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Elektrizität in Portugal im Jahr 2025/2026

Letzte 12 Monate Sept. 2025 – Aug. 2026
Kohlenstoffarmer Elektrizität
4.186 kWh/person -79
Gesamtelektrizität
5.926 kWh/person -129
Kohlenstoffarmer Elektrizität
71 % -10
Kohlenstoffintensität
164 gCO2eq/kWh +17

Von September 2025 bis August 2026 wurden in Portugal rund 71 % des Stromverbrauchs durch kohlenstoffarme Stromerzeugung gedeckt. Wasserkraft lieferte mit knapp 29 % den größten Beitrag, gefolgt von Wind mit 22 %, Solar mit gut 14 % und Biokraftstoffen mit 5 %. Fossile Brennstoffe deckten dagegen rund 16 % des Stromverbrauchs: überwiegend Gas mit knapp 14 % sowie Öl mit etwa 2 %. Weitere knapp 14 % entfielen auf Netto-Importe, deren Zusammensetzung aus kohlenstoffarmen und fossilen Quellen aus diesen Angaben nicht hervorgeht. Damit dominiert sauberer Strom bereits deutlich, doch fossile Stromerzeugung trägt weiterhin zu Klimawandel und Luftverschmutzung bei.

Wächst der Strom in Portugal?

Die neuesten Zahlen zeigen keinen weiteren Anstieg des Stromverbrauchs pro Kopf. Der für 2026 angegebene Wert beträgt rund 5.930 kWh pro Person und liegt damit etwa 130 kWh beziehungsweise 2 % unter dem bisherigen Rekord von rund 6.060 kWh im Jahr 2025. Auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung pro Kopf ging zurück: von ihrem Rekord von rund 4.270 kWh im Jahr 2025 auf etwa 4.190 kWh, also um rund 80 kWh beziehungsweise knapp 2 %. Dieser Rückgang ist bedauerlich, denn Elektrifizierung und wachsende Anwendungen künstlicher Intelligenz erhöhen den Bedarf an sauberem Strom. Ob der gesamte Stromverbrauch Portugals ebenfalls gesunken ist, lässt sich aus den Pro-Kopf-Werten allein allerdings nicht bestimmen.

Vorschläge

Portugal sollte seine bereits bedeutende Wind- und Solarstromerzeugung weiter ausbauen und zusätzlich den Einstieg in die Kernenergie prüfen. Für Wind bieten europäische Regionen gute Orientierung: Dänemark erzeugt 57 % seines Stroms aus Wind, Irland 35 % – deutlich mehr als Portugals 22 %. Bei Solar zeigen die US-Bundesstaaten Kalifornien mit 31 % und Nevada mit 35 %, dass diese Technologie erheblich größere Beiträge leisten kann als die derzeitigen gut 14 % in Portugal. Besonders relevant für Kernenergie ist das benachbarte Spanien, das 18 % seines Stroms daraus erzeugt; Frankreich erreicht sogar 67 %. Portugal kann von diesen Beispielen bei Planung, Netzausbau und dem Aufbau einer breit aufgestellten kohlenstoffarmen Stromversorgung lernen.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Geschichte

Die aufgeführten historischen Veränderungen betreffen ausschließlich Wasserkraft und zeigen starke Schwankungen der kohlenstoffarmen Stromerzeugung. Nach einem Zuwachs von gut 5 TWh im Jahr 1977 folgte 1989 ein Rückgang von gut 6 TWh. In den 1990er-Jahren wechselten deutliche Verluste 1992 und 1999 mit einem kräftigen Anstieg von gut 6 TWh im Jahr 1996. Auch die 2000er-Jahre waren wechselhaft: Rückgänge 2002, 2004 und 2005 standen Zuwächsen von knapp 8 TWh im Jahr 2003 und gut 6 TWh im Jahr 2006 gegenüber. In den 2010er-Jahren setzte sich dieses Muster fort, mit besonders kräftigen Zuwächsen 2010, 2013 und 2016, aber auch einem starken Einbruch von gut 9 TWh im Jahr 2017, gefolgt von einer Erholung um 6 TWh im Jahr 2018. Zuletzt sank die Wasserkrafterzeugung 2022 um knapp 5 TWh und stieg 2023 wieder um 6 TWh. Diese wechselhafte Entwicklung unterstreicht, wie wichtig zusätzliche Wind-, Solar- und Kernenergie für eine breitere saubere Stromversorgung wären.

* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

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