Der aktuelle Stand des Stromverbrauchs auf den Philippinen zeigt eine deutliche Dominanz von fossilen Brennstoffen bei der Stromerzeugung. Mehr als drei Viertel des Stroms werden aus fossilen Quellen generiert, wobei Kohle, der Hauptanteil mit über 60 %, die primäre Quelle ist. Gas trägt einen weiteren bemerkenswerten Anteil von fast 15 % bei. Auf der anderen Seite macht kohlenstoffarmer Strom knapp mehr als ein Fünftel der gesamten Stromerzeugung aus. Innerhalb dieser Gruppe stellt die Wasserkraft einen Anteil von knapp 9 %, gefolgt von Geothermie mit etwas über 8 % und Solarenergie mit rund 3 %. Diese Zahlen heben die Herausforderung hervor, vor der die Philippinen stehen, wenn es um den Übergang zu einer sauberen Energieinfrastruktur geht.
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Wächst der Strom in Philippinen?
Das Wachstum des Stromverbrauchs auf den Philippinen scheint im Gange zu sein, wie die jüngsten Zahlen zeigen. Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei 1045 kWh, was eine Steigerung darstellt, verglichen mit dem bisherigen Höchstwert von 975 kWh im Vorjahr. Dies deutet auf ein wachsendes Bewusstsein und einen steigenden Bedarf an elektrischer Energie hin, was ein positiver Indikator für die Wirtschaftstätigkeit ist. Leider zeigt die Stromerzeugung aus kohlenstoffarmen Quellen, dass sie trotz einer Gesamtzunahme des Pro-Kopf-Verbrauchs im Vergleich zu ihrem früheren Höchststand aus dem Jahr 2000 leicht rückläufig ist. Hier besteht eindeutig Handlungsbedarf, um die Erzeugung von sauberem Strom zu steigern und mit dem steigenden Gesamtverbrauch Schritt zu halten.
Vorschläge
Um die Erzeugung von kohlenstoffarmem Strom auf den Philippinen zu steigern, könnte man sich die Erfolgsmodelle anderer Länder anschauen, insbesondere den Ausbau von Solar- und Kernenergie. Regionen wie Kalifornien und Nevada zeigen bedeutende Fortschritte im Bereich Solarenergie mit mehr als 30 % Anteil an ihrer Stromerzeugung. Bei der Kernenergie könnten die Philippinen auf Länder wie Frankreich und die Slowakei blicken, die mehr als die Hälfte ihrer Elektrizität aus Kernkraft beziehen. Durch Investitionen in diese Technologien könnten die Philippinen nicht nur ihren sauberen Energieanteil erhöhen, sondern auch ihre Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern und so einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz leisten.
Geschichte
In der Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung auf den Philippinen gab es bemerkenswerte Veränderungen. In den 1980er Jahren und Anfang der 1990er Jahre zeigten sich moderate Zuwächse im Bereich der Wasserkraft, gefolgt von einem bemerkenswerten Anstieg der Geothermie im Jahr 1998. In der Folge gab es im Laufe der Jahre sowohl Zunahmen als auch Rückgänge in der Wasserkrafterzeugung, die deutlich die Instabilität in der Erzeugung kohlenstoffarmen Stroms in dieser Region widerspiegeln. Seit 2016 hat die Solarenergie jedoch durch kontinuierliche Zuwächse, einschließlich eines bedeutenden Sprungs im Jahr 2024, eine größere Bedeutung erlangt. Diese Uneinheitlichkeit in der Entwicklung zeigt die Notwendigkeit von beständigen und ambitionierten Investitionen in stabile kohlenstoffarme Technologien wie Solar- und Kernenergie auf.