Island hat mit einem Anteil von über 99,97% an kohlenstoffarmem Strom einen bemerkenswerten Erfolg erzielt. Dies umfasst hauptsächlich Energie aus Wasserkraft mit rund 73% und Geothermie mit etwa 27% für den Zeitraum von Juni 2025 bis Mai 2026. Diese beeindruckende Leistung zeigt Islands Engagement für saubere Energien und seinen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels. Angesichts der Tatsache, dass mehr als die Hälfte des Stroms aus Wasserkraft stammt und fast ein Drittel aus Geothermie, hat Island gezeigt, dass es möglich ist, nahezu vollständig auf fossile Brennstoffe zu verzichten. Die nächste Herausforderung besteht darin, den Strombedarf durch die Elektrifizierung anderer Sektoren wie Verkehr, Heizung und Industrie weiter zu decken.
Wächst der Strom in Island?
Trotz dieser beeindruckenden Zahlen zeigt sich ein Rückgang im Stromverbrauch auf Island. Im Jahr 2026 beträgt der Stromverbrauch pro Person 46.352 kWh, deutlich niedriger als der Rekordwert von 56.809 kWh pro Person im Jahr 2015. Diese negative Veränderung von 10.457 kWh deutet auf eine besorgniserregende Entwicklung hin, die möglicherweise durch stagnierende Wirtschaftsaktivitäten oder andere Faktoren bedingt ist. Auch der Anteil des kohlenstoffarmen Stroms ist im Vergleich zum Rekordjahr 2015 um 10.461 kWh pro Person gesunken. Eine aktive Maßnahme zur Umkehrung dieses Trends wäre entscheidend für die Sicherstellung der zukünftigen Energieversorgung und die weiteren Fortschritte Islands im Bereich der sauberen Energie.
Vorschläge
Um den Anteil an kohlenstoffarmer Stromerzeugung zu steigern, könnte Island verstärkt in Solar- und Kernenergie investieren. Solaranlagen könnten insbesondere in Zeiten geringer Wasserkraftproduktion eine sinnvolle Ergänzung darstellen. Der Bau neuer Kernkraftwerke würde zusätzliche Kapazitäten liefern und helfen, die Nachfragen nach sauberer Energie zu decken. Die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen kann durch einen gezielten Ausbau dieser Technologien gestärkt werden. Ein solches Engagement würde nicht nur den Energiebedarf decken, sondern auch zur Reduzierung der CO₂-Emissionen und damit zu einem besseren Umweltschutz beitragen.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juni 2025 – Mai 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Geschichte
In der Vergangenheit hat Island kontinuierlich an der Erweiterung seiner kohlenstoffarmen Stromproduktion gearbeitet. Besonders in den späten 1990er Jahren und Anfang der 2000er Jahre gab es nennenswerte Zuwächse. So wuchs die Wasserkraft in den Jahren 1997 und 1998 jeweils um 0,4 TWh und 1999 um 0,4 TWh zusätzlich zu 0,5 TWh aus Geothermie. Zwischen 2006 und 2008 erlebte sowohl die Geothermie als auch die Wasserkraft durch erhebliche Steigerungen ein Boom. In späteren Jahren, insbesondere 2020 und 2024, gab es jedoch auch Rückgänge in der Wasserkraftproduktion, die weiteren Herausforderungen signalisieren. Diese historischen Entwicklungen betonen die Notwendigkeit, weiterhin in stabile und nachhaltige Energiequellen wie Kernenergie zu investieren, um Engpässe zu minimieren und eine nachhaltige Energiestrategie zu verfolgen.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juni 2025 – Mai 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Stromimporte und -exporte
Handelsbilanz
* 12M = Letzte 12 Monate (Juni 2025 – Mai 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.











