Der aktuelle Stand des Stromverbrauchs in Portugal im Jahr 2025 zeigt eine deutliche Vorherrschaft kohlenstoffarmer Energiequellen. Mehr als 70% des Stroms stammen aus sauberen Energiequellen. Unter diesen dominieren die Wasserkraft mit fast einem Drittel und die Windkraft mit fast einem Viertel des Gesamtverbrauchs. Netto-Importe von Strom machen über 16% des Energieverbrauchs aus. Auf der anderen Seite kommt etwas mehr als ein Zehntel des Stroms immer noch aus fossilen Energiequellen, wobei Gas die gesamte fossile Energie ausmacht. Solarenergie trägt mit fast 10,5% erheblich zur Stromproduktion bei, während Biokraftstoffe einen kleineren Anteil von rund 4,8% ausmachen.
Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen ENTSOE, Eurostat, IEA und World Bank. Mehr über Datenquellen →
Wächst der Strom in Portugal?
Betrachtet man die Entwicklung des Stromverbrauchs in Portugal, so hat es seit dem bisherigen Spitzenwert im Jahr 2016 einen Rückgang gegeben. Die neusten Zahlen zeigen, dass der Stromverbrauch bei 5585 kWh pro Person liegt, was einen Rückgang von 246 kWh pro Person im Vergleich zu 2016 bedeutet. Auch die Erzeugung von kohlenstoffarmen Strom ist zurückgegangen und fällt mit 3918 kWh pro Person hinter den 2024 erzielten Rekordwert von 4176 kWh pro Person zurück, was einen Rückgang von 257 kWh darstellt. Dies ist eine besorgniserregende Entwicklung, da das Wachstum und die Förderung kohlenstoffarmer Energiequellen entscheidend für die Bekämpfung des Klimawandels und die Sicherstellung einer nachhaltigen Energiezukunft sind.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung in Portugal zu steigern, sollten bestehende Wind- und Solaranlagen weiter ausgebaut werden, um ihre bereits bedeutende Rolle im Energiemix zu verstärken. Portugal kann auch von erfolgreichen Regionen wie Nevada lernen, wo Solarenergie 33% des Stroms liefert, oder von Dänemark mit einem Windkraftanteil von 58%. Die Implementierung von Kernenergie sollte ebenfalls ernsthaft in Erwägung gezogen werden, wie sie in Ländern wie Frankreich, wo Kernenergie 70% des Stroms ausmacht, erfolgreich angewendet wird. Der Ausbau von Solar- und Kernkraftanlagen wäre ein bedeutender Schritt in Richtung einer nachhaltigen und sauberen Energiezukunft.
Geschichte
Betrachtet man die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Portugal, so zeigt sich ein zyklisches Muster bei der Wasserkrafterzeugung. Im Laufe der Jahre hat es sowohl signifikante Ergüsse als auch Rückgänge gegeben. In den späten 90er und frühen 2000er Jahren erlebte die Wasserkrafterzeugung bemerkenswerte Ausschläge, sowohl positiv als auch negativ. Das Jahr 1977 markierte einen Höhepunkt mit einem Anstieg um 5,2 TWh, während 1989 ein dramatischer Rückgang von 6,4 TWh verzeichnet wurde. Im Laufe der 2000er Jahre gab es schwankende Entwicklungen, darunter einen Gewinn von 7,8 TWh im Jahr 2003 und einen Verlust von 5,9 TWh im folgenden Jahr. Diese volatilen Muster setzen sich bis in die Gegenwart fort und unterstreichen die Notwendigkeit, die Energiebasis zu diversifizieren und stabilere, kohlenstoffarme Energiequellen zu integrieren.




