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Elektrizität in Ungarn im Jahr 2025

2.969 kWh/person Kohlenstoffarmer Elektrizität
+235 #65
4.894 kWh/person Gesamtelektrizität
+36 #96
210 gCO2eq/kWh Kohlenstoffintensität
-22 #46
61 % Kohlenstoffarmer Elektrizität
+4,4 #59

Derzeit bezieht Ungarn mehr als die Hälfte seines Strombedarfs aus kohlenstoffarmen Quellen. Etwa ein Drittel des Stroms stammt aus Kernenergie, während Solarenergie mit fast einem Viertel ebenfalls eine bedeutende Rolle spielt. Netto-Importe machen etwa ein Fünftel des Stromverbrauchs aus, was zeigt, dass das Land noch nicht vollständig autark ist. Fossile Brennstoffe, insbesondere Gas, tragen noch ein knappes Fünftel zum Strommix bei. Kohle und Biokraftstoffe machen hingegen nur einen sehr geringen Anteil aus, während Windenergie kaum ins Gewicht fällt.

Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen EIA, ENTSOE, Eurostat, IEA und World Bank. Mehr über Datenquellen →

Wächst der Strom in Ungarn?

Betrachtet man den Stromverbrauch, so gibt es ein leichtes Wachstum. Der Pro-Kopf-Verbrauch stieg von 2024 auf 2025 um 36 kWh, was ein Fortschritt ist, wenn auch ein kleiner. Positiver fällt die Veränderung im Bereich der kohlenstoffarmen Stromerzeugung aus, die um 235 kWh pro Person gestiegen ist. Diese Zunahme deutet darauf hin, dass Ungarn den Ausbau von sauberem Strom intensiviert, obwohl der Zuwachs im Pro-Kopf-Gesamtverbrauch nur gering ist. Die verstärkte Nutzung sauberer Energien ist ermutigend, muss jedoch weiter beschleunigt werden, um den steigenden Anforderungen an Elektrifizierung gerecht zu werden.

Vorschläge

Um den Anteil kohlenstoffarmer Stromerzeugung weiter zu erhöhen, sollte Ungarn den Ausbau der Kern- und Solarenergie intensivieren, da diese bereits signifikante Beiträge leisten. Ein Blick auf erfolgreiche Länder zeigt, dass Frankreich und die Slowakei mit über zwei Dritteln ihrer Stromerzeugung aus Kernenergie eine Vorreiterrolle einnehmen. Im Bereich der Solarenergie könnte Ungarn von Nordmazedonien lernen, das fast die Hälfte seines Stroms aus Solarenergie bezieht. Diese Beispiele verdeutlichen, dass ein fokussierter Ausbau von Kern- und Solarenergie Ungarn auf dem Weg zu einem nachhaltigeren Energiemix unterstützen kann.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

Geschichte

In den 1980er Jahren erlebte die Kernenergie in Ungarn einen kontinuierlichen Ausbau, wobei jährliche Zuwächse zwischen 0,9 und 3,6 TWh verzeichnet wurden. Diese positive Entwicklung stagnierte ab 2003, als ein starker Rückgang von 2,9 TWh zu beobachten war. In den folgenden Jahren bis 2009 verlief der Ausbau schleppend. Erfreulicherweise setzte ab 2019 ein Aufwärtstrend bei der Solarenergie ein, der bis 2024 stark zunahm. Trotz einer leichten Verlangsamung im Jahr 2025 zeigt sich die solarbasierte Stromerzeugung seither als wachsender Bestandteil des Energiemixes. Ungarn sollte auf diese positiven Entwicklungen aufbauen und die Erfolge der Vergangenheit im Bereich der Kohlenstoffarmen Energien weiter ausbauen, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu vermindern und eine führende Rolle im Bereich nachhaltiger Energieerzeugung zu übernehmen.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

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