Der aktuelle Stand des Stromverbrauchs in Indonesien zeigt, dass der Großteil der Elektrizität aus fossilen Brennstoffen stammt, wobei über 80% der gesamten Stromerzeugung aus diesen Quellen stammen. Kohle trägt dabei mit fast 62% den größten Anteil bei. Etwa 17% der Elektrizität werden durch Gas bereitgestellt, während Öl fast keine Rolle spielt. Andererseits stammt nur etwa ein Fünftel des Strommixes aus kohlenstoffarmen Quellen. Wasserkraft und Biokraftstoffe machen zusammen fast 14% des Strommixes aus, während Geothermie zu knapp 5% beiträgt. Diese Mischung unterstreicht den dringenden Bedarf Indonesiens, seinen kohlenstoffarmen Anteil zu erhöhen, um eine nachhaltigere Energiezukunft zu gewährleisten.
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Wächst der Strom in Indonesien?
Elektrizität insgesamt ist in Indonesien mit einem Anstieg des Pro-Kopf-Verbrauchs von 1199 kWh im Jahr 2022 auf 1250 kWh im Jahr 2023 gewachsen. Dieser Anstieg zeigt, dass die Elektrizität eine zunehmend wichtige Rolle spielt, um den wachsenden Bedarf eines modernen Indonesiens zu decken. Leider wird diese Steigerung nicht von einem gleichwertigen Wachstum bei der kohlenstoffarmen Elektrizität begleitet, da diese sogar einen leichten Rückgang von 235 kWh im Jahr 2022 auf 232 kWh im Jahr 2023 verzeichnet hat. Diese Diskrepanz zeigt die Notwendigkeit eines verstärkten Fokus auf den Ausbau kohlenstoffarmer Quellen, um den gesamten Strombedarf sauberer zu decken.
Vorschläge
Um den Anteil der kohlenstoffarmen Elektrizität zu erhöhen, könnte Indonesien von erfolgreichen Regionen lernen und seine Kernenergie- und Solarenergie-Infrastruktur ausbauen. Frankreich und die Slowakei haben gezeigt, dass Kernenergie mehr als die Hälfte ihrer Stromerzeugung ausmachen kann und somit entscheidend zur Senkung der Kohlenstoffemissionen beitragen kann. Solarenergie, wie sie beispielsweise in Kalifornien und Nevada eingesetzt wird, hat ebenfalls enormes Potenzial, den Strommix sauberer zu gestalten. Diese Technologien könnten in Indonesien zur Diversifizierung des Energiemixes beitragen und dabei helfen, den Anteil fossiler Energien bedeutend zu reduzieren.
Geschichte
In der Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Indonesien gab es in den letzten Jahrzehnten bedeutende Schwankungen. In den 1980er Jahren begann Indonesien, die Wasserkraft auszubauen, jedoch mit einigen Rückschlägen in den 1990er Jahren. Die Geothermienutzung begann deutlicher im Jahr 2000 und verzeichnete auch in den Folgejahren einigen Zuwachs. Ein bemerkenswerter Anstieg der Bioenergie trat im Jahr 2018 auf, auch wenn in den folgenden Jahren einige Schwankungen zu verzeichnen waren. Diese wechselvollen Entwicklungen verdeutlichen, dass Indonesien strategisch auf Stabilität und Ausbau kohlenstoffarmer Quellen setzen sollte, um eine sichere und saubere Energiezukunft zu garantieren.








