Der aktuelle Stand des Stromverbrauchs in Mexiko zeigt eine deutliche Dominanz fossiler Energien, die mehr als drei Viertel des gesamten Stroms ausmachen, wobei Erdgas allein 60 % beträgt. Kohle trägt etwa 8 % bei und Öl liegt bei etwa 7 %. Im Gegensatz dazu stammt knapp ein Viertel des Stroms aus kohlenstoffarmen Quellen. Innerhalb dieser Gruppe trägt die Wasserkraft etwas mehr als 7 % bei, während Solar- und Windenergie etwa 7 % und 6 % des Stroms erzeugen. Die Kernenergie leistet dabei einen Beitrag von 3 %. Diese Zahlen beziehen sich auf den Zeitraum von Juli 2024 bis Juni 2025.
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Wächst der Strom in Mexiko?
Hinsichtlich des Wachstums des Stromverbrauchs in Mexiko sehen die Daten jedoch nicht positiv aus. Der aktuelle Stromverbrauch beträgt 2792 kWh pro Person, was einen Rückgang von 18 kWh gegenüber dem Rekordwert von 2024 bedeutet. Auch die kohlenstoffarmen Stromerzeugung zeigt einen Abwärtstrend: Sie betrug zuletzt 665 kWh pro Person und liegt damit 67 kWh unter dem Höchststand im Jahr 2021. Diese Rückgänge deuten darauf hin, dass es dringend notwendig ist, den Fokus verstärkt auf den Ausbau kohlenstoffarmer Energiequellen zu richten, um sowohl den Gesamtstromverbrauch zu steigern als auch den Anteil sauberer Energien zu erhöhen.
Vorschläge
Um den Anteil der kohlenstoffarmen Elektrizität zu steigern, könnte Mexiko von erfolgreichen Regionen lernen. Zum Beispiel erzeugt Nevada 33 % seiner Elektrizität aus Solarenergie, während Iowa 60 % und Dänemark 59 % der Elektrizität mit Windkraft produzieren. Diese Erfolgsbeispiele zeigen, dass ein starker Fokus auf Solar- und Windenergie, kombiniert mit der Integration von Kernenergie, eine vielversprechende Strategie sein kann. Mexiko könnte auch von Ländern wie Frankreich profitieren, wo 70 % der Elektrizität aus Kernenergie stammen, um den Energiemix weiter kohlenstoffarm zu gestalten und gleichzeitig die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern.
Geschichte
Ein Blick auf die historische Entwicklung der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Mexiko verdeutlicht, dass es insbesondere bei der Wasserkraft im Laufe der Jahrzehnte erhebliche Schwankungen gab. Beispielsweise gab es in den frühen 1980er Jahren und erneut in den 1990er Jahren sowohl erhebliche Anstiege als auch Rückgänge der Wasserkrafterzeugung. Während 2008 ein Spitzenwachstum von fast 12 TWh verzeichnet wurde, folgten 2009 und 2015 bedeutende Rückgänge. In jüngerer Zeit gab es auch Schwankungen mit einem bemerkenswerten Anstieg bei der Solar- und Windenergie im Jahr 2020. Solche Entwicklungen zeigen, dass eine verstärkte Diversifizierung hin zu stabileren kohlenstoffarmen Energien wie Solar- und Kernenergie notwendig ist.