Zwischen September 2025 und August 2026 setzte sich der Elektrizitätsverbrauch in Polen in bedeutendem Maße aus fossilen Brennstoffen und kohlenstoffarmer Energie zusammen. Mehr als die Hälfte des Stroms—genauer gesagt etwa 52%—wurde durch Kohle erzeugt, was einen großen Anteil an den insgesamt 67% fossilen Energieträgern ausmacht. Gas trug 15% dazu bei. Auf der anderen Seite setzten sich kohlenstoffarme Energien aus Windenergie (ungefähr 14%), Solarenergie (etwa 13%), Biokraftstoffen (nahezu 4%) und Wasserkraft (geringe 1,7%) zusammen und deckten zusammen weniger als ein Drittel der gesamten Elektrizitätsversorgung Polens ab. Die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, speziell von Kohle, bleibt also deutlich prägend für die Elektrizitätslandschaft in Polen.
Wächst der Strom in Polen?
Die jüngsten Daten für 2026 zeigen, dass der pro Person Verbrauch von Elektrizität in Polen bei 4340 kWh liegt, was einem Rückgang von 256 kWh gegenüber dem bisherigen Rekord aus dem Jahr 2018 entspricht. Dieser Abwärtstrend in der Gesamtnutzung mag Anlass zur Sorge geben, was das allgemeine Wachstum der Elektrizität betrifft. Im Gegensatz dazu zeigt der kohlenstoffarme Elektrizitätssektor positive Veränderungen, da er einen neuen Rekord erreichte—1425 kWh pro Person—und somit im Vergleich zu 2025 um 43 kWh zulegte. Dieser Fortschritt im Bereich der kohlenstoffarmen Elektrizität ist erfreulich und zeigt, dass es Raum für weiteres Wachstum gibt, insbesondere bei Solar- und Windenergie.
Vorschläge
Um den Anteil kohlenstoffarmer Elektrizität in Polen weiter zu erhöhen, könnte das Land seine bestehende Wind- und Solarenergieproduktion ausbauen, die bereits signifikante Mengen an Strom liefert. Das Lernen aus den Erfolgen anderer Regionen könnte dabei von Nutzen sein. Dänemark, Iowa und South Dakota nutzen Windenergie in hohem Maße, wobei etwa 57% bis 56% ihrer Elektrizität aus dieser Quelle stammen. Ein Schwerpunkt sollte jedoch auch auf der Erweiterung der Kernenergiekapazitäten liegen, inspiriert durch Frankreich, dessen Elektrizität zu 67% aus Kernenergie erzeugt wird. Diese effizienten Beispiele sollten Polen als Leitfaden dienen, seinen kohlenstoffarmen Elektrizitätsanteil unter Wahrung der Umweltvorgaben zu optimieren und zu erhöhen.
* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Geschichte
In der jüngeren Geschichte der kohlenstoffarmen Energieerzeugung in Polen gab es bemerkenswerte Entwicklungen. In den frühen 1990er Jahren verzeichnete die Wasserkraft eine Steigerung von 1,7 TWh. Der Einsatz von Biokraftstoffen nahm zwischen 2009 und 2012 erheblich zu, mit einem Wachstum von insgesamt 4,1 TWh in diesen vier Jahren. Die Windenergie hat sich seit 2011 bedeutend entwickelt und im Zeitraum 2016 bis 2023 jährliche Schwankungen erlebt, wobei das Jahr 2023 eine beachtliche Steigerung um 4,4 TWh aufwies. Im letzten Jahrzehnt, insbesondere zwischen 2021 und 2026, hat auch die Solarenergie beeindruckende Schritte unternommen, mit einem Wachstum von über 17 TWh. Diese Fortschritte zeigen den engagierten Vorstoß Polens hin zu einer kohlenstoffarmen Elektrizitätszukunft.
* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Stromimporte und -exporte
Handelsbilanz
* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.











