Der derzeitige Zustand des Stromverbrauchs in Indonesien zeigt eine starke Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Mehr als 80% der Elektrizität wird aus fossilen Quellen erzeugt, wobei Kohle mit fast zwei Drittel den größten Anteil hat. Gas steuert etwa ein Sechstel und Öl liegt unter 2%. Auf der anderen Seite wird knapp ein Fünftel des Stromverbrauchs durch kohlenstoffarme Quellen gedeckt. Ein Drittel dieser kohlenstoffarmen Produktion stammt aus Wasserkraft, während Biokraftstoffe und Geothermie ebenfalls einen bemerkenswerten Beitrag leisten. Diese Verteilung verdeutlicht die dominierende Rolle fossiler Energien im Energiemix für Strom in Indonesien, aber auch das vorhandene Potenzial der kohlenstoffarmen Stromerzeugung.
Wächst der Strom in Indonesien?
Der Stromverbrauch in Indonesien wächst, was durch den Anstieg von 1199 kWh pro Person im Jahr 2022 auf 1250 kWh pro Person im Jahr 2023 deutlich wird. Diese Zunahme ist jedoch nicht in gleichem Maße bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung zu beobachten, die einen leichten Rückgang von 235 kWh pro Person auf 232 kWh pro Person erlebt hat. Dieser Rückgang stellt eine besorgniserregende Entwicklung dar, da eine Erhöhung der kohlenstoffarmen Stromerzeugung entscheidend ist, um die CO2-Emissionen zu minimieren und den Herausforderungen des Klimawandels entgegenzuwirken. Diese Diskrepanz zeigt, dass es dringenden Handlungsbedarf gibt, um kohlenstoffarme Energiequellen zu stärken und ihre Anteile am Gesamtstromverbrauch zu erhöhen.
Vorschläge
Um den Anteil kohlenstoffarmer Energien zu steigern, kann Indonesien von anderen international erfolgreichen Regionen lernen. Der Ausbau von Solar- und Kernenergie wäre eine logische nächste Schritte, da viele Länder und Länder, die erfolgreich Kohlenstoffemissionen reduziert haben, diese Technologien nutzen. Ein Blick auf Frankreich und die Slowakei zeigt, dass eine starke Abhängigkeit von Kernenergie erheblich zur Erzeugung sauberer Elektrizität beitragen kann. Gleichzeitig können Staaten wie Nevada und Kalifornien als Vorbild für den Ausbau von Solarenergie dienen. Der Ausbau dieser nachhaltigen Energiequellen würde Indonesien helfen, einen größeren Anteil an sauberer Elektrizität zu sichern, die sowohl den Umweltstandards als auch den wachsenden energetischen Bedürfnissen gerecht wird.
Geschichte
In den letzten Jahrzehnten hat Indonesien verschiedene Phasen der Entwicklung kohlenstoffarmer Stromerzeugung durchlaufen. In den späten 1980er Jahren und in den frühen 1990er Jahren kam es zu einem moderaten Anstieg der Wasserkraft. Im Jahr 2000 gab es eine bedeutende Ausweitung der Geothermie. Danach folgte ein großer Zuwachs an Wasserkraft um 2010, gefolgt von Schwankungen in den folgenden zehn Jahren. Ein bemerkenswerter Anstieg in der Nutzung von Biokraftstoffen fand 2018 statt. Rückgänge, wie der in der Wasserkraft im Jahr 2023, zeigen jedoch, dass die Ausweitung kohlenstoffarmer Technologien nicht kontinuierlich verlief. Doch das Auf und Ab in der Erzeugung unterstreicht die Notwendigkeit einer stabileren und nachhaltigeren Förderung kohlenstoffarmer Technologien, insbesondere durch die verstärkte Nutzung von Geothermie, Solar- und Kernenergie, um den Anteil der fossilen Brennstoffe erheblich zu verringern.











