Aktuell stammt mehr als drei Viertel des Stromverbrauchs auf den Philippinen aus fossilen Brennstoffen. Kohle ist mit über 60% der Stromerzeugung der Hauptakteur, gefolgt von Gas, das ebenfalls mehr als ein Zehntel ausmacht. Auf der anderen Seite trägt kohlenstoffarmer Strom rund ein Fünftel zur gesamten Stromerzeugung bei, wobei Wasserkraft und Geothermie die dominierenden sauberen Energiequellen sind. Solarenergie liefert einen kleineren Anteil, jedoch wächst ihre Bedeutung stetig. Der Mix aus fossiler und kohlenstoffarmer Energie zeigt sowohl Herausforderungen als auch Chancen für die Zukunft der Energieerzeugung auf den Philippinen.
Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen Ember, IEA und World Bank. Mehr über Datenquellen →
Wächst der Strom in Philippinen?
In Bezug auf das Wachstum des Stromverbrauchs haben die Philippinen einen positiven Trend gezeigt. Der Pro-Kopf-Stromverbrauch ist von 975 kWh im Jahr 2023 auf 1045 kWh im Jahr 2024 gestiegen, was auf ein signifikantes Wachstum hinweist. Dies ist ein Zeichen für den steigenden Energiebedarf der Bevölkerung sowie der Wirtschaft. Gleichzeitig ist der Anteil der kohlenstoffarmen Stromerzeugung im Vergleich zu früheren Spitzenwerten leicht gesunken, was auf einen Bedarf zur Verstärkung und Verbesserung dieser sauberen Energiequellen hinweist, besonders angesichts der zunehmenden Elektrifizierung, die benötigt wird, um zukünftige Herausforderungen zu bewältigen.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung zu erhöhen, könnten die Philippinen von Ländern lernen, die bereits signifikante Anteile sauberer Energie nutzen. Im Bereich der Solarenergie könnten Erfahrungen aus Ländern wie Kalifornien und Nevada, die jeweils fast ein Drittel der Energie aus Solarenergie gewinnen, wertvolle Erkenntnisse bieten. Zudem könnte die Umsetzung von Kernenergie, wie sie in Ländern wie Frankreich und der Slowakei erfolgreich genutzt wird, die Energieunabhängigkeit und den sauberen Stromanteil auf den Philippinen erheblich steigen. Durch die verstärkte Nutzung von sowohl Solar- als auch Kernenergie könnte das Land seine Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen reduzieren und seine Nachhaltigkeitsziele besser erreichen.
Geschichte
In der Vergangenheit hat der Beitrag der kohlenstoffarmen Energiequellen auf den Philippinen Schwankungen erfahren. In den 1980er Jahren nahm die Wasserkraft zumeist zu, während in den 1990er Jahren Schwankungen sowohl in der Wasserkraft als auch in der Geothermie auftraten. Nach der Jahrtausendwende zeigte die Geothermie zunächst Wachstum, gefolgt von mittelfristigen Rückgängen. Ab 2010 gab es einige Schwankungen bei der Wasserkrafterzeugung. In den letzten Jahren ist besonders Solarenergie vermerkt worden, die ab 2016 einen kleinen, jedoch kontinuierlich wachsenden Beitrag leistet. Die Geschichte zeigt die komplexe Herausforderung, die es darstellt, ein stabiles und wachsendes Portfolio an kohlenstoffarmen Energien zu sichern und auszubauen.




