrizität
-82 #67
8.042 kWh/person Gesamtelektrizität
+108 #62
376 gCO2eq/kWh Kohlenstoffintensität
37 % Kohlenstoffarmer Elektrizität
-3,1 #113

Der aktuelle Stand des Stromverbrauchs in Russland zeigt ein deutliches Ungleichgewicht zwischen fossilen Brennstoffen und kohlenstoffarmen Energiequellen. Mehr als die Hälfte des Stroms, nämlich 63 %, wird aus fossilen Brennstoffen erzeugt, wobei Erdgas den größten Anteil mit fast 45 % ausmacht. Kohle macht fast 18 % aus, während der Anteil der kohlenstoffarmen Energie an der Stromerzeugung in Russland knapp 37 % beträgt. Diese kohlenstoffarme Energie stammt hauptsächlich aus der Kernenergie, die rund 18 % ausmacht, und der Wasserkraft mit einem ähnlichen Anteil von 17,5 %. Der derzeitige Energiemix zeigt, dass Russland bei seinen Stromerzeugungsquellen stark auf fossile Brennstoffe angewiesen bleibt, was negative Auswirkungen auf das Klima und die Luftqualität hat.

Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen Ember, Energy Institute und IEA. Mehr über Datenquellen →

Wächst der Strom in Russland?

Ob der Stromverbrauch in Russland wächst, zeigt sich bei Betrachtung der jüngsten Zahlen. Im Jahr 2024 lag der Stromverbrauch bei 8042 kWh pro Person und übertraf damit den vorherigen Rekord von 7934 kWh pro Person im Jahr 2021, was einem Anstieg von 108 kWh pro Person entspricht. Trotz dieses allgemeinen Wachstums des Stromverbrauchs ist die kohlenstoffarme Stromerzeugung rückläufig. Sie sank von einem Höchstwert von 3035 kWh pro Person im Jahr 2021 auf 2953 kWh pro Person im Jahr 2024, was einen Rückgang von 82 kWh pro Person bedeutet. Diese Entwicklungen sind besorgniserregend, da sie darauf hindeuten, dass der Zuwachs im Stromverbrauch vor allem durch fossile Brennstoffe gedeckt wird, während der Anteil der sauberen Energiequellen sinkt.

Vorschläge

Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung zu erhöhen, sollte Russland den Ausbau bestehender Kernenergieanlagen in Betracht ziehen, da diese bereits erhebliche Mengen an Strom erzeugen. Ebenso könnte Russland Lehren aus erfolgreichen Regionen ziehen, um seine Wind- und Solarenergieerzeugung zu steigern. Länder wie Frankreich und die Slowakei erzeugen einen großen Teil ihres Stroms aus Kernenergie mit 68 % bzw. 67 %. In den USA erreichen Bundesstaaten wie Iowa und South Dakota beeindruckende Anteile an Windenergie mit 60 % bzw. 56 %. Indem Russland von diesen Regionen lernt und sowohl die Kernenergie als auch die Erzeugung von Solar- und Windenergie ausbaut, könnte es seine Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern und zu einem nachhaltigeren Energiemix beitragen.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

Geschichte

Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Russland zeigt sowohl Höhen als auch Tiefen. In den späten 1980er Jahren, besonders 1987 und 1988, verzeichnete die Kernenergie ein starkes Wachstum. Doch in den frühen 1990er Jahren erlitt sie bedeutende Rückgänge, besonders in den Jahren 1990 und 1994. In den frühen 2000er Jahren erholte sich die Kernenergie teilweise, ebenso wie die Wasserkraft, die 2004 ein nennenswertes Wachstum erlebte. In jüngerer Zeit, insbesondere im Jahr 2020, trug die Wasserkraft erheblich zur kohlenstoffarmen Stromerzeugung bei, während Probleme in den folgenden Jahren zu einem Rückgang führten, darunter im Jahr 2022. Trotz dieser Rückschläge ist die Steigerung der kohlenstoffarmen Stromerzeugung unabdingbar, um den zukünftigen Energiebedarf Russlands nachhaltig zu decken.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

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