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Elektrizität in Zentralafrikanische Republik im Jahr 2022

Kohlenstoffarmer Elektrizität
27 kWh/person -9,3
Gesamtelektrizität
27 kWh/person -12
Kohlenstoffarmer Elektrizität
100 % 0
Kohlenstoffintensität
24 gCO2eq/kWh +24

Der Stromverbrauch in der Zentralafrikanischen Republik lag 2022 bei lediglich 27 kWh pro Person. Die kohlenstoffarme Stromerzeugung erreichte ebenfalls rund 27 kWh pro Person; damit wird die Stromversorgung den vorliegenden Zahlen zufolge praktisch vollständig durch sauberen Strom gedeckt, während fossile Brennstoffe nahezu keine Rolle spielen. Allerdings entspricht der Verbrauch weniger als einem Prozent des weltweiten Durchschnitts von 3.794 kWh pro Person: Weltweit steht pro Kopf etwa 140-mal so viel Strom zur Verfügung. Ein so niedriges Versorgungsniveau kann den Betrieb von Krankenhäusern und Schulen, die Kühlung von Lebensmitteln, die Wasserversorgung und die wirtschaftliche Entwicklung stark einschränken.

Wächst der Strom in Zentralafrikanische Republik?

Gegenüber den bisherigen Höchstständen ist beim Strom pro Kopf kein Wachstum erkennbar, sondern ein besorgniserregender Rückgang. Der Verbrauch von 27 kWh pro Person liegt rund 12 kWh beziehungsweise fast ein Drittel unter dem Rekord von 39 kWh aus dem Jahr 2011. Auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung bleibt mit 27 kWh pro Person deutlich hinter ihrem Rekord von rund 37 kWh aus dem Jahr 2014 zurück – ein Rückgang um ungefähr ein Viertel. Diese Vergleiche zeigen allerdings nicht, wie sich die gesamte Strommenge entwickelt hat, da dafür zusätzlich die Bevölkerungsentwicklung berücksichtigt werden müsste. Für eine breitere Elektrifizierung ist eine deutliche Steigerung der sauberen Stromerzeugung notwendig.

Vorschläge

Die Zentralafrikanische Republik sollte vor allem Solarstrom ausbauen und diesen Ausbau mit Stromnetzen, Speichern und dezentralen Anlagen für Dörfer, Schulen und Gesundheitszentren verbinden. Als afrikanisches Referenzland ist Südafrika interessant: Die aufgeführten Vergleichsdaten nennen dort rund 20 TWh Solarstrom, jeweils 12 TWh Windstrom und Strom aus Kernenergie. Auch Indien mit etwa 205 TWh Solarstrom zeigt, wie stark diese saubere Stromquelle ausgebaut werden kann. Die absoluten Mengen sind keine unmittelbaren Zielwerte für die Zentralafrikanische Republik, bieten aber Anhaltspunkte für erfolgreiche Ausbaupfade. Ergänzend sollte das Land geeignete Windstandorte prüfen und langfristig den Aufbau von Kernenergie, auch durch regionale Zusammenarbeit, in Betracht ziehen. Frankreich mit rund 376 TWh Kernstrom und Südafrika können hierfür Orientierung bieten. Entscheidend sind passende Ausbauziele, Fachkräfte, verlässliche Finanzierung und eine wachsende Netzinfrastruktur.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

Geschichte

Die dokumentierte Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung ist vor allem durch Wasserkraft und lange Phasen ohne erkennbaren Zuwachs geprägt. Im Jahr 2000 stieg die Wasserkrafterzeugung gegenüber dem Vorjahr um rund 0,1 TWh, also 100 Millionen kWh. Für sämtliche aufgeführten Jahre von 2001 bis 2018 sowie für 2022 wird dagegen eine Veränderung von 0 TWh angegeben. Das bedeutet unveränderte Erzeugung auf der ausgewiesenen Genauigkeitsstufe, nicht etwa eine Stromerzeugung von null. Für 2019 bis 2021 fehlen hier Angaben. Insgesamt zeigt die Reihe nach dem Zuwachs um die Jahrtausendwende eine enttäuschend lange Stagnation – ein deutlicher Anlass, den Ausbau kohlenstoffarmen Stroms stärker voranzutreiben.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

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