Der aktuelle Stand des Stromverbrauchs in Idaho zeigt eine beeindruckende Nutzung kohlenstoffarmer Energiequellen. Fast die Hälfte, nämlich 47,18%, des gesamten Stromverbrauchs kommt aus solchen Quellen, was die Bemühungen um eine saubere Energiezukunft unterstreicht. Innerhalb dieser Gruppe stellt die Wasserkraft mit 29,01% den größten Anteil, während Wind- und Solarenergie insgesamt 16%, mit 10,19% Wind und 6,04% Solar, beitragen. Auch Biokraftstoffe liefern einen kleinen Beitrag von 1,65%. Auf der anderen Seite stammen beinahe ein Fünftel des Stroms aus fossilen Brennstoffen, ausschließlich Gas mit 19,99%. Diese Verteilung zeigt, dass Idaho einen respektablen Fortschritt in Richtung sauberer Energie gemacht hat, auch wenn der Anteil fossiler Brennstoffe nach wie vor spürbar ist. Netto-Importe nehmen zudem fast ein Drittel des Strombedarfs ein, genauer gesagt 32,68%, was darauf hindeutet, dass lokale Erzeugungspotenziale noch nicht vollständig ausgeschöpft sind.
Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen EIA. Mehr über Datenquellen →
Wächst der Strom in Idaho?
Trotzdem bleibt festzustellen, dass der Gesamtstromverbrauch in Idaho, bezogen auf den Pro-Kopf-Verbrauch, rückläufig ist. Der jüngste Wert von 14.495 kWh pro Person liegt deutlich unter dem bisherigen Rekord von 17.559 kWh im Jahr 2004, was einem Rückgang von 3.064 kWh pro Person entspricht. Zudem hat auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung pro Person einen deutlichen Rückgang erlebt, von 9.656 kWh im Jahr 2011 auf aktuell 6.839 kWh, was einen Rückgang von 2.817 kWh bedeutet. Diese Abnahme ist besorgniserregend, gerade in einer Zeit, in der der Bedarf an Elektrifizierung und sauberen Energien aufgrund der zunehmenden Digitalisierung und des Klimawandels weiter steigen wird.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung in Idaho zu steigern, sollten bestehende Windkraftkapazitäten erweitert werden, da diese Technologie bereits beachtliche Mengen an Strom liefert. Ein Blick auf andere Regionen zeigt, dass Idaho von ihnen lernen kann, insbesondere was die Nutzung von Kernenergie und Solarenergie betrifft. Südkorea und New Hampshire generieren jeweils 32% und 54% ihres Stroms durch Kernenergie, während Regionen wie Nevada und Libanon 33% beziehungsweise 31% durch Solarenergie beitragen. Diese Beispiele verdeutlichen, wie entscheidend die Nutzung dieser Technologien zur Erreichung einer sauberen Energiewende ist. Da Ähnlichkeiten mit dem kühlen Klima und der Windverfügbarkeit der Staaten im Mittleren Westen der USA bestehen, könnte Idaho auch von Bundesstaaten wie Iowa mit 60% Windanteil lernen.
Geschichte
Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Idaho zeigt eine Reihe von Schwankungen, insbesondere im Bereich der Wasserkraft. In den frühen 2000er Jahren, etwa 2006, gab es einen deutlichen Zuwachs mit einem Anstieg um 2,7 TWh, gefolgt von einem Rückgang um 2,2 TWh im Jahr 2007. Ein signifikantes Wachstum wurde 2011 verzeichnet, als die Wasserkraft um weitere 4,3 TWh und die Windkraft um 0,9 TWh zunahm. Seitdem waren die Entwicklungen durch einige Rückschläge gekennzeichnet, insbesondere in den Jahren 2012 und 2013 mit Wasserkraftverlusten von jeweils 2,5 TWh. Erfreulicherweise gab es 2024 einen leichten Anstieg sowohl bei Wasser- als auch Windkraft. Diese Schwankungen unterstreichen die Notwendigkeit einer stabilen und nachhaltig organisierten Energiepolitik zur Förderung einer langfristigen Bereitstellung von sauberer Energie.


