In den Philippinen wurde der Stromverbrauch in den letzten zwölf Monaten, von April 2025 bis März 2026, stark von fossilen Brennstoffen dominiert. Mehr als die Hälfte der Stromerzeugung stammt aus Kohle, während Gas einen beachtlichen Anteil von fast einem Fünftel ausmacht. Insgesamt liefern fossile Brennstoffe rund drei Viertel des Stroms. Auf der anderen Seite stammt etwas mehr als ein Viertel des Stroms aus kohlenstoffarmen Quellen. Wasserkraft macht dabei etwas mehr als ein Zehntel aus, während Geothermie mit fast 8% folgt. Solarenergie trägt etwas mehr als 4% bei, während Wind und Biokraftstoffe gemeinsam kaum mehr als 2% ausmachen. Diese Aufteilung verdeutlicht den Bedarf an einer Erhöhung der sauberen Energieanteile im Energiemix des Landes.
Wächst der Strom in Philippinen?
Der Pro-Kopf-Stromverbrauch in den Philippinen liegt aktuell bei 1018 kWh, was im Vergleich zum Rekordjahr 2024 einen Rückgang bedeutet. Der Unterschied von 26 kWh im Vergleich zum damaligen Höchstwert ist gering, zeigt jedoch eine leichte Stagnation an, insbesondere im Vergleich zu den enormen Bedürfnissen der Zukunft. Auch bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung gibt es wenig Positives zu berichten. Mit 256 kWh pro Person ist dies lediglich eine kaum sichtbare Abweichung von den 257 kWh des vorherigen Jahres. Diese Stagnation im Bereich der sauberen Energie ist ein Grund zur Sorge, da der globale Trend zur sauberen Stromerzeugung an Dynamik gewinnt und bei dieser Entwicklung unter den Erwartungen bleibt.
Vorschläge
Um den Anteil an kohlenstoffarmer Stromerzeugung zu erhöhen, könnten die Philippinen von Ländern und Regionen wie Dänemark, Iowa und Nevada lernen, die stark auf Wind- und Solarenergie setzen. Beispielsweise generiert Dänemark 60% seines Stroms aus Windkraft und Nevada produziert 34% aus Solarenergie. Der Ausbau von Solar- und Windenergie ist auch in den Philippinen von entscheidender Bedeutung. Gleichzeitig zeigt der große Erfolg von Ländern wie Frankreich und der Slowakei, die über 60% ihrer Elektrizität aus Kernenergie gewinnen, dass es langfristig lohnenswert ist, in diesen Bereich zu investieren. Der Ausbau von Kernkraftwerken in den Philippinen könnte eine stabile und nachhaltige Stromerzeugung fördern und zugleich die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern.
* 12M = Letzte 12 Monate (Apr. 2025 – März 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Geschichte
Der Verlauf der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in den Philippinen zeigt eine wechselvolle Geschichte. In den 1980er Jahren stieg die Wasserkrafterzeugung moderat an, während sie in den späten 1990er Jahren sowohl durch erhebliche Schwankungen in der Wasserkraft als auch durch den Zuwachs der Geothermie geprägt war. Seit den 2000er Jahren gab es immer wieder Höhen und Tiefen, doch seit 2016 hat die Solarenergie begonnen, einen nennenswerten Beitrag zu leisten. Diese jüngsten Fortschritte könnten der Ausgangspunkt für eine erheblich größere Rolle der Sonnenenergie in den kommenden Jahrzehnten darstellen. Dennoch zeigt die insgesamt unstete Entwicklung des Anteils kohlenstoffarmer Energie, dass eine kontinuierlichere und stärkere Strategie für den Ausbau sauberer Energien erforderlich ist, um im globalen Wettbewerb und im Hinblick auf die Umweltziele Schritt zu halten.
* 12M = Letzte 12 Monate (Apr. 2025 – März 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Stromimporte und -exporte
Handelsbilanz
* 12M = Letzte 12 Monate (Apr. 2025 – März 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.













