Der aktuelle Stand des Stromverbrauchs in Portugal zeigt eine bemerkenswerte Dominanz kohlenstoffarmer Energien. Von September 2025 bis August 2026 betrug der Anteil kohlenstoffarmer Energien am Stromverbrauch mehr als zwei Drittel. Neben der dominierenden Wasserkraft, die knapp 29% ausmacht, trägt die Windkraft mit fast einem Viertel entscheidend bei. Solarenergie spielt ebenfalls eine wichtige Rolle und deckt rund 14% des Energiebedarfs ab. Fossile Brennstoffe machen weniger als ein Fünftel der Stromerzeugung aus, wobei Gas den größten Anteil hat. Netto-Importe sind fast gleichermaßen wie Gas und Solar vertreten. Der Anstieg kohlenstoffarmer Energien ist ein erfreulicher Fortschritt im Vergleich zu den als problematisch bekannten fossilen Brennstoffen, die zum Klimawandel und zu Luftverschmutzung beitragen.
Wächst der Strom in Portugal?
Leider zeigt sich ein Trend der Stagnation im Stromverbrauch in Portugal. Mit einem aktuellen Verbrauch von 5926 kWh pro Person im Jahr 2026 verzeichnen wir einen Rückgang gegenüber dem bisherigen Höchststand von 6056 kWh im Jahr 2025. Ähnlich verhält es sich beim kohlenstoffarmen Stromverbrauch, der auf 4186 kWh pro Person sank, nachdem 2025 mit 4265 kWh der Höchststand erreicht wurde. Diese rückläufige Entwicklung bereitet Sorgen, weil wir weltweit mehr Strom benötigen, um den zukünftigen Bedarf durch Elektrifizierung und das Wachstum von KI zu decken.
Vorschläge
Um Portugals Produktion kohlenstoffarmer Energie zu steigern, sollten bestehende Wind- und Solarkraftwerke weiter ausgebaut werden, da diese bereits den Grundstein für die grüne Energiezukunft legen. Erfolgreiche Regionen können als Vorbild dienen: So erzeugen Staaten wie Iowa in den USA beeindruckende 57% ihres Stroms aus Windenergie. Dänemark, ein weiteres Beispiel, erreicht ähnliche Werte. Im Bereich der Kernenergie kann Portugal von Ländern wie Frankreich und der Slowakei lernen, die einen großen Teil ihres Stroms sicher und effizient durch Kernenergie decken. Sowohl der Ausbau von Solar- als auch Kernkraftkapazitäten könnte Portugal helfen, seine kohlenstoffarme Energieproduktion erheblich zu steigern.
* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Geschichte
Historisch gesehen hat die Wasserkraft in Portugal seit den 1970er Jahren Schwankungen durchlebt. Während in den Jahren 1977 und 1996 bemerkenswerte Zuwächse von 5,2 TWh bzw. 6,4 TWh verzeichnet wurden, gab es auch Jahre mit bedeutenden Rückgängen, wie 1989 und 2002. Besonders beachtlich ist das Jahr 2003 mit einem Anstieg von 7,8 TWh und das Jahr 2013 mit einem Plus von 8,2 TWh. Trotzdem zeigte sich zuletzt im Jahr 2023 ein positiver Trend mit einer Zunahme von 6 TWh. Die regelmäßigen Schwankungen deuten darauf hin, dass es kontinuierlich notwendig ist, in stabile und planbare Energieträger zu investieren, um die Stromversorgung nachhaltig zu sichern und auszuweiten.
* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Stromimporte und -exporte
Handelsbilanz
* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.










