LowCarbonPower logo
Instagram Facebook X (Twitter) LinkedIn GitHub

Elektrizität in Guadeloupe im Jahr 2022

Kohlenstoffarmer Elektrizität
1.482 kWh/person +79
Gesamtelektrizität
4.264 kWh/person -111
Kohlenstoffarmer Elektrizität
35 % +1,0
Kohlenstoffintensität
489 gCO2eq/kWh -7,9

Guadeloupes Stromverbrauch wurde 2022 zu fast zwei Dritteln durch fossile Brennstoffe und zu gut einem Drittel durch kohlenstoffarme Stromquellen gedeckt. Kohle allein machte rund 13 % des Strommixes aus. Innerhalb der kohlenstoffarmen Stromversorgung lieferten Biokraftstoffe knapp 15 % des gesamten Stroms, Solar und Wind jeweils rund 7 % und Geothermie rund 6 %. Damit besteht bereits eine vielfältige Basis für sauberen Strom, doch fossile Brennstoffe dominieren weiterhin und verursachen klimaschädliche Emissionen sowie Luftverschmutzung.

Wächst der Strom in Guadeloupe?

Ein eindeutiges Wachstum des gesamten Stromverbrauchs lässt sich aus den vorliegenden Pro-Kopf-Werten nicht ableiten: 2022 lag der Verbrauch bei rund 4.260 kWh je Person und damit etwa 110 kWh beziehungsweise knapp 3 % unter dem bisherigen Rekord von 2016. Dieser Rückstand ist angesichts des zusätzlichen Strombedarfs durch Elektrifizierung und Digitalisierung bedenklich. Erfreulich ist dagegen der neue Höchststand bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung: Sie erreichte 2022 rund 1.480 kWh je Person, etwa 80 kWh oder knapp 6 % mehr als beim bisherigen Rekord von 2021. Die saubere Stromerzeugung wächst somit, auch wenn der gesamte Pro-Kopf-Verbrauch seinen früheren Höchststand noch nicht wieder erreicht hat.

Vorschläge

Guadeloupe sollte besonders Solarstrom ausbauen, etwa auf Dächern und bereits genutzten Flächen, und diesen Ausbau durch Speicher und leistungsfähigere Stromnetze ergänzen. Als besonders relevante Inselbeispiele zeigen der US-Bundesstaat Hawaii und Zypern mit jeweils rund 23 % Solarstrom, dass deutlich höhere Anteile als Guadeloupes bisherige 7 % möglich sind. Beim Wind kann Irland mit rund einem Drittel seiner Stromerzeugung als Orientierung dienen; geeignete Standorte könnten auch Guadeloupes Windstromanteil erhöhen. Zusätzlich sollte Guadeloupe Möglichkeiten für Kernenergie prüfen und dabei Frankreichs technische Erfahrung nutzen: Frankreich erzeugt rund zwei Drittel seines Stroms mit Kernenergie. Auch der US-Bundesstaat South Carolina deckt damit mehr als die Hälfte seiner Stromerzeugung. Diese Beispiele zeigen, wie Solar, Wind und Kernenergie eine wachsende kohlenstoffarme Stromversorgung unterstützen können; ihre konkrete Umsetzung muss auf Guadeloupes örtlichen Bedarf abgestimmt werden.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

Geschichte

Die vorliegenden historischen Angaben zeigen einzelne deutliche Zuwächse zwischen längeren Phasen geringer oder auf die ausgewiesene Genauigkeit gerundeter unveränderter Erzeugung. In den frühen 2000er-Jahren wurden für Biokraftstoffe mehrfach keine Veränderungen ausgewiesen; 2005 stieg dagegen die Stromerzeugung aus Geothermie um rund 0,1 TWh. In den folgenden aufgeführten Jahren blieb die Geothermie weitgehend unverändert. Ein weiterer Fortschritt folgte 2012 mit einem Plus von rund 0,1 TWh bei Solarstrom. Während bei Biokraftstoffen 2017 und 2020 keine Veränderung verzeichnet wurde, nahm ihre Stromerzeugung 2021 um rund 0,2 TWh zu. Für Wind, Geothermie und Wasserkraft wurden 2021 keine Änderungen ausgewiesen, ebenso wenig für Geothermie 2022. Insgesamt sind diese Zuwächse erfreulich; für eine verlässlich wachsende saubere Stromversorgung braucht Guadeloupe jedoch einen kontinuierlicheren Ausbau, insbesondere von Solarstrom.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

Instagram Facebook X (Twitter) LinkedIn GitHub