Von Juli 2025 bis Juni 2026 stammten in Hawaii rund 61 % des verbrauchten Stroms aus fossilen Brennstoffen, ausschließlich aus Öl. Kohlenstoffarmer Strom deckte dagegen fast ein Drittel des Verbrauchs. Solar lieferte knapp 23 %: etwa 15 % entfielen auf Solar für den Eigenverbrauch und 8 % auf Anlagen der Versorgungsbetriebe. Hinzu kamen knapp 5 % Wind, gut 2 % Geothermie und rund 1 % Biokraftstoffe. Netto-Importe machten etwa 4,5 % aus; ihre Zusammensetzung ist nicht angegeben. Damit bleibt Hawaiis Stromversorgung überwiegend fossil geprägt, obwohl Solar bereits einen wichtigen Beitrag zur sauberen Stromversorgung leistet.
Wächst der Strom in Hawaii?
Der Stromverbrauch pro Kopf wächst in Hawaii derzeit nur geringfügig: Der jüngste Wert für 2026 liegt bei rund 8.114 kWh pro Person und damit knapp über dem bisherigen Rekord von 8.086 kWh aus dem Jahr 2025. Das entspricht einem Zuwachs von ungefähr 0,3 %. Die kohlenstoffarme Stromerzeugung blieb hingegen bei 2.575 kWh pro Person und erreichte damit lediglich erneut den Rekord von 2025. Der leichte Verbrauchsanstieg ist ein Wachstumssignal, doch die stagnierende saubere Stromerzeugung gibt Anlass zur Sorge. Für die Elektrifizierung und zusätzlichen Strombedarf, etwa durch KI-Anwendungen, braucht Hawaii deutlich mehr kohlenstoffarmen Strom. Die Pro-Kopf-Zahlen allein zeigen allerdings nicht, ob auch der gesamte Stromverbrauch gestiegen ist.
Vorschläge
Hawaii sollte vor allem seine bereits bedeutende Solarstromerzeugung ausbauen, sowohl auf Dächern als auch durch Anlagen der Versorgungsbetriebe. Als Orientierung eignet sich der sonnenreiche US-Bundesstaat Nevada, wo Solar rund 35 % des Stroms liefert; Nordmazedonien erreicht sogar 40 %. Auch Wind kann stärker beitragen: Das ebenfalls vom Meer geprägte Irland erzeugt rund ein Drittel seines Stroms aus Wind, Dänemark fast 60 %. Ergänzend sollte Hawaii die Nutzung von Kernenergie prüfen. Der US-Bundesstaat Arizona liefert hierfür ein Beispiel mit rund einem Viertel Kernenergie im Strommix; Frankreich erreicht etwa zwei Drittel. Diese Regionen zeigen unterschiedliche Wege zu einer kohlenstoffarmen Stromversorgung. Mehr Solar, Wind und perspektivisch Kernenergie könnten Hawaiis Abhängigkeit von Öl verringern und damit Klimaschutz sowie bessere Luftqualität unterstützen.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Geschichte
Die vorliegenden historischen Angaben umfassen nur die Jahre 2024 bis 2026 und zeigen bei den aufgeführten kohlenstoffarmen Stromquellen überwiegend Stillstand. Im Jahr 2024 glich ein Zuwachs der Geothermie um 0,1 TWh einen Rückgang der Biokraftstoffe um ebenfalls 0,1 TWh aus; Wind und Wasserkraft blieben unverändert. Im Jahr 2025 sank die Erzeugung aus Wind und Wasserkraft jeweils um 0,1 TWh, während Geothermie und Biokraftstoffe stagnierten. Für 2026 weisen alle vier aufgeführten Quellen keine Veränderung aus. Diese Rückgänge und die anschließende Stagnation unterstreichen, wie wichtig neuer Schwung beim Ausbau sauberer Stromerzeugung ist. Zur historischen Entwicklung von Solar und Kernenergie enthalten diese Angaben keine Daten.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Stromimporte und -exporte
Handelsbilanz
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.













