In Indien im Jahr 2025 dominiert der Strommix immer noch der Einsatz von fossilen Brennstoffen, wobei Kohle nahezu 70% des gesamten Energieverbrauchs ausmacht und damit mehr als die Hälfte des Strombedarfs abdeckt. Nach Kohlestrom folgen andere fossile Energieträger wie Gas, das knapp 3% des Stromverbrauchs beiträgt. Im Gegensatz dazu macht kohlenstoffarmer Strom fast 28% des Stromverbrauchs aus. Innerhalb der kohlenstoffarmen Energiequellen stechen Wasserkraft und Solarenergie hervor, die jeweils etwas mehr als 8% des Stroms erzeugen, gefolgt von Windenergie, die fast 6% ausmacht. Die Kernenergie leistet ebenfalls einen kleinen, aber signifikanten Beitrag von knapp 3%. Der Anteil von Biokraftstoffen liegt bei etwas mehr als 2% und ist somit ein geringerer, aber existierender Anteil im kohlenstoffarmen Stromsektor.
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Wächst der Strom in Indien?
Die Elektrizitätsnachfrage in Indien ist im Allgemeinen wachsend, wenn auch in einem moderaten Tempo. Im Jahr 2025 stieg der durchschnittliche Stromverbrauch pro Kopf auf 1.355 kWh, nur 4 kWh mehr als im Vorjahr, was ein bescheidenes Wachstum widerspiegelt. Neben dem Gesamtstromverbrauch zeigt die jüngste Entwicklung im Bereich der kohlenstoffarmen Elektrizität einen erfreulichen Zuwachs. Der Anteil kohlenstoffarmer Energie pro Kopf lag bei 376 kWh, ein bedeutender Anstieg um 54 kWh im Vergleich zum Vorjahr. Beide Metriken deuten darauf hin, dass es in Indien ein wachsendes Interesse an der Erweiterung sauberer Energiequellen gibt, obwohl der Anstieg der gesamten Elektrizitätsnachfrage nur mäßig ist.
Vorschläge
Um die Produktion kohlenstoffarmen Stroms weiter zu steigern, könnte Indien von den Erfolgen anderer Regionen lernen. Beispielsweise erreicht Frankreich mit 67% seiner Elektrizität aus Kernenergie deutliche Fortschritte in der kohlenstoffarmen Elektrizität. Auch Dänemark erzielt bemerkenswerte 60% seiner Elektrizität aus Windkraft. Indien könnte verstärkt in die Entwicklung von Solar- und Kernenergie investieren, um seine Position im Bereich saubere Elektrizität zu stärken. Auch US-Bundesstaaten wie Kalifornien und Nevada zeigen, wie Solarenergie genutzt werden kann, um eine bedeutende Rolle im Energiemix zu spielen. Durch diese Fokussierung auf den Ausbau von Solar- und Kernkraft könnte Indien nicht nur die Energieeffizienz und -sicherheit erhöhen, sondern auch einen großen Beitrag zur Reduzierung von fossilen Brennstoffemissionen leisten, was einen bedeutenden positiven Einfluss auf das Klima und die Luftqualität haben würde.
Geschichte
In der jüngeren Geschichte Indiens wurde kohlenstoffarmer Strom zunehmend diversifiziert und ausgebaut. In der Mitte der 2000er Jahre stieg die Wasserkraft deutlich an, wobei bemerkenswerte Zuwächse um 17.4 TWh im Jahr 2005 und 17.3 TWh im Jahr 2011 verzeichnet wurden. Die 2010er Jahre sahen bemerkenswerte Einführungen und Zuwächse in Solar und Windenergie, mit einem bemerkenswerten Anstieg von 13.7 TWh bei der Solarenergie im Jahr 2018 und bedeutenden Windkraftzuwächsen im Jahr 2023 um 13.2 TWh. Ein weiteres beeindruckendes Wachstum wurde in den 2020er Jahren aufgezeichnet, besonders in der Solarenergie, die 31.1 TWh im Jahr 2025 erreichte. Diese Entwicklung zeigt einen klaren Trend in Richtung einer saubereren Energiezukunft Indiens, insbesondere durch die Nutzung von Solar- und Windkraft. Bemerkenswert ist, dass die Kernenergie trotz eines geringeren Anteils an der kohlenstoffarmen Produktion weiterhin eine stabile Grundlage für die saubere Energieversorgung des Landes darstellt.





