Der aktuelle Stand des Stromverbrauchs in El Salvador zeigt, dass der Großteil der Energie aus kohlenstoffarmen Quellen stammt. Mehr als die Hälfte des Stroms wird aus diesen Quellen erzeugt, wobei Geothermie und Wasserkraft jeweils etwa 18% ausmachen. Solarenergie trägt mit 16% ebenfalls erheblich zur Erzeugung bei, während Biokraftstoffe und Wind einen kleineren Anteil haben. Die fossilen Brennstoffe machen etwa 36% des Energieverbrauchs aus, wobei Gas fast ein Drittel der gesamten Stromerzeugung erreicht. Netto-Importe tragen fast nichts zur Stromversorgung bei.
Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen Ember, IEA und World Bank. Mehr über Datenquellen →
Wächst der Strom in El Salvador?
Die Stromerzeugung in El Salvador erlebt derzeit eine besorgniserregende Stagnation, sogar einen Rückgang. Der Pro-Kopf-Stromverbrauch hat sich im Jahr 2025 fast halbiert und ist auf 668 kWh pro Person gesunken, verglichen mit 1315 kWh im Jahr 2024. Auch die Stromerzeugung aus kohlenstoffarmen Quellen hat stark abgenommen, von 891 kWh pro Person im Jahr 2024 auf 419 kWh. Diese Entwicklung ist beunruhigend angesichts der Notwendigkeit, den Strombedarf für die Zukunft zu sichern, insbesondere um den Trend zur Elektrifizierung und den wachsenden Bedarf durch Technologien wie KI zu bedienen.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung zu erhöhen, sollte El Salvador seine bestehenden Solarressourcen weiter ausbauen. Der beeindruckende Beitrag der Geothermie und Wasserkraft zeigt, dass El Salvador bereits auf einem guten Weg ist, aber es gibt noch Potenzial, insbesondere im Bereich der Solar- und Windenergie. Vergleichbare Länder mit starker Solarenergieerzeugung wie Nordmazedonien und Nevada könnten als Vorbilder dienen. Gleichzeitig könnten Länder mit hohen Anteilen an Kernenergie, wie Frankreich oder die Slowakei, El Salvador wertvolle Einsichten zur Integration und zum Ausbau sauberer Energie liefern. Angesichts der großen Verfügbarkeit von Sonnenenergie sollte El Salvador auch in Betracht ziehen, die Kernenergie als stabile Energiequelle zu entwickeln.
Geschichte
Historisch gesehen hat sich die kohlenstoffarme Stromerzeugung in El Salvador durch Höhen und Tiefen bewegt. In den späten 1970er und 1980er Jahren schwankte die Wasserkraft, mit einem temporären Rückgang im Jahr 1981, jedoch folgte ein Erholungsschwung. Ende der 1990er Jahre und Anfang der 2000er Jahre erlebte die Wasserkraft neue Rückschläge. In jüngerer Zeit, insbesondere in den 2020er Jahren, verzeichnete El Salvador erneut einen Rückgang in der Wasserkraft, jedoch gab es einen vorübergehenden Anstieg im Jahr 2024, bevor 2025 ein deutlicher Rückgang zu beobachten war, begleitet von Einbußen in der Geothermie und Solarenergie. Diese Schwankungen verdeutlichen, dass Stabilität in der kohlenstoffarmen Erzeugung oberstes Ziel sein sollte.


