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Elektrizität in Neuseeland im Jahr 2025/2026

Letzte 12 Monate Aug. 2025 – Juli 2026
Kohlenstoffarmer Elektrizität
7.698 kWh/person -531
Gesamtelektrizität
8.214 kWh/person -2.235
Kohlenstoffarmer Elektrizität
94 % +0,86
Kohlenstoffintensität
62 gCO2eq/kWh -17

Neuseeland deckt bereits knapp 94 % seines Stromverbrauchs aus kohlenstoffarmen Quellen – ein bemerkenswerter Erfolg. In den zwölf Monaten von August 2025 bis Juli 2026 entfielen rund 59 % auf Wasserkraft, 22 % auf Geothermie, 9 % auf Wind und 3 % auf Solarenergie. Fossile Brennstoffe lieferten dagegen nur gut 6 % des Stroms: knapp 5 % kamen aus Gas und rund 1,5 % aus Kohle. Die nächste große Aufgabe ist, auch Verkehr, Heizung und Industrie stärker zu elektrifizieren. Dafür wird deutlich mehr sauberer Strom benötigt.

Wächst der Strom in Neuseeland?

Ein langfristiges Wachstum des Stromverbrauchs pro Kopf lässt sich aus dem Vergleich mit den bisherigen Höchstständen nicht erkennen. Der jüngste Wert für 2026 beträgt rund 8.200 kWh je Person und liegt damit etwa 2.200 kWh beziehungsweise 21 % unter dem Rekord von 2004 mit rund 10.450 kWh. Auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung liegt mit rund 7.700 kWh je Person unter ihrem bisherigen Höchststand: 1995 waren es rund 8.230 kWh, also etwa 530 kWh oder 6 % mehr. Dieser Rückstand ist angesichts des zusätzlichen Strombedarfs durch Elektrifizierung und KI besorgniserregend. Die Zahlen zeigen allerdings weder die jüngste jährliche Entwicklung noch, ob der gesamte Stromverbrauch des Landes wächst.

Vorschläge

Neuseeland sollte seine kohlenstoffarme Stromerzeugung deshalb deutlich ausbauen. Besonders die Solarenergie bietet einen Ansatzpunkt: Zusätzliche Anlagen auf Dächern und Freiflächen könnten ihren bislang kleinen Beitrag vergrößern. Ergänzend sollte das Land den Aufbau von Kernenergie als weitere saubere Stromquelle prüfen, um die Stromversorgung breiter aufzustellen und zusätzliche verlässliche Erzeugung bereitzustellen. Auch mehr Geothermie und Windkraft sowie die Modernisierung bestehender Wasserkraftwerke können helfen. Zusammen mit leistungsfähigeren Stromnetzen und Speichern würde dieser Ausbau die Elektrifizierung unterstützen und den verbleibenden Einsatz fossiler Brennstoffe mit ihren Klimagasen und Luftschadstoffen weiter zurückdrängen.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

* 12M = Letzte 12 Monate (Aug. 2025 – Juli 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Geschichte

Die vorliegenden historischen Angaben betreffen ausschließlich Veränderungen der Wasserkrafterzeugung und zeigen wiederholte Zuwächse, aber auch deutliche Rückgänge. In den späten 1970er- und den 1980er-Jahren überwogen die aufgeführten Zuwächse: 1975 und 1979 kamen jeweils etwa 2,5 bis 2,7 TWh hinzu, 1983 und 1986 jeweils gut 2 TWh; dazwischen sank die Erzeugung 1976 um knapp 2 TWh. Die 1990er-Jahre waren wechselhaft: Auf ein Minus 1992 folgten kräftige Zuwächse 1993 und 1994, während sich Ende des Jahrzehnts Rückgänge und Erholungen abwechselten. Auch die frühen 2000er-Jahre schwankten stark: Nach einem Minus von 2,8 TWh 2001 folgten Zuwächse von 3,2 TWh 2002 und 3,6 TWh 2004, bevor 2005 ein Rückgang von 3,9 TWh eintrat. Später standen Zuwächsen von jeweils rund 2 TWh in den Jahren 2009 und 2022 Rückgänge von 2,2 TWh 2012 und 2,8 TWh 2024 gegenüber. Der erneute Anstieg um 1,8 TWh 2026 ist erfreulich; für einen dauerhaft wachsenden sauberen Stromsektor sollte Neuseeland diese Erholung durch zusätzliche kohlenstoffarme Erzeugung ergänzen.

* 12M = Letzte 12 Monate (Aug. 2025 – Juli 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

* 12M = Letzte 12 Monate (Aug. 2025 – Juli 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

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