Finnland hat beachtliche Fortschritte in der Erzeugung kohlenstoffarmer Elektrizität gemacht, wobei beeindruckende 89% des Stroms aus sauberen Quellen stammen. Kernenergie ist dabei die führende Technologie mit fast 37%, gefolgt von Windenergie mit etwa 26% und Wasserkraft mit rund 14%. Biokraftstoffe tragen etwa 11% zur Stromerzeugung bei, während Netto-Importe etwa 7% ausmachen. Die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen ist mit weniger als 4%, darunter Kohle mit 1,6%, verschwindend gering. Finnland steht nun vor der Herausforderung, andere Sektoren wie Transport, Heizung und Industrie zu elektrifizieren, was zu einem erheblichen Anstieg der Stromnachfrage führen wird.
Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen EIA, ENTSOE, Eurostat und IEA. Mehr über Datenquellen →
Wächst der Strom in Finnland?
Der durchschnittliche Stromverbrauch pro Person in Finnland im Jahr 2025 liegt bei etwa 15.171 kWh, was einen Rückgang gegenüber dem Rekordjahr 2006 um 2.623 kWh zeigt. Im Gegensatz dazu zeigt die Erzeugung aus kohlenstoffarmen Quellen eine positive Entwicklung und hat mit 13.499 kWh pro Person im Jahr 2025 einen neuen Höchststand erreicht, was einen leichten Anstieg von 54 kWh im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Während der allgemeine Stromverbrauch gesunken ist, zeigt die Erzeugung aus sauberen Energien eine erfreuliche Tendenz nach oben. Finnland muss jedoch den gesamten Stromverbrauch steigern, insbesondere um den wachsenden Bedarf durch Elektrifizierung und neuen Technologien wie Künstlicher Intelligenz zu decken.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung in Finnland weiter zu erhöhen, sollten vorhandene Kapazitäten, insbesondere im Bereich der Kern- und Windenergie, ausgebaut werden. Kernenergie liefert bereits einen erheblichen Anteil der sauberen Energie, und ihr Ausbau könnte die Versorgungssicherheit stärken und zur Reduzierung der restlichen fossilen Brennstoffe beitragen. Windenergie zeigt ebenfalls großes Potenzial, insbesondere unter den gegebenen geographischen Bedingungen in Finnland. Der strategische Ausbau beider Technologien könnte Finnland helfen, seine umweltpolitischen Ziele zu erreichen und die Klimabelastungen durch fossile Brennstoffe zu verringern.
Geschichte
In den frühen 1980er Jahren bewirkten insbesondere Investitionen in die Kernenergie einen signifikanten Anstieg der kohlenstoffarmen Stromerzeugung, mit einem bemerkenswerten Zuwachs von 7,4 TWh im Jahr 1981. Die 1990er und 2000er Jahre waren geprägt von variablen Entwicklungen in der Wasserkraft. In den Jahren 2004 und 2012 stieg diese um 5,5 bzw. 4,4 TWh, während es zwischenzeitlich auch Rückgänge wie im Jahr 2009 mit -4,4 TWh gab. Positiv hervorzuheben ist der enorme Anstieg bei der Windenergie in den Jahren 2022 bis 2024. Besonders das Jahr 2023 war wichtig, als die Kernenergiekapazität um beachtliche 8,5 TWh erweitert wurde. Diese Fortschritte in der kohlenstoffarmen Stromerzeugung sind entscheidend für Finnlands Energiestrategie und den globalen Kampf gegen den Klimawandel.








