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Elektrizität in Finnland im Jahr 2025/2026

Letzte 12 Monate Sept. 2025 – Aug. 2026
Kohlenstoffarmer Elektrizität
13.993 kWh/person +494
Gesamtelektrizität
15.505 kWh/person -2.290
Kohlenstoffarmer Elektrizität
90 % -0,16
Kohlenstoffintensität
88 gCO2eq/kWh -3,5

Finnland deckt bereits gut 90 % seines Stromverbrauchs mit kohlenstoffarmen Quellen – eine bemerkenswerte Leistung. Im Zeitraum von September 2025 bis August 2026 entfielen rund 38 % auf Kernenergie, ein Viertel auf Wind, 14 % auf Wasserkraft und knapp 12 % auf Biokraftstoffe. Solar lieferte etwa 1,5 %. Fossile Brennstoffe machten dagegen nur gut 4 % aus, darunter jeweils rund 1,5 % Gas und Kohle. Weitere gut 5 % entfielen auf Netto-Importe, deren Erzeugungsquellen hier nicht ausgewiesen sind. Die nächste Herausforderung ist die Elektrifizierung von Verkehr, Heizung und Industrie: Dafür wird Finnland deutlich mehr sauberen Strom benötigen.

Wächst der Strom in Finnland?

Ob der Stromverbrauch zuletzt gegenüber dem Vorjahr gewachsen ist, lässt sich aus dem Vergleich mit historischen Rekorden allein nicht erkennen. Der jüngste Wert für 2026 liegt bei rund 15.500 kWh pro Person und damit etwa 2.300 kWh beziehungsweise 13 % unter dem bisherigen Höchststand von rund 17.800 kWh im Jahr 2006. Angesichts des zusätzlichen Strombedarfs durch Elektrifizierung und KI ist dieser Abstand eine Herausforderung. Erfreulich ist dagegen der neue Rekord bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung: Mit knapp 14.000 kWh pro Person übertrifft sie den bisherigen Höchstwert von rund 13.500 kWh aus dem Jahr 2025 um etwa 500 kWh beziehungsweise knapp 4 %.

Vorschläge

Finnland sollte insbesondere Kernenergie und Wind weiter ausbauen, da beide bereits große Mengen kohlenstoffarmen Stroms liefern. Zusätzliche Kernenergiekapazitäten und weitere Windparks könnten die saubere Stromversorgung für Industrie, Verkehr und Heizung deutlich erhöhen. Ergänzend bietet der Ausbau von Solar die Möglichkeit, die Stromerzeugung breiter aufzustellen. Investitionen in Stromnetze, Speicher und flexible Stromnachfrage sollten dieses Wachstum begleiten. So kann Finnland die Elektrifizierung vorantreiben und den Einsatz fossiler Brennstoffe samt ihren Auswirkungen auf Klima und Luftqualität weiter reduzieren.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Geschichte

Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung Finnlands zeigt mehrere kräftige Wachstumsschübe. Bereits 1981 stieg die Kernstromerzeugung gegenüber dem Vorjahr um 7,4 TWh, die Wasserkraft um 4 TWh. In den 1990er-Jahren kamen 1990 bei Biokraftstoffen 5,2 TWh hinzu; die Wasserkraft wuchs 1991 um 2,3 TWh und 1998 um 2,8 TWh. In den 2000er-Jahren schwankte die Wasserkraft deutlich: Rückgängen 2002, 2006 und 2009 standen Zuwächse von 5,5 TWh im Jahr 2004 sowie insgesamt 5,6 TWh in den Jahren 2007 und 2008 gegenüber. Auch in den 2010er-Jahren wechselten Zuwächse und Rückgänge: Auf ein Plus von 4,4 TWh 2012 folgte ein Minus von 4 TWh 2013, bevor 2015 wieder 3,4 TWh hinzukamen. 2020 wuchs die Wasserkraft um 3,2 TWh, während die Stromerzeugung aus Biokraftstoffen um 2,7 TWh sank. Besonders erfreulich war der jüngste Ausbau: Wind legte 2022 bis 2024 zusammen um knapp 12 TWh zu, und die Kernenergie verzeichnete 2023 einen starken Zuwachs von 8,5 TWh.

* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

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