In Polen zeigt der aktuelle Stand des Stromverbrauchs, dass fossile Brennstoffe nach wie vor eine starke Rolle spielen. Von Juni 2025 bis Mai 2026 stammten mehr als die Hälfte des verbrauchten Stroms aus Kohle, während Gas einen vergleichsweise geringeren Anteil ausmachte. Insgesamt bezogen mehr als zwei Drittel der genutzten Elektrizität ihre Energie aus fossilen Quellen. Kohlenstoffarme Energiequellen machen fast ein Drittel der gesamten Stromproduktion aus. Unter den kohlenstoffarmen Optionen sind Wind- und Solarenergie am prominentesten mit einem Anteil von jeweils etwa 14% und 13%. Andere Quellen wie Biokraftstoffe und Wasserkraft tragen geringfügig bei. Diese Zahlen spiegeln zwar einen Fortschritt in Richtung sauberer Energie wider, aber es gibt noch deutliches Verbesserungspotenzial in Polen.
Wächst der Strom in Polen?
Um zu beurteilen, ob der Stromverbrauch in Polen wächst, lässt sich feststellen, dass der Verbrauch pro Person mit 4269 kWh im Jahr 2026 tatsächlich niedriger ist als der Rekordwert aus dem Jahr 2018, welcher 4596 kWh betrug. Dies weist auf einen Rückgang hin und könnte auf Effizienzverbesserungen oder andere Faktoren zurückzuführen sein. Ermutigend ist jedoch, dass die kohlenstoffarme Stromerzeugung pro Kopf mit 1393 kWh im Jahr 2026 einen neuen Höchststand erreicht hat, der den vorherigen Rekordwert von 1382 kWh im Jahr 2025 übertrifft. Dies zeigt, dass Polen Schritte zur Steigerung der Produktion kohlenstoffarmer Energie unternimmt, obwohl der allgemeine Stromverbrauch pro Kopf gesunken ist.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung in Polen weiter zu steigern, wird empfohlen, die bestehende Infrastruktur für Wind- und Solarenergie auszubauen, da diese bereits maßgebliche Beiträge zur Stromerzeugung leisten. Polen könnte von den Erfolgen anderer Länder wie Dänemark, das 60% seiner Elektrizität aus Windenergie bezieht, oder Nevada, das 34% aus Solarenergie gewinnt, lernen. Ebenso sollte der Ausbau der Kernenergie in Polen ernsthaft in Betracht gezogen werden, da Länder wie Frankreich und die Slowakei mehr als die Hälfte ihres Stroms aus Kernenergie erzeugen. Solche Strategien könnten Polen helfen, den Übergang zu kohlenstoffarmer Energie zu beschleunigen und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juni 2025 – Mai 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Geschichte
Historisch betrachtet hat Polen Fortschritte in der kohlenstoffarmen Stromerzeugung gemacht, auch wenn die Reise nicht immer geradlinig verlief. Ab den 1990er Jahren verzeichnete Wasserkraft einen Zuwachs, während die 2000er Jahre durch den Beginn und das Wachstum von Biokraftstoffen und Windenergie geprägt waren. Ab 2011 begann der signifikante Ausbau der Windenergie, der sich in den darauf folgenden Jahren mit erheblichen Produktionssteigerungen fortsetzte, einschließlich eines beeindruckenden Zuwachses in den Jahren 2015 und 2019. Seit Beginn der 2020er Jahre hat insbesondere die Solarenergie einen rasanten Anstieg erlebt, wobei besonders im Jahr 2024 ein markanter Zuwachs zu verzeichnen war. Diese Entwicklungen unterstreichen Polens Bemühungen, seine Energieerzeugung nachhaltiger zu gestalten, auch wenn gelegentliche Rückschläge vorkamen, insbesondere im Bereich der Biokraftstoffe.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juni 2025 – Mai 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Stromimporte und -exporte
Handelsbilanz
* 12M = Letzte 12 Monate (Juni 2025 – Mai 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.













