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Elektrizität in Portugal im Jahr 2025/2026

Letzte 12 Monate Okt. 2025 – Sept. 2026
Kohlenstoffarmer Elektrizität
4.182 kWh/person -83
Gesamtelektrizität
6.284 kWh/person +228
Kohlenstoffarmer Elektrizität
67 % -15
Kohlenstoffintensität
179 gCO2eq/kWh +32

Von Oktober 2025 bis September 2026 stammten in Portugal rund zwei Drittel des verbrauchten Stroms aus kohlenstoffarmer Erzeugung. Wasserkraft lieferte gut 27 %, Wind rund 20 %, Solar knapp 14 % und Biokraftstoffe knapp 5 %. Fossile Brennstoffe deckten dagegen etwa 15 % des Stromverbrauchs, überwiegend durch Gas mit knapp 13 % sowie Öl mit rund 2 %. Weitere knapp 19 % entfielen auf Netto-Importe, deren Zusammensetzung nach kohlenstoffarmen und fossilen Quellen aus diesen Daten nicht hervorgeht.

Wächst der Strom in Portugal?

Portugals Stromverbrauch wächst: Der aktuelle Wert für 2026 liegt bei rund 6.284 kWh pro Person und damit um 228 kWh beziehungsweise knapp 4 % über dem bisherigen Rekord von 6.056 kWh im Jahr 2025. Bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung ist die Entwicklung hingegen enttäuschend: Sie erreicht aktuell rund 4.182 kWh pro Person und bleibt damit um 83 kWh beziehungsweise etwa 2 % unter dem Rekord von 2025. Der steigende Stromverbrauch ist angesichts der Elektrifizierung und des zusätzlichen Bedarfs durch KI ein wichtiges Signal; umso dringlicher sollte die saubere Stromerzeugung wieder wachsen.

Vorschläge

Portugal sollte seine bereits bedeutende Wind- und Solarstromerzeugung weiter ausbauen und zusätzlich den Einstieg in die Kernenergie prüfen. Orientierung bieten mehrere erfolgreiche Regionen: Dänemark erzeugt rund 59 % seines Stroms aus Wind, Irland etwa 34 % – beide zeigen das Potenzial einer starken Windstromerzeugung in europäischen Ländern mit Atlantikküste. Bei Solar liefern Chile mit 24 % und der US-Bundesstaat Kalifornien mit 31 % anschauliche Beispiele für deutlich höhere Anteile. Auch die Kernenergie verdient einen festen Platz in Portugals Ausbauplanung: Das benachbarte Spanien erzeugt damit rund 18 % seines Stroms, Frankreich sogar etwa zwei Drittel. Ein Ausbau von Wind, Solar und Kernenergie könnte die kohlenstoffarme Stromversorgung stärken und den Einsatz fossiler Brennstoffe samt Klimabelastung und Luftverschmutzung verringern.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

* 12M = Letzte 12 Monate (Okt. 2025 – Sept. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Geschichte

Die vorliegenden historischen Daten zeigen vor allem starke jährliche Schwankungen der Wasserkrafterzeugung. Nach einem Zuwachs von 5,2 TWh im Jahr 1977 folgten Rückgänge von 6,4 TWh 1989 und 4,1 TWh 1992; einem kräftigen Plus von 6,4 TWh 1996 stand 1999 erneut ein Minus von 5,4 TWh gegenüber. In den 2000er-Jahren wechselten ebenfalls deutliche Rückgänge und Erholungen: Auf ein Minus von 6,1 TWh 2002 folgte ein Plus von 7,8 TWh 2003, anschließend sanken die Mengen 2004 und 2005 zusammen um 10,9 TWh, bevor sie 2006 wieder um 6,3 TWh zunahmen. In den 2010er-Jahren setzte sich dieses Muster fort, mit kräftigen Zuwächsen 2010, 2013 und 2016, aber auch erheblichen Einbrüchen – besonders um 9,3 TWh im Jahr 2017. Darauf folgte 2018 eine Erholung um 6 TWh. Zuletzt standen einem Rückgang von 4,6 TWh 2022 wieder 6 TWh zusätzlicher Wasserkraftstrom im Jahr 2023 gegenüber. Diese wechselhafte Entwicklung unterstreicht, wie wichtig zusätzliche kohlenstoffarme Erzeugung aus Wind, Solar und künftig auch Kernenergie für eine breiter aufgestellte Stromversorgung ist.

* 12M = Letzte 12 Monate (Okt. 2025 – Sept. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

* 12M = Letzte 12 Monate (Okt. 2025 – Sept. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

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