Von Juli 2025 bis Juni 2026 deckte Kalifornien rund 57 % seines Stromverbrauchs durch kohlenstoffarme Stromerzeugung. Solar lieferte mit gut 31 % fast ein Drittel: Rund 19 % entfielen auf Solar der Versorgungsbetriebe und 12 % auf Solar zum Eigenverbrauch. Hinzu kamen Wasserkraft mit knapp 9 %, Kernenergie mit gut 6 %, Wind mit gut 5 %, Geothermie mit knapp 4 % und Biokraftstoffe mit rund 1,5 %. Fossile Brennstoffe deckten etwa 22 % des Stromverbrauchs, nahezu vollständig durch Gas. Weitere rund 21 % entfielen auf Netto-Importe, deren Zusammensetzung aus kohlenstoffarmem und fossilem Strom aus diesen Angaben nicht hervorgeht.
Wächst der Strom in Kalifornien?
Beim Stromverbrauch pro Kopf liegt Kalifornien noch unter seinem bisherigen Höchststand: Der jüngste Wert für 2026 beträgt rund 7.600 kWh je Person, gegenüber 7.700 kWh im Rekordjahr 2024. Das sind 114 kWh beziehungsweise etwa 1,5 % weniger. Die kohlenstoffarme Stromerzeugung pro Kopf erreichte hingegen einen neuen Rekord von rund 4.310 kWh und übertraf den bisherigen Höchstwert von 2025 um 52 kWh, also gut 1 %. Dieser Zuwachs an sauberem Strom ist erfreulich. Der Abstand beim gesamten Pro-Kopf-Verbrauch zum Rekord verdient angesichts des künftig wachsenden Strombedarfs durch Elektrifizierung und KI Aufmerksamkeit; ob der gesamte Stromverbrauch wächst, lässt sich ohne Angaben zur Bevölkerungsentwicklung jedoch nicht bestimmen.
Vorschläge
Kalifornien sollte seine bereits starke Solarstromerzeugung weiter ausbauen – sowohl mit großen Anlagen als auch auf Dächern. Ergänzend bieten Kernenergie und Wind Möglichkeiten, die kohlenstoffarme Stromversorgung zu vergrößern und fossile Stromerzeugung mit ihren Klimagasen und Luftschadstoffen zurückzudrängen. Besonders relevant ist der benachbarte US-Bundesstaat Arizona, der rund ein Viertel seines Stroms aus Kernenergie erzeugt. Der US-Bundesstaat Illinois erreicht damit fast die Hälfte, Frankreich sogar rund zwei Drittel: Diese Regionen zeigen, welchen großen Beitrag Kernenergie leisten kann. Beim Wind bieten die US-Bundesstaaten Texas mit rund 22 % und New Mexico mit 36 % hilfreiche Vergleichspunkte. Kalifornien kann solche Erfahrungen für den Ausbau von Erzeugung und Stromnetzen nutzen und zusätzliche Kernkraftkapazitäten prüfen.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Geschichte
Die vorliegenden historischen Angaben für 2024 bis 2026 zeigen vor allem einen anhaltenden Rückgang der Wasserkraft: Ihre jährliche Erzeugung sank gegenüber dem jeweiligen Vorjahr um 2,6, 1,3 und 1,7 TWh – zusammen um 5,6 TWh. Wind legte 2024 und 2025 um 1,6 beziehungsweise 0,6 TWh zu, bevor 2026 ein kleiner Rückgang von 0,1 TWh folgte. Die Kernenergie gewann 2024 rund 0,7 TWh und 2026 weitere 0,8 TWh hinzu; damit lag ihre Erzeugung am Ende über dem Niveau vor diesem Zeitraum. Bei der Geothermie überwogen insgesamt leichte Rückgänge, ebenso bei den ebenfalls kohlenstoffarmen Biokraftstoffen. Insgesamt unterstreichen diese Entwicklungen, wie wichtig ein kräftiger Ausbau sauberer Stromerzeugung ist. Veränderungen der Solarstromerzeugung sind in dieser historischen Datenreihe nicht enthalten.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Stromimporte und -exporte
Handelsbilanz
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.













