Im Jahr 2023 stammte der Großteil des elektrischen Stroms in Indonesien aus fossilen Brennstoffen, insbesondere Kohle, die etwa 62% der gesamten Stromerzeugung ausmacht. Gas trug mehr als ein Sechstel bei, während Öl nur einen winzigen Bruchteil von etwa 2% ausmachte. Auf der anderen Seite verzeichnete kohlenstoffarme Stromerzeugung, die sauber und nachhaltig ist, etwa 19% des Strommixes. Wasserkraft, als größter Vertreter der kohlenstoffarmen Energietypen, machte rund 7% aus, gefolgt von Biokraftstoffen und Geothermie, die zusammen fast 11% des Stroms lieferten. Diese Zahlen zeigen die ökonomische Herausforderung, fossile Brennstoffe zu reduzieren und kohlenstoffarme Alternativen weiter auszubauen.
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Wächst der Strom in Indonesien?
Die Elektrizitätsnachfrage in Indonesien wächst, allerdings nicht im Bereich der kohlenstoffarmen Erzeugung. Im Jahr 2023 betrug der Stromverbrauch pro Person 1250 kWh, eine Steigerung um 51 kWh gegenüber dem Vorjahr, was darauf hindeutet, dass die allgemeine Elektrizitätsnutzung zunimmt. Leider ist die Produktion aus kohlenstoffarmen Quellen leicht gesunken, was mit einer Verringerung um 3 kWh pro Person verglichen mit dem Vorjahr im Kontrast steht. Diese Diskrepanz zeigt Sorgen auf, da die Elektrizitätsnachfrage wächst, der umweltfreundliche Anteil jedoch stagniert. Das ist besorgniserregend, besonders in einer Zeit, in der ein grüneres Stromnetz von entscheidender Bedeutung ist, um Klimawandel und Umweltverschmutzung entgegenzuwirken.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromproduktion zu erhöhen, könnte Indonesien von erfolgreichen Regionen lernen, insbesondere in Bezug auf Solar- und Kernenergie. In Nevada beispielsweise stammen rund ein Drittel der Elektrizität aus Solarenergie. Indonesien könnte solche Maßnahmen übernehmen, um seine Sonnenenergie-Potenziale, angesichts seiner Lage nahe des Äquators, besser zu nutzen. Auch könnte Indonesien die Kernenergie einführen oder ausbauen, wie es Frankreich erfolgreich tut, wo Kernkraft fast drei Viertel der Stromerzeugung ausmacht. Diese Ansätze können helfen, den grünen Anteil an der Stromproduktion Indonesiens zu erhöhen, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und zur Erreichung globaler Klimaziele beizutragen.
Geschichte
In den letzten Jahrzehnten durchlief Indonesien bemerkenswerte Veränderungen in der kohlenstoffarmen Stromproduktion. In den 1980er und 1990er Jahren wurden persönliche Fortschritte besonders im Wasserkraftsektor verzeichnet, auch wenn es in einigen Jahren Rückschläge gab, als die Wasserkrafterzeugung vor Herausforderungen stand. Im Jahr 2000 sowie ab 2017 bildete die Geothermie eine wichtige Ergänzung, die kontinuierlich zur sauberen Elektrizität beitrug. Besonders bemerkenswert war das Wachstum in der Bioenergie, die im Jahr 2018 einen deutlichen Sprung machte, obwohl es in einigen Jahren auch Abnahmen gab. Diese Vergangenheit zeigt die Notwendigkeit, kohlenstoffarme Energiequellen durch widerstandsfähige und langfristige Strategien voranzutreiben, um frühere Schwankungen auszugleichen und konstante Fortschritte zu erzielen.




