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Elektrizität in Ungarn im Jahr 2025/2026

Letzte 12 Monate Sept. 2025 – Aug. 2026
Kohlenstoffarmer Elektrizität
2.822 kWh/person -148
Gesamtelektrizität
4.677 kWh/person -217
Kohlenstoffarmer Elektrizität
60 % -0,34
Kohlenstoffintensität
213 gCO2eq/kWh +2,7

In den letzten zwölf Monaten, von September 2025 bis August 2026, zeigt sich Ungarn in einer interessanten Phase seiner Stromverbrauchsmuster. Mehr als die Hälfte der Elektrizität stammt aus kohlenstoffarmen Quellen, wobei diese überwältigende Mehrheit durch Kernkraft (etwa ein Drittel) und Solarenergie (nahezu ein Viertel) abgedeckt wird. Fossile Brennstoffe wie Gas und Kohle machen fast 20% der Stromerzeugung aus, während Importstrom auch eine vergleichbare Rolle beim Stromverbrauch spielt. Andere kohlenstoffarme Energiequellen wie Biokraftstoffe und Wind tragen zusammen weniger als 6% bei. Dieses Bild verdeutlicht die hohe Abhängigkeit von sauberen und nachhaltigen Energiequellen in Ungarn und stellt gleichzeitig das Potenzial für weitere Verbesserungen dar.

Wächst der Strom in Ungarn?

Bezüglich des Wachstums des Stromverbrauchs in Ungarn gibt es Grund zur Sorge. Die jüngste Statistik aus dem Jahr 2026 zeigt, dass der Stromverbrauch bei 4677 kWh pro Person lag, was eine Verringerung um 217 kWh im Vergleich zum Vorjahr, das einen Rekord von 4894 kWh pro Person verzeichnete, bedeutet. Im Bereich der kohlenstoffarmen Stromerzeugung zeigt sich ebenfalls ein Rückgang: Die neuen Zahlen zeigen 2822 kWh pro Person, früher waren es jedoch 2969 kWh pro Person im Jahr 2025, was einem Rückgang von 148 kWh entspricht. Diese Abnahmen sind Anlass zur Besorgnis, da der Übergang zu einer sauberen Energiezukunft dadurch verlangsamt wird.

Vorschläge

Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung in Ungarn zu steigern, wäre der Ausbau der bestehenden Kernenergie- und Solarkapazitäten ein wirkungsvoller Schritt. Länder wie Frankreich und die Slowakei dienen als herausragende Beispiele, da mehr als zwei Drittel ihrer Elektrizität aus Kernenergie stammt und somit ein bedeutender Beitrag zum kohlenstoffarmen Mix geleistet wird. Zugleich sollte auch das Potenzial für Windenergie nicht unterschätzt werden, wie Dänemark und Iowa eindrucksvoll zeigen, wo mehr als die Hälfte ihrer Elektrizität aus Wind stammt. Ungarn könnte durch eine Diversifizierung der erneuerbaren Stromquellen und einen entschiedenen Ausbau bestehender Technologien seine Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen weiter reduzieren.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Geschichte

In der Geschichte von Ungarns kohlenstoffarmer Stromerzeugung lässt sich ein interessanter Wandel beobachten. In den 1980er Jahren stieg die Kernenergie-Erzeugung kontinuierlich an, getragen von jährlichen Zuwächsen. Eine bedeutsame Ausnahme bildet das Jahr 2003, in dem ein erheblicher Rückgang zu verzeichnen war. Danach erholte sich dieser Bereich jedoch wieder. Seit 2019 trägt auch Solar zunehmend zur kohlenstoffarmen Stromversorgung bei, mit konstant steigenden Zuwächsen jährlich, besonders ausgeprägt im Jahr 2024. Trotz eines leichten Rückgangs der Kernenergieproduktion im Jahr 2026 bleibt der Langfristtrend in Richtung eines kohlenstoffarmen Energiemix deutlich sichtbar.

* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

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