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Elektrizität in Philippinen im Jahr 2025/2026

Letzte 12 Monate Juli 2025 – Juni 2026
Kohlenstoffarmer Elektrizität
251 kWh/person -6,1
Gesamtelektrizität
1.001 kWh/person -43
Kohlenstoffarmer Elektrizität
25 % -30
Kohlenstoffintensität
566 gCO2eq/kWh +211

Von Juli 2025 bis Juni 2026 stammten auf den Philippinen rund drei Viertel des verbrauchten Stroms aus fossilen Brennstoffen. Kohle dominierte mit etwa 57 %, gefolgt von Gas mit rund 17 %. Kohlenstoffarmer Strom machte dagegen nur ein Viertel aus: Wasserkraft lieferte knapp 11 %, Geothermie rund 8 %, Solarenergie gut 4 % und Wind etwa 1 %. Damit bleibt die Stromversorgung stark von fossilen Brennstoffen abhängig, deren Nutzung zum Klimawandel und zur Luftverschmutzung beiträgt.

Wächst der Strom in Philippinen?

Beim Stromverbrauch pro Kopf zeigen die jüngsten Zahlen keinen neuen Wachstumshöchststand. Der Wert für 2026 liegt bei rund 1.001 kWh pro Person und damit nach den vorliegenden Angaben etwa 43 kWh beziehungsweise 4 % unter dem Rekord von 2024 mit 1.045 kWh. Auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung bleibt mit 251 kWh pro Person hinter ihrem bisherigen Höchstwert zurück: 2025 waren es 257 kWh, also rund 6 kWh mehr. Dieser Rückstand ist besorgniserregend, denn für die Elektrifizierung und den wachsenden Strombedarf, auch durch KI-Anwendungen, braucht es mehr sauberen Strom.

Vorschläge

Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung auszubauen, sollten die Philippinen besonders Solarenergie beschleunigt erschließen und den Aufbau von Kernenergie vorantreiben. Orientierung bieten sonnenreiche Regionen: In Pakistan liefert Solarenergie rund 24 % des Stroms, im US-Bundesstaat Hawaii als Inselregion rund 23 % und in Sri Lanka etwa 15 %. Diese Beispiele sind für dezentrale Solaranlagen und die Versorgung von Inselnetzen besonders relevant. Bei der Kernenergie kann das asiatische Industrieland Südkorea mit einem Anteil von 25 % als Vorbild dienen; Frankreich zeigt mit rund zwei Dritteln, welchen großen Beitrag diese saubere Stromquelle leisten kann. Ergänzend lohnt sich der Ausbau geeigneter Windstandorte: Uruguay erzeugt etwa ein Drittel seines Stroms aus Wind. Leistungsfähigere Stromnetze und Speicher können den Ausbau von Solar- und Windstrom unterstützen.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Geschichte

Die Geschichte des kohlenstoffarmen Stroms auf den Philippinen ist vor allem von Wasserkraft und Geothermie geprägt. In den 1980er-Jahren wuchs die Wasserkrafterzeugung deutlich, mit Zuwächsen von 1,3 TWh im Jahr 1984 und 1 TWh 1988. Nach Rückgängen von jeweils 1 TWh in den Jahren 1997 und 1998 folgte 1999 ein kräftiges Plus von 2,8 TWh. Gleichzeitig legte die Geothermie 1998 und 1999 jeweils um 1,7 TWh sowie 2000 um 1 TWh zu, bevor sie 2001 um 1,2 TWh zurückging. Seit Mitte der 2000er-Jahre wechselten sich bei der Wasserkraft Zuwächse und Rückgänge ab: Auf zusätzliche 1,6 TWh 2006 folgten beispielsweise Rückgänge 2007 und 2010 sowie Erholungen 2008 und 2011. Weitere Zuwächse gab es 2017 und 2021, unterbrochen von einem Rückgang 2019. Zuletzt setzte Solarenergie 2024 mit einem Plus von 1,2 TWh einen erfreulichen Wachstumsimpuls. Die Wasserkraft stieg 2025 um 2,6 TWh, gab 2026 jedoch wieder 1 TWh ab – ein Anlass, den Ausbau zusätzlicher sauberer Stromerzeugung konsequent zu beschleunigen.

* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

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