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Elektrizität in Ghana im Jahr 2023

Kohlenstoffarmer Elektrizität
277 kWh/person -167
Gesamtelektrizität
719 kWh/person +18
Kohlenstoffarmer Elektrizität
39 % -61
Kohlenstoffintensität
314 gCO2eq/kWh +290

Ghanas Stromverbrauch wurde 2023 zu gut drei Fünfteln durch fossile Brennstoffe gedeckt: Ihr Anteil betrug rund 61 %, wobei Gas allein knapp 60 % ausmachte. Kohlenstoffarmer Strom stellte die übrigen knapp 39 %. Dabei dominierte Wasserkraft mit rund 38 % des gesamten Stromverbrauchs; andere kohlenstoffarme Quellen trugen zusammen weniger als 1 % bei. Ghana verfügt damit über eine wichtige Grundlage für saubere Stromversorgung, ist aber weiterhin überwiegend von fossilen Brennstoffen abhängig, deren Nutzung Klimawandel und Luftverschmutzung verursacht.

Wächst der Strom in Ghana?

Der Stromverbrauch pro Kopf wächst: Mit 719 kWh erreichte Ghana 2023 einen neuen Höchststand und übertraf den bisherigen Rekord von rund 700 kWh aus dem Jahr 2022 um knapp 20 kWh beziehungsweise etwa 3 %. Dieser Fortschritt ist erfreulich, doch bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung besteht erheblicher Nachholbedarf. Sie lag zuletzt bei 277 kWh pro Kopf und damit 167 kWh beziehungsweise rund 38 % unter dem historischen Rekord von 444 kWh aus dem Jahr 1980. Mehr Strom insgesamt ist wichtig für Elektrifizierung und zusätzliche Nachfrage, etwa durch KI-Anwendungen; besonders dringend ist jedoch ein stärkerer Ausbau sauberer Stromerzeugung.

Vorschläge

Ghana sollte seine Wasserkraft durch einen kräftigen Ausbau von Solarstrom ergänzen und den Einstieg in die Kernenergie prüfen. Relevante afrikanische Beispiele sind Namibia, wo Solar rund 11 % der Stromerzeugung liefert, und Cabo Verde mit jeweils etwa 14 % aus Solar und Wind. Pakistan zeigt mit rund 24 % Solarstrom und 13 % Kernenergie, wie beide Quellen zu einer breiteren kohlenstoffarmen Stromversorgung beitragen können. Für einen langfristigen Kernenergieaufbau bieten außerdem die Vereinigten Arabischen Emirate mit rund 20 % und Frankreich mit etwa zwei Dritteln Kernstrom hilfreiche Bezugspunkte. Ghana kann daraus lernen, den Ausbau mit vorausschauender Netzplanung, qualifizierten Fachkräften und verlässlichen Rahmenbedingungen zu verbinden. Geeignete Windstandorte könnten das Portfolio zusätzlich ergänzen.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

Geschichte

Die angegebenen Veränderungen der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Ghana betreffen ausschließlich Wasserkraft und zeigen wiederholte Einbrüche mit anschließenden Erholungen. In den frühen 1980er-Jahren sank die Erzeugung 1983 und 1984 zusammen um 3,1 TWh, bevor sie 1985 und 1986 um insgesamt 2,6 TWh zunahm. Nach kleineren Zuwächsen 1990 und 1996 folgte 1998 ein deutlicher Rückgang um 3 TWh; 1999 und 2000 wurden zusammen 2,7 TWh zurückgewonnen. Die 2000er-Jahre blieben wechselhaft: Rückgängen 2002 und 2003 folgte ein Zuwachs 2004, und auf den Einbruch von 2007 folgten kräftige Zugewinne 2008 und 2009. Nach einem weiteren Anstieg 2011 war der Verlust von 2,5 TWh im Jahr 2015 ein besorgniserregender Rückschritt. Die Zuwächse von 1,2 TWh im Jahr 2019, 0,7 TWh 2022 und 1 TWh 2023 sind dagegen erfreulich und sollten durch zusätzliche kohlenstoffarme Stromquellen ergänzt werden.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

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