Im Jahr 2023 hängt Indonesiens Stromverbrauch stark von fossilen Brennstoffen ab, die mehr als 80% der Elektrizitätsproduktion ausmachen. Dabei spielt Kohle mit über 60% die dominierende Rolle, gefolgt von Gas mit etwa 17% und einem geringen Anteil von Öl. Die kohlenstoffarmen Energiequellen liegen bei fast 19% und werden hauptsächlich durch Wasserkraft mit 7% und Biokraftstoffe mit 6% getragen. Geothermie stellt knapp 5% der Produktion. Dies zeigt, dass Indonesien noch stark auf fossile Brennstoffe setzt, was sowohl klimaschädliche Emissionen als auch Luftverschmutzung zur Folge hat. Ein zukünftiger Ausbau kohlenstoffarmer Energien ist notwendig, um diese negativen Auswirkungen zu verringern.
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Wächst der Strom in Indonesien?
Die Stromnachfrage in Indonesien steigt, was sich in der Zunahme des durchschnittlichen Stromverbrauchs von 1199 kWh pro Person im Jahr 2022 auf 1250 kWh pro Person im Jahr 2023 widerspiegelt. Dies stellt einen bemerkenswerten Anstieg von 51 kWh pro Person dar. Leider verzeichnete die Erzeugung durch saubere Energien einen leichten Rückgang von 3 kWh pro Person im Vergleich zum Vorjahr, was auf einen Mangel an Fortschritt im Ausbau kohlenstoffarmer Energiequellen hinweist. Hier gibt es deutlichen Handlungsbedarf, um sicherzustellen, dass künftige Energiebedarfe nachhaltig und umweltfreundlich gedeckt werden können.
Vorschläge
Um den Anteil kohlenstoffarmer Stromerzeugung zu erhöhen, könnte Indonesien wertvolle Lehren aus anderen Regionen ziehen, die erfolgreich grüne Energien nutzen. Dänemark und Staaten wie Iowa und South Dakota haben eindrucksvoll gezeigt, wie Windkraft beträchtliche Anteile an der Stromerzeugung erreichen kann, mit mehr als 50%. Zudem könnte Indonesien der Nutzung von Solarenergie mehr Gewicht geben, inspiriert von Nevada, wo Solarenergie 34% des Stroms liefert. Kernkraft ist ebenfalls eine erprobte Methode, um saubere Energie bereitzustellen, wie Frankreich mit einem Anteil von 67% an Stromerzeugung durch Kernenergie belegt. Die Anpassung dieser Strategien könnte Indonesien helfen, seine Abhängigkeit von fossilen Energien zu reduzieren.
Geschichte
Betrachtet man die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Indonesien, so zeigen sich unterschiedliche Entwicklungen über die Jahre. In den späten 1980er und frühen 1990er Jahren gab es schrittweise Zuwächse in der Wasserkraftproduktion, die jedoch auch Rückschläge hinnehmen musste, etwa 1994 und 1997. Im neuen Jahrtausend folgten weitere Steigerungen, insbesondere durch Geothermie im Jahr 2000 und erneut 2017. Die 2010er Jahre waren geprägt durch einen dynamischen Zuwachs an Biokraftstoffen, insbesondere 2018. Jüngste Rückgänge der Wasserkraft im Jahr 2023 zeigen jedoch, dass es wichtig ist, die bestehenden Herausforderungen zu überwinden und kohlenstoffarme Technologien konsequent auszubauen.





