In den letzten zwölf Monaten, von September 2024 bis August 2025, zeigt sich das Bild des Stromverbrauchs in Hawaii etwas gemischt. Fossile Brennstoffe, insbesondere Öl, machen mit über 60% nach wie vor den größten Anteil der Stromerzeugung aus. Das ist besorgniserregend aufgrund der negativen Auswirkungen auf das Klima und die Umwelt. Auf der positiven Seite stammen über 32% der Stromerzeugung aus kohlenstoffarmen Quellen. Solarenergie spielt dabei die wichtigste Rolle: Über ein Fünftel der Elektrizität wird durch Solarenergie erzeugt, wobei ein erheblicher Teil auf private Anlagen entfällt. Windkraft trägt mit rund 5% dazu bei, und andere kohlenstoffarme Quellen wie Geothermie und Biokraftstoffe, bringen es zusammen auf knapp 4%.
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Wächst der Strom in Hawaii?
Hawaiis Elektrizitätskonsum pro Person betrug 2025 rund 7892 kWh, also weniger als im Rekordjahr 2004, als der Konsum bei 8959 kWh lag. Das deutet auf eine Reduktion hin, die möglicherweise auf erfolgreichere Energieeinsparmaßnahmen und gestiegene Energieeffizienz zurückzuführen ist. Dennoch sehen wir einen positiven Trend im Bereich kohlenstoffarmer Stromerzeugung; 2025 konnten etwa 2538 kWh pro Person aus kohlenstoffarmer Erzeugung bereitgestellt werden, ein Anstieg im Vergleich zu 2434 kWh im Jahr 2024. Diese Entwicklung zeigt, dass Hawaii aktiv an der Erhöhung seiner nachhaltigen Stromerzeugung arbeitet, auch wenn insgesamt weniger Strom als in der Vergangenheit konsumiert wird.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung weiter zu steigern, sollte Hawaii seine Solarenergie-Kapazitäten ausbauen, da diese bereits einen großen Teil der sauberen Energie stellt. Ein Blick auf erfolgreichere Regionen kann ebenfalls helfen: Nevada erzielt beeindruckende 33% seiner Elektrizität aus Solarenergie. Zusätzlich könnte Hawaii von den Erfahrungen von Iowa und Dänemark profitieren, die jeweils etwa 60% ihrer Stromerzeugung aus Windkraft gewinnen. Schließlich ist in den USA und weltweit die Kernenergie eine wichtige Quelle für kohlenstoffarme Energie, mit Ländern wie Frankreich, die 70% ihrer Energie aus Kernkraft beziehen. Insgesamt sollte Hawaii einen verstärkten Fokus auf die Erweiterung von Solar- und, wenn möglich, Kernenergie legen, um eine nachhaltige und umweltfreundliche Zukunft zu sichern.
Geschichte
Ein Blick auf die Vergangenheit der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Hawaii zeigt eine wechselhafte Entwicklung. In den frühen 2000er Jahren stieg die Erzeugung aus Windenergie deutlich an, wobei 2006 bis 2014 mehrere moderate Zuwächse zu verzeichnen waren. Die 2010er Jahre waren geprägt von kleinen Erhöhungen und gelegentlichen Rückgängen, etwa in der Geothermie im Jahr 2018. Positiv zu vermerken ist, dass die Geothermie 2021 wieder Anteile gewinnen konnte. In den letzten Jahren zeigt sich ein gemischtes Bild mit einem leichten Rückgang in der Windenergie und einem Abbau in der Wasserkraft im Jahr 2025. Insgesamt verdeutlicht dieser Verlauf die Notwendigkeit einer stabilen und kontinuierlichen Unterstützung für kohlenstoffarme Energietechnologien in Hawaii.




