Im Jahr 2025 wird der Großteil des Stromverbrauchs in El Salvador aus kohlenstoffarmen Quellen gedeckt, wobei mehr als die Hälfte, genauer gesagt etwa 63%, aus sauberen Energien stammt. Diese bestehen hauptsächlich aus Geothermie, die etwa 18% der Stromerzeugung ausmacht, gefolgt von Wasserkraft und Solarenergie, die beide jeweils rund 17% beisteuern. Zusätzlich tragen Biokraftstoffe mit fast 10% und Windenergie mit rund 2% zur kohlenstoffarmen Stromproduktion bei. Im Gegensatz dazu stammt etwas mehr als ein Drittel des Stroms, etwa 36%, aus fossilen Energiequellen, wobei der Großteil davon durch Gas gedeckt wird, das ungefähr 28% zur Stromerzeugung beiträgt. Die Netto-Importe fallen mit etwas mehr als 1% ins Gewicht und verdeutlichen, dass El Salvador weitgehend eigenständig in seiner Stromproduktion agiert.
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Wächst der Strom in El Salvador?
Im Jahr 2025 ist der durchschnittliche Stromverbrauch pro Person in El Salvador dramatisch gesunken und liegt bei 668 kWh, während er im Jahr 2024 noch bei 1315 kWh lag. Das bedeutet einen Rückgang von 647 kWh pro Person im Vergleich zum Vorjahr. Auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung zeigt einen ähnlichen rückläufigen Trend mit 419 kWh pro Person im Jahr 2025 gegenüber 891 kWh im Vorjahr, was einen Rückgang von 472 kWh pro Person bedeutet. Diese signifikante Abnahme in der Stromnutzung und der sauberen Energieerzeugung ist besorgniserregend und könnte auf Einflüsse wie wirtschaftliche Herausforderungen oder Einschränkungen in der Energieinfrastruktur hindeuten.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung in El Salvador zu steigern, bietet es sich an, auf die Expansion der bestehenden Solaranlagen zu setzen, da diese bereits einen bedeutenden Anteil zur Stromerzeugung beitragen. El Salvador könnte von Ländern wie Kalifornien und Nevada lernen, die erfolgreich hohe Anteile an Solarstrom erreicht haben, sowie von Dänemark und Uruguay, die hohe Windanteile in deren Stromerzeugung integriert haben. Außerdem könnte eine Betrachtung der Nutzung von Kernenergie, wie bereits in Frankreich und der Slowakei mit mehr als der Hälfte der Erzeugung gezeigt, einen wertvollen Beitrag zur umfassenden sauberen Energieversorgung in El Salvador leisten.
Geschichte
In der Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in El Salvador hatten die 1980er und 1990er Jahre Schwankungen in der Wasserkraft zu verzeichnen, mit diversen Anstiegen und Rückgängen. In den darauffolgenden Jahrzehnten, insbesondere ab dem Jahr 2000, gab es signifikante Rückgänge in der Wasserkrafterzeugung. Besonders im Jahr 2025 wurden in verschiedenen Bereichen Rückgänge verzeichnet: die Wasserkrafterzeugung fiel um 1,5 TWh, Geothermie verlor 0,7 TWh, und Solar um 0,6 TWh. Diese Rückgänge sind alarmierend und verdeutlichen die Notwendigkeit, bestehende Kapazitäten zu sichern und weiter auszubauen, um langfristig die Versorgung mit sauberer Energie sicherzustellen.





