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Elektrizität in Island im Jahr 2025/2026

Letzte 12 Monate Juni 2025 – Mai 2026
Kohlenstoffarmer Elektrizität
46.335 kWh/person -10.461
Gesamtelektrizität
46.352 kWh/person -10.457
Kohlenstoffarmer Elektrizität
100 % -0,02
Kohlenstoffintensität
28 gCO2eq/kWh +2,6

Island erreicht bereits einen bemerkenswerten Erfolg: 99,97 % seines Stroms stammen aus kohlenstoffarmen Quellen – praktisch die gesamte Stromversorgung ist damit sauber. In den zwölf Monaten von Juni 2025 bis Mai 2026 entfielen rund 73 % des verbrauchten Stroms auf Wasserkraft und etwa 27 % auf Geothermie. Fossile Brennstoffe spielen nahezu keine Rolle. Die nächste Herausforderung besteht darin, Verkehr, Heizung und Industrie stärker zu elektrifizieren. Dafür wird Island deutlich mehr sauberen Strom benötigen.

Wächst der Strom in Island?

Gemessen am historischen Höchststand wächst der Stromverbrauch pro Kopf derzeit nicht: Der jüngste Wert für 2026 liegt bei rund 46.400 kWh pro Person, gegenüber etwa 56.800 kWh im Rekordjahr 2015. Das entspricht einem Rückgang um rund 10.500 kWh oder gut 18 %. Auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung liegt mit rund 46.300 kWh pro Person deutlich unter ihrem Rekord von etwa 56.800 kWh im Jahr 2015 – ebenfalls ein Minus von ungefähr 10.500 kWh. Diese Entwicklung ist angesichts des zusätzlichen Strombedarfs durch Elektrifizierung und KI besorgniserregend. Der Vergleich mit dem Rekord allein zeigt allerdings weder die jüngste jährliche Entwicklung noch, ob der gesamte Stromverbrauch unabhängig von der Bevölkerungsentwicklung sinkt.

Vorschläge

Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung zu steigern, kann Island seine bewährten Stärken bei Wasserkraft und Geothermie weiterentwickeln und bestehende Anlagen modernisieren. Ergänzend sollte das Land den Ausbau von Solarstrom prüfen, insbesondere auf geeigneten Dachflächen, und auch Kernenergie als zusätzliche saubere Stromquelle für die langfristige Versorgung in Betracht ziehen. Ein leistungsfähigeres Stromnetz, Speicher und flexible Stromnachfrage können helfen, zusätzliche Erzeugung effizient zu nutzen. Eine wachsende saubere Stromversorgung würde es erleichtern, fossile Brennstoffe in anderen Sektoren zu ersetzen und damit Klimabelastung und Luftverschmutzung zu vermindern.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

* 12M = Letzte 12 Monate (Juni 2025 – Mai 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Geschichte

Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung Islands ist von mehreren deutlichen Ausbauphasen geprägt. 1973 nahm die Wasserkrafterzeugung um 0,5 TWh zu; von 1997 bis 1999 kamen jährlich jeweils 0,4 TWh hinzu, während die Geothermie 1999 um 0,5 TWh wuchs. Besonders kräftig war der Ausbau von 2006 bis 2009: Die Geothermie legte insgesamt um 2,9 TWh zu, die Wasserkraft allein 2007 und 2008 um zusammen 5,1 TWh. In den 2010er-Jahren folgten weitere Zuwächse: 2012 und 2018 stieg die Geothermie zusammen um 1,3 TWh, während die Wasserkraft 2013, 2015 und 2017 insgesamt 2 TWh hinzugewann. Seit 2020 verlief die Entwicklung uneinheitlicher: Die Wasserkraft sank 2020 um 0,5 TWh, erholte sich 2021 um 0,8 TWh und verlor 2024 wieder 0,6 TWh; 2025 ging die Geothermie um 0,5 TWh zurück. Diese jüngsten Rückgänge unterstreichen, wie wichtig neue Impulse für mehr saubere Stromerzeugung sind.

* 12M = Letzte 12 Monate (Juni 2025 – Mai 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

* 12M = Letzte 12 Monate (Juni 2025 – Mai 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

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