In den Philippinen ist der derzeitige Zustand des Stromverbrauchs stark von fossilen Brennstoffen geprägt, wobei fast 78% der Stromerzeugung aus fossilen Quellen stammt. Der Hauptanteil, über 60%, wird von Kohle dominiert, gefolgt von Gas mit etwa 15%. Auf der anderen Seite machen kohlenstoffarme Energiequellen fast ein Viertel aus, mit einem Anteil von 22%. Wasserkraft und Geothermie sind die wichtigsten sauberen Energiequellen, die zusammen etwa 17% der Stromerzeugung abdecken, während Solarenergie bei 3% liegt. Die Kombination aus fossilen Brennstoffen und einer bescheidenen Menge an kohlenstoffarmer Erzeugung deutet darauf hin, dass noch viel Potenzial zur Erhöhung der kohlenstoffarmen Energieerzeugung besteht.
Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen Ember, IEA und World Bank. Mehr über Datenquellen →
Wächst der Strom in Philippinen?
Der Stromverbrauch in den Philippinen nimmt zu, wie dem jüngsten Anstieg auf 1045 kWh pro Person zu entnehmen ist, ein nennenswerter Anstieg um 69 kWh pro Person im Vergleich zum Vorjahr. Diese Entwicklung zeigt ein verstärktes Interesse und einen wachsenden Bedarf an Elektrizität. Während der Gesamtstromverbrauch auf ein neues Hoch geklettert ist, bleibt der kohlenstoffarme Anteil hinter früheren Rekorden zurück. Mit 231 kWh pro Person an kohlenstoffarmer Erzeugung liegt die aktuelle Zahl unter dem Rekord von 2000, was ein Rückgang um 13 kWh anzeigt. Diese Diskrepanz unterstreicht die Notwendigkeit, den Ausbau klimafreundlicher Energiequellen zu intensivieren, um den steigenden Strombedarf umweltfreundlich zu decken.
Vorschläge
Zur Förderung der kohlenstoffarmen Stromerzeugung könnten die Philippinen von Regionen lernen, die in der Nutzung sauberer Energien erfolgreich sind. Die Entwicklung in Nevada und Kalifornien zeigt, dass Solarenergie möglicherweise eine bedeutende Rolle bei der Stromerzeugung spielen könnte, da beide Bundesstaaten etwa ein Drittel ihrer Energie aus Solarenergie beziehen. Nebst der Solarenergie sollte die Einführung von Kernenergie ernsthaft erwogen werden, inspiriert durch Länder wie Frankreich und die Slowakei, die einen beträchtlichen Teil ihres Stroms über 60% aus Kernenergie gewinnen. Diese Ansätze könnten den Philippinen als Vorbild dienen, um ihren Anteil an kohlenstoffarmer Energie signifikant zu erhöhen, den steigenden Bedarf zu decken und gleichzeitig die Umwelt zu schonen.
Geschichte
In den letzten Jahrzehnten gab es Schwankungen in der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in den Philippinen. In den 1980er Jahren zeigte sich ein anfänglicher Zuwachs durch Wasserkraft, während die 1990er Jahre eine Mischung aus Rückgängen und Erhöhungen im Wasserkraftsektor verzeichneten. Um die Jahrtausendwende stieg die Geothermie-Erzeugung an und kompensierte einige der Rückgänge in der Wasserkraft. Der Zeitraum ab 2010 war geprägt von einer instabilen Entwicklung der Wasserkraft. In jüngerer Zeit, insbesondere im Jahr 2024, wurde jedoch ein positiver Schritt mit einem leichten Anstieg der Solarenergieerzeugung von 1,2 TWh gemacht. Hierbei handelt es sich um einen ermutigenden Fortschritt, der zu einer stärkeren Betonung der Solar- und möglicherweise der Kernenergie führen könnte, um zukünftige Energiebedarfe nachhaltig zu decken.








