In den letzten zwölf Monaten, von Dezember 2024 bis November 2025, stammte mehr als die Hälfte des Stroms in Mexiko aus fossilen Brennstoffen. Gas dominierten mit etwa 60%, während Öl und Kohle zusammen fast 14 % ausmachen. Auf der anderen Seite machen kohlenstoffarme Energien, einschließlich Wasserkraft, knapp ein Viertel der Stromerzeugung aus. Wasserkraft ist mit ungefähr 8% die größte dieser sauberen Energiequellen, gefolgt von Solar mit fast 7% und Wind knapp 6%. Die Kernenergie trägt mit etwa 3% bei, was jedoch ein wichtiger Aspekt im Bestreben Mexikos ist, die Abhängigkeit von fossiler Energie zu reduzieren.
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Wächst der Strom in Mexiko?
Die Elektrizitätsnachfrage pro Kopf in Mexiko hat jüngst einen leichten Rückgang erlebt. Der Stromverbrauch beträgt aktuell 2803 kWh pro Person, was einem Rückgang um 6 kWh pro Person im Vergleich zum Rekordwert von 2809 kWh im Jahr 2024 bedeutet. Der Rückgang der kohlenstoffarmen Energieerzeugung ist noch ausgeprägter: Mit 680 kWh pro Person liegt der Wert um 52 kWh unter dem Höchststand von 732 kWh im Jahr 2021. Diese Reduktion in der Nutzung sauberer Energien zeigt einen besorgniserregenden Trend, der dringend umgekehrt werden muss, um den zukünftigen Strombedarf zu decken und die Klimaziele zu erreichen.
Vorschläge
Um die Erzeugung kohlenstoffarmer Energien in Mexiko zu steigern, könnte das Land Lehren aus Regionen ziehen, die erfolgreich auf Solar- und Windenergie setzen, wie beispielsweise Kalifornien mit 29% Stromerzeugung aus Solarenergie. Auch eine bedeutende Steigerung der Kernenergie, ähnlich wie in Frankreich, wo 70% Strom aus Kernenergie stammen, wäre erstrebenswert. Mexiko könnte von Initiativen dieser Regionen profitieren, indem es in den Ausbau der Solarenergie und die Erforschung und den Bau neuer Kernkraftwerke investiert, um den Übergang zu einer umweltfreundlicheren Stromproduktion zu beschleunigen.
Geschichte
In der Geschichte der kohlenstoffarmen Elektrizitätserzeugung in Mexiko gab es bemerkenswerte Schwankungen, insbesondere bei der Wasserkraft. In den 1980er Jahren erlebte die Wasserkraft große Zuwächse, gefolgt von Rückgängen, wobei sich ein ähnliches Muster in den 2000er Jahren fortsetzte. Im Jahr 2019 stieg die Stromerzeugung aus Solar- und Windenergie bemerkenswert an, was Hoffnung auf eine nachhaltigere Zukunft weckte. Jedoch kam es auch zu signifikanten Rückgängen in der Wasserkrafterzeugung, die Mexikos Abhängigkeit von unbeständigen Wetterbedingungen verdeutlichten. Eine Erhöhung der Kernenergie, zusammen mit Investitionen in Solar, könnte helfen, eine verlässlichere und umweltfreundliche Stromversorgung zu schaffen.




