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Elektrizität in Dänemark im Jahr 2025/2026

Letzte 12 Monate Okt. 2025 – Sept. 2026
Kohlenstoffarmer Elektrizität
5.635 kWh/person +601
Gesamtelektrizität
6.038 kWh/person -4.143
Kohlenstoffarmer Elektrizität
93 % +0,98
Kohlenstoffintensität
100 gCO2eq/kWh -5,9

Dänemark deckte von Oktober 2025 bis September 2026 bereits gut 93 % seines Stromverbrauchs aus kohlenstoffarmen Quellen – ein großer Erfolg für eine saubere Stromversorgung. Wind lieferte mit rund 59 % mehr als die Hälfte des Stroms, Biokraftstoffe knapp 20 % und Solar knapp 15 %. Fossile Brennstoffe machten dagegen nur knapp 7 % aus, darunter rund 3 % Gas und knapp 2 % Kohle. Als bedeutender Nettoexporteur von Strom hilft Dänemark außerdem benachbarten Regionen, ihre Emissionen zu senken. Die nächste Herausforderung ist die Elektrifizierung von Verkehr, Wärmeversorgung und Industrie: Dafür wird deutlich mehr sauberer Strom benötigt.

Wächst der Strom in Dänemark?

Beim Wachstum zeigt sich ein gemischtes Bild: Der Stromverbrauch lag 2026 bei rund 6.040 kWh pro Person und damit etwa 4.140 kWh beziehungsweise 41 % unter dem bisherigen Höchststand von rund 10.180 kWh im Jahr 1996. Von einem neuen Verbrauchsrekord ist Dänemark somit weit entfernt; angesichts des künftigen Elektrifizierungsbedarfs ist diese Lücke eine wichtige Herausforderung. Erfreulich ist hingegen der neue Rekord bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung: Sie erreichte rund 5.640 kWh pro Person und übertraf den bisherigen Höchstwert von rund 5.040 kWh aus dem Jahr 2024 um etwa 600 kWh beziehungsweise 12 %. Saubere Stromerzeugung wächst also, während der Stromverbrauch deutlich unter seinem historischen Höchststand bleibt.

Vorschläge

Dänemark sollte vor allem Wind und Solar weiter ausbauen, da beide Technologien bereits große Mengen kohlenstoffarmen Stroms liefern. Zusätzliche Windanlagen und die Modernisierung bestehender Standorte können die Erzeugung erhöhen; mehr Solaranlagen auf Dächern und geeigneten Freiflächen können diesen Ausbau ergänzen. Leistungsfähigere Stromnetze, Speicher und ein flexibler Stromverbrauch helfen dabei, die zusätzlichen Mengen für Elektrofahrzeuge, Wärmepumpen und Industrie nutzbar zu machen. Ergänzend sollte Dänemark auch Kernenergie als weitere saubere Stromquelle prüfen, um die langfristig wachsende Stromnachfrage kohlenstoffarm zu decken und fossile Brennstoffe mit ihren Klima- und Luftbelastungen weiter zurückzudrängen.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

* 12M = Letzte 12 Monate (Okt. 2025 – Sept. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Geschichte

Die Entwicklung der kohlenstoffarmen Stromerzeugung wurde über Jahrzehnte besonders vom Wind geprägt. Ende der 1990er- und in den 2000er-Jahren kamen mehrfach jährliche Zuwächse von rund 1 TWh hinzu. In den 2010er-Jahren beschleunigte sich der Ausbau: 2011, 2014 und 2017 stieg die Windstromerzeugung jeweils um etwa 2 TWh, 2019 um 2,3 TWh. Der Rückgang um 1,4 TWh im Jahr 2016 war ein bedauerlicher Rückschritt, dem jedoch wieder kräftige Zuwächse folgten. Biokraftstoffe verzeichneten 2010 und 2017 zusätzliche Strommengen von jeweils rund 1,3 bis 1,4 TWh sowie 2021 einen Anstieg um 2 TWh. In den 2020er-Jahren setzte Wind mit einem Plus von 3 TWh im Jahr 2022 einen besonders starken Akzent; Solar legte 2023 um 1,2 TWh zu. Nach einem Windzuwachs von 1,2 TWh im Jahr 2024 und einem enttäuschenden Rückgang um 1,5 TWh im Jahr 2025 brachte 2026 wieder deutliche Fortschritte: Wind gewann 2,3 TWh hinzu, Biokraftstoffe weitere 1,1 TWh.

* 12M = Letzte 12 Monate (Okt. 2025 – Sept. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

* 12M = Letzte 12 Monate (Okt. 2025 – Sept. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

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