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Elektrizität in Nicaragua im Jahr 2023

413 kWh/person Kohlenstoffarmer Elektrizität
806 kWh/person Gesamtelektrizität
+6,7 #160
316 gCO2eq/kWh Kohlenstoffintensität
+36 #90
51 % Kohlenstoffarmer Elektrizität
-13 #74

Derzeit wird in Nicaragua etwas mehr als die Hälfte des Stroms aus kohlenstoffarmen Quellen erzeugt. Dies umfasst Geothermie, Wasserkraft und Windenergie, die zusammen fast 51% der gesamten Stromproduktion ausmachen. Biokraftstoffe tragen ebenfalls mit etwa 16% dazu bei. Fossile Brennstoffe liefern rund 28% des elektrischen Stroms in dem Land. Der restliche Anteil des Stromverbrauchs wird durch Netto-Importe gedeckt, die etwa ein Fünftel der gesamten Stromversorgung ausmachen. Insgesamt zeigt sich, dass Nicaragua sich in einem Übergang zu einer klimafreundlicheren Stromerzeugung befindet, auch wenn immer noch ein erheblicher Teil von importierter und fossiler Energie abhängig ist.

Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen Ember, IEA und World Bank. Mehr über Datenquellen →

Wächst der Strom in Nicaragua?

Beim Blick auf die Entwicklung der Stromversorgung in Nicaragua lässt sich ein leichtes Wachstum erkennen. Der durchschnittliche Stromverbrauch hat sich im Jahr 2023 geringfügig auf 806 kWh pro Person erhöht, im Vergleich zu 799 kWh pro Person im Jahr 2022. Dies deutet auf eine wachsende Nachfrage nach elektrischer Energie hin. Trotz dieses Anstiegs ist jedoch im kohlenstoffarmen Stromsektor eine leichte Abnahme zu verzeichnen, da der Pro-Kopf-Verbrauch an kohlenstoffarmem Strom von 438 kWh im Jahr 2021 auf 413 kWh im Jahr 2023 gesunken ist. Diese Entwicklung könnte durch eine unzureichende Erweiterung der sauberer Energie beeinflusst worden sein.

Vorschläge

Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung in Nicaragua zu steigern, wäre es sinnvoll, die bereits bestehende Windkraftkapazität zu erweitern. Betrachtet man erfolgreiche Beispiele, so könnten Länder wie Dänemark und Iowa, die einen großen Anteil ihres Stroms durch Windenergie erzeugen, als Vorbilder dienen. Auch die Solarenergie sollte, inspiriert durch Staaten wie Nevada und Kalifornien mit jeweils mehr als einem Viertel ihrer Elektrizität aus Solar, weiter ausgebaut werden. Die Einführung von Kernenergie könnte ebenfalls einen bedeutenden Beitrag leisten, wie die Erfahrungen von Ländern wie Frankreich und der Slowakei zeigen, die mehr als die Hälfte ihres Strombedarfs aus Kernenergie decken. Die Kombination aus Wind- und Solarenergie sowie der möglichen Einführung von Kernenergie könnte den Weg in eine kohlenstoffarme Zukunft ebnen.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

Geschichte

Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Nicaragua zeigt, dass seit den frühen 1970er Jahren vor allem die Wasserkraft ein bedeutender Faktor war. In den Jahrzehnten danach erlebte die Wasserkraft immer wieder Anstiege und Rückgänge, zum Beispiel in den Jahren 1972, 1989 und 2008 mit positiven Entwicklungen und Rückgängen in den Jahren 1977, 1983 und 2000. Die Einführung von Geothermie im Jahr 2012 und Windenergie im Jahr 2013 sorgte für zusätzlichen kohlenstoffarmen Strom. In den letzten zehn Jahren kam es bei Windenergie und Biokraftstoffen zu einer leichten Zunahme, was auf eine positive Tendenz in Richtung kohlenstoffarmer Energie hindeutet.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

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