Indien nutzt derzeit überwiegend fossile Brennstoffe für seine Stromerzeugung, wobei etwas mehr als 70% der Elektrizität aus fossilen Quellen stammt, hauptsächlich Kohle mit einem Anteil von fast 69%. Die restlichen Anteile verteilen sich auf Gas und nur zu einem minimalen Bruchteil auf Öl und andere fossile Brennstoffe. Auf der positiven Seite kommt fast 28% der Elektrizität in Indien aus kohlenstoffarmen Quellen, was eine bedeutende Leistung ist. Dabei nimmt die Wasserkraft mit knapp 9% eine zentrale Rolle ein, gefolgt von Solarenergie, die ebenfalls mehr als 8% beiträgt. Windenergie macht etwa 6% aus, während Kernenergie gut 2,5% der Stromversorgung abdeckt und Biokraftstoffe einen kleinen Anteil von knapp 2% ausmachen. In Bezug auf kohlenstoffarme und saubere Energie hat Indien einen wichtigen Schritt in Richtung einer nachhaltigen Zukunft gemacht, obwohl es immer noch stark von fossilen Brennstoffen abhängig ist, was angesichts der globalen Herausforderungen durch den Klimawandel und die Luftverschmutzung besorgniserregend ist.
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Wächst der Strom in Indien?
Der Stromverbrauch in Indien zeigt einen leichten, aber ermutigenden Wachstumstrend. Mit einem Anstieg auf 1352 kWh pro Person im Jahr 2025 im Vergleich zu 1348 kWh im Jahr 2024 ist ein kleiner, positiver Fortschritt erkennbar. Besonders erfreulich ist der erhebliche Anstieg des kohlenstoffarmen Stromverbrauchs pro Kopf, der von 326 kWh im Jahr 2024 auf 377 kWh im Jahr 2025 anstieg, was einen bemerkenswerten Zuwachs von 52 kWh pro Kopf darstellt. Dies deutet darauf hin, dass Indien trotz der vorherrschenden Bedeutung fossiler Energien zunehmend auf saubere Energiequellen setzt und diese integriert, um nicht nur den Gesamtverbrauch, sondern vor allem den nachhaltigen Verbrauch zu fördern.
Vorschläge
Um den Anteil kohlenstoffarmer Energie weiter zu erhöhen, könnte Indien von erfolgreichen Praktiken anderer Regionen lernen, insbesondere in den Bereichen Solar- und Kernenergie. Regionen wie Nordmazedonien, wo fast 50% des Stroms aus Solarenergie kommen, und Nevada mit 34% aus Solarenergie, zeigen die potenziellen Vorteile einer verstärkten Nutzung der Solarenergie. Ebenso können Beispiele aus Ländern wie Frankreich und der Slowakei, wo Kernenergie mehr als 65% des Strombedarfs deckt, als Modelle dienen, um die Investitionen in Kernkraftwerke zu intensivieren. Diese bewährten Ansätze zur Förderung der Solar- und Kernenergie bieten Indien eine ausgezeichnete Möglichkeit, seinen Stromsektor zu dekarbonisieren und gleichzeitig die Energiesicherheit zu stärken.
Geschichte
Indien hat in der Vergangenheit nennenswerte Fortschritte im Bereich kohlenstoffarmer Elektrizität gemacht. In der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts erlebte die Wasserkraft ein signifikantes Wachstum, insbesondere in den Jahren 2005 und 2011. Das Jahr 2016 markierte einen positiven Trend mit Anstiegen in den Bereichen Wind und Biokraftstoff. Herausragend war auch die Entwicklung im Sektor Solarenergie ab 2018, wobei bemerkenswerte Zuwächse besonders in den Jahren 2022 und 2025 erreicht wurden. 2023 gab es jedoch eine signifikante Reduktion in der Wasserkraftproduktion, die allerdings durch ein starkes Wachstum der Solar- und Windenergie im folgenden Jahr angeglichen wurde. Diese Schwankungen zeigen, dass Indien bereits auf einem innovativen Weg ist, seinen kohlenstoffarmen Sektor kontinuierlich auszubauen, trotz der Herausforderungen, die manchmal auftauchen können.


