In den letzten zwölf Monaten, von Dezember 2024 bis November 2025, wurden in Indien etwa 72% der Elektrizität aus fossilen Brennstoffen erzeugt, wobei Kohle mit fast 69% den größten Anteil ausmachte. Der Anteil der kohlenstoffarmen Quellen betrug knapp 28%, was trotz der zunehmenden Bedeutung von sauberer Energie immer noch weniger als ein Drittel ausmacht. Zu den kohlenstoffarmen Energieträgern zählen Wasserkraft mit rund 9%, Solarenergie mit etwas mehr als 8% und Windenergie mit fast 6%. Gas liefert lediglich einen geringen Beitrag zur fossilen Stromerzeugung, während Kernenergie und Biokraftstoffe ebenfalls jeweils nur einen kleinen Teil der kohlenstoffarmen Produktion ausmachen.
Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen EIA, Ember, IEA und World Bank. Mehr über Datenquellen →
Wächst der Strom in Indien?
Die jüngsten Zahlen zum Elektrizitätsverbrauch in Indien zeigen, dass das Wachstum stagniert oder sogar leicht rückläufig ist. Der Pro-Kopf-Verbrauch lag im Jahr 2025 bei 1349 kWh, was einen leichten Rückgang von 2 kWh im Vergleich zum vorherigen Rekordjahr 2024 darstellt. Trotz dieser besorgniserregenden Entwicklung konnte der Pro-Kopf-Erzeugung aus kohlenstoffarmen Quellen um beeindruckende 51 kWh gesteigert werden, von 322 kWh in 2024 auf 373 kWh in 2025. Dies ist ein positives Signal, da der Anteil sauberer Energiequellen steigt, was wichtig ist im Kampf gegen den Klimawandel und die Luftverschmutzung.
Vorschläge
Um den kohlenstoffarmen Stromanteil in Indien weiter zu erhöhen, könnte das Land von den Erfolgen anderer Regionen lernen. Kalifornien zeigt mit einem beachtlichen Anteil von 29% bei Solarenergie, dass große Fortschritte in diesem Bereich möglich sind. Auch der Ausbau der Kernenergie bietet attraktive Chancen; Länder wie Frankreich und die Slowakei, deren Stromerzeugung zu 70% bzw. 66% aus Kernenergie stammt, könnten als Vorbilder dienen. Darüber hinaus hat der beeindruckende Einsatz von Windenergie in Iowa gezeigt, dass diese Technologie ebenfalls einen bedeutenden Beitrag zur kohlenstoffarmen Stromerzeugung leisten kann. Eine Kombination aus der Weiterentwicklung von Solar-, Kern- und Windenergie wäre ein vielversprechender Weg für Indien, seinen Anteil an sauberem Strom zu erhöhen und damit die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern.
Geschichte
Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Indien zeigt deutliche Wachstumsimpulse in jüngster Zeit. Im Laufe der Jahre gab es bedeutende Entwicklungen, wobei beispielsweise die Wasserkraft im Jahr 2013 um 22 TWh zugenommen hat und 2019 wieder einen starken Zuwachs von 15,9 TWh verzeichnete. In den letzten Jahren hat die Solarenergie bemerkenswerte Fortschritte gemacht, mit einem Plus von 20,6 TWh im Jahr 2024 und weiteren 26,8 TWh im Jahr 2025. Ebenso zeigt der deutliche Anstieg der Windenergie um 25,7 TWh im Jahr 2025 ein robustes Wachstumspotenzial. Andererseits sind die Verluste, insbesondere in der Wasserkraft im Jahr 2023, besorgniserregend. Diese Auf- und Abschwünge verdeutlichen, dass Indien in der Vergangenheit positiv auf den Ausbau von Solar- und Windenergie fokussiert war und dieses Bestreben weiter intensivieren sollte, um eine nachhaltige und grüne Zukunft zu sichern.




