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Elektrizität in Türkei im Jahr 2023

Weltweites Ranking: #62
41.5% #78 Kohlenstoffarmer Strom
434.80 watts #85 Erzeugung pro Person
421.78 gCO2eq/kWh #100 Kohlenstoffintensität

Im Jahr 2023 macht in der Türkei der Anteil von Strom, der aus fossilen Brennstoffen erzeugt wird, mehr als die Hälfte aus - rund 57%. Insbesondere Kohle und Gas tragen mit 36% bzw. 20% zu dieser Bilanz bei. Dem gegenüber steht ein Anteil von knapp 42% an kohlenstoffarmem Strom. In dieser Kategorie wird fast die Hälfte, genauer gesagt etwa 20%, durch Wasserkraft generiert. Wind trägt mit etwas über 10% zum Mix bei, gefolgt von Solarstrom mit fast 6%. Geothermie und Biokraftstoffe erzeugen zusammen einen Anteil von knapp 6%. Allerdings muss beachtet werden, dass rund 1% des Stroms durch Netto-Importe gedeckt wird.

Vorschläge

Um die Produktion von kohlenstoffarmem Strom zu erhöhen, könnte die Türkei ihren Fokus auf die Ausweitung bereits bestehender Windenergiekapazitäten legen, da diese Technologie bereits einen spürbaren Beitrag zur Stromerzeugung leistet. Dazu wäre es hilfreich, Erfolgsstrategien aus anderen Ländern nachzuahmen. Dänemark zum Beispiel erzeugt 59% seines Stroms aus Windkraft, und auch Uruguay kommt auf einen beachtlichen Wert von 41%. Innerhalb Europas ist besonders der hohe Anteil an Kernenergie bemerkenswert. In Frankreich, der Slowakei und der Ukraine macht dieser über 50% der Stromerzeugung aus. Wenn die Türkei eine ähnliche Strategie verfolgt, könnten erhebliche Fortschritte bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung erzielt werden.

Geschichte

Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in der Türkei ist vor allem geprägt von Entwicklungen in der Wasserkraft. Seit den späten 80er Jahren hat die Nutzung der Wasserkraft stark geschwankt. So wurden in den 90er Jahren teils erhebliche Zuwächse wie 1993 mit einem Plus von 7,4 TWh verzeichnet, aber auch deutliche Rückgänge wie 1999 mit einem Minus von 7,6 TWh. Ab den 2000er Jahren waren die Schwankungen noch ausgeprägter. Stellvertretend dafür steht das Jahr 2014, in dem die Wasserkraft einen Rückgang von 18,8 TWh erlebte. Auf der anderen Seite wurde in den letzten Jahren der Beitrag der Windenergie gestärkt. So gab es 2021 einen Zuwachs von 6,6 TWh aus Windenergie.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

Daten-Quellen

Für die Jahre 1971 bis 1974 die Datenquelle ist World Bank.
Für die Jahre 1975 bis 1981 die Datenquellen sind World Bank und IEA (Importe/Exporte).
Für die Jahre 1982 bis 1983 die Datenquellen sind EIA und IEA (Importe/Exporte).
Für das Jahr 1984 die Datenquellen sind World Bank und IEA (Importe/Exporte).
Für die Jahre 1985 bis 1989 die Datenquellen sind Energy Institute und IEA (Importe/Exporte).
Für das Jahr 1990 die Datenquellen sind Energy Institute und IEA (Importe/Exporte).
Für die Jahre 1991 bis 2009 die Datenquelle ist IEA.
Für das Jahr 2010 die Datenquellen sind Energy Institute und IEA (Importe/Exporte).
Für die Jahre 2011 bis 2017 die Datenquelle ist IEA.
Für die Jahre 2018 bis 2019 die Datenquellen sind IEA und IEA (Importe/Exporte).
Für die Jahre 2020 bis 2022 die Datenquelle ist Ember.
Für das Jahr 2023 die Datenquelle ist Ember.
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