In der Volksrepublik China stammten in den zwölf Monaten von Juli 2025 bis Juni 2026 rund 57 % des verbrauchten Stroms aus fossilen Brennstoffen und rund 43 % aus kohlenstoffarmen Quellen. Kohle dominierte mit etwa 54 % des gesamten Strommixes, während Gas gut 3 % beitrug. Beim sauberen Strom führte Wasserkraft mit 14 %, gefolgt von Solar mit knapp 12 % und Wind mit knapp 11 %. Kernenergie lieferte gut 4 %, Biokraftstoffe rund 2 %. Der Solaranteil verteilte sich ungefähr gleichmäßig auf Anlagen der Versorgungsbetriebe und Anlagen für den Eigenverbrauch. Damit deckten kohlenstoffarme Quellen bereits mehr als zwei Fünftel des Stromverbrauchs, doch fossile Brennstoffe stellten weiterhin mehr als die Hälfte.
Wächst der Strom in Volksrepublik China?
Der Stromverbrauch wächst weiter: Der jüngste Wert für 2026 liegt bei rund 7.574 kWh pro Person und übertrifft den bisherigen Rekord von 7.401 kWh im Jahr 2025 um 173 kWh beziehungsweise gut 2 %. Zugleich erreichte die kohlenstoffarme Stromerzeugung rund 3.252 kWh pro Person – 115 kWh oder knapp 4 % mehr als beim bisherigen Höchststand von 2025. Dass sauberer Strom pro Kopf schneller zulegt als der gesamte Stromverbrauch, ist erfreulich. Dieser Ausbau sollte weiter beschleunigt werden, um die zusätzliche Stromnachfrage durch Elektrifizierung und KI zunehmend kohlenstoffarm zu decken und die Klimabelastung sowie Luftverschmutzung durch fossile Stromerzeugung zu verringern.
Vorschläge
China sollte seine bereits bedeutende Wind- und Solarstromerzeugung weiter ausbauen und zugleich die Kernenergie deutlich stärken. Für Solar bieten die US-Bundesstaaten Nevada und Kalifornien mit etwa 35 % beziehungsweise 31 % Solarstrom anschauliche Vergleichspunkte; Spanien erreicht rund 23 %. Beim Wind zeigen Deutschland mit 31 % und der US-Bundesstaat Texas mit 22 %, dass diese Technologie auch in großen Industrieregionen erheblich zur Stromversorgung beitragen kann. Für Kernenergie ist insbesondere Südkorea als asiatische Industrienation mit einem Anteil von 25 % relevant; Frankreich demonstriert mit rund zwei Dritteln Kernstrom einen noch wesentlich größeren Beitrag. Diese Regionen sind keine direkten Blaupausen für China, zeigen aber das erhebliche Potenzial eines breiten Ausbaus von Solar, Wind und Kernenergie, begleitet von leistungsfähigen Stromnetzen und Speichern.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Geschichte
Historisch wurde Chinas kohlenstoffarmer Stromausbau zunächst besonders von der Wasserkraft getragen: 2004 und 2008 stieg deren Jahreserzeugung gegenüber dem jeweiligen Vorjahr um rund 70 beziehungsweise 100 TWh. Von 2010 bis 2016 folgten weitere große Zuwächse, darunter rund 173 TWh im Jahr 2012 und 144 TWh im Jahr 2014. Ab der zweiten Hälfte der 2010er-Jahre gewann Wind zunehmend an Bedeutung, mit zusätzlichen 58 TWh im Jahr 2017 und 71 TWh 2018. In den frühen 2020er-Jahren beschleunigte sich der Ausbau von Wind und Solar deutlich: 2021 legte Wind um rund 188 TWh zu, während Solar von einem Zuwachs von 66 TWh 2021 auf 155 TWh 2023 kam. Wind verzeichnete auch von 2022 bis 2025 jedes Jahr dreistellige Zuwächse in TWh. Bei der Wasserkraft folgte auf einen bedauerlichen Rückgang um 71 TWh im Jahr 2023 ein kräftiger Anstieg um rund 206 TWh 2024. Insgesamt dokumentieren diese Entwicklungen einen beeindruckenden Ausbau sauberer Stromerzeugung.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Stromimporte und -exporte
Handelsbilanz
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.


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