LowCarbonPower logo
Instagram Facebook X (Twitter)

Elektrizität in Ungarn im Jahr 2023

Weltweites Ranking: #38
53.6% #68 Kohlenstoffarmer Strom
41.03 % #73 Electrification
551.39 watts #69 Erzeugung pro Person
251.50 gCO2eq/kWh #55 Kohlenstoffintensität

Derzeit stammt die Stromerzeugung in Ungarn zu mehr als der Hälfte aus kohlenstoffarmen Quellen, was eine positive Entwicklung darstellt. Insbesondere Kernenergie spielt dabei eine erhebliche Rolle und trägt rund 34% zur Gesamtstromerzeugung bei. Nahezu ein Viertel des Stroms wird über Netto-Importe gedeckt, und immerhin knapp 23% stammen aus fossilen Brennstoffen, wobei Gas den größten Anteil mit etwa 16% hat. Solarenergie trägt rund 14% bei, während Windenergie nur etwa 1% ausmacht. Die übrigen Quellen, wie Kohle und Biokraftstoffe, haben geringere Anteile.

Vorschläge

Um den Anteil an kohlenstoffarmem Strom in Ungarn weiter zu erhöhen, sollte das Land seine bestehende Nuklear- und Solarinfrastruktur ausbauen, da diese Technologien bereits eine große Menge an Elektrizität liefern. Ein Blick auf andere Länder zeigt, dass dies ein effektiver Weg sein kann: Frankreich bezieht 65% seines Stroms aus Kernenergie, während die Slowakei diesen Anteil auf 62% und die Ukraine auf 55% gebracht haben. Im Bereich der Windenergie erzielen Länder wie Dänemark, das 53% seiner Elektrizität aus Wind bezieht, und Uruguay mit 35% bemerkenswerte Ergebnisse. Diese positiven Beispiele zeigen, dass ein gezielter Ausbau von Kern- und Solarenergie sowie gegebenenfalls Windenergie einen großen Beitrag zur Energieunabhängigkeit und Umweltfreundlichkeit leisten kann.

Geschichte

In den frühen 1980er Jahren erlebte Ungarn einen kontinuierlichen Anstieg der Stromproduktion aus Kernenergie, insbesondere in den Jahren 1983 bis 1988, als die Zuwächse zwischen 0,9 und 3,6 TWh pro Jahr lagen. Nach einem deutlichen Rückgang im Jahr 2003 um 2,9 TWh konnte sich die Kernenergieproduktion in den folgenden Jahren wieder erholen. Auch bei den Biofuels gab es im Jahr 2004 einen bemerkenswerten Zuwachs von 0,6 TWh. Seit 2019 erlebt die Solarstromerzeugung in Ungarn ein starkes Wachstum mit jährlichen Zuwächsen von bis zu 1,9 TWh im Jahr 2023. Diese Entwicklungen zeigen, dass Ungarn auf einem guten Weg ist, seine kohlenstoffarme Stromproduktion zu stärken und weiter auszubauen.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

Maximum Imports

Daten-Quellen

Für die Jahre 1980 bis 1983 die Datenquellen sind EIA und IEA (Importe/Exporte).
Für die Jahre 1984 bis 1989 die Datenquellen sind World Bank und IEA (Importe/Exporte).
Für die Jahre 1990 bis 2019 die Datenquelle ist IEA.
Für die Jahre 2020 bis 2023 die Datenquelle ist Ember.
Instagram Facebook X (Twitter)