Der aktuelle Stand des Stromverbrauchs in Ghana zeigt, dass fossile Brennstoffe mehr als die Hälfte der gesamten Stromerzeugung ausmachen, wobei Gas fast den gesamten fossilen Anteil dominiert. Im Gegensatz dazu entfällt fast vierzig Prozent der Stromerzeugung auf kohlenstoffarme Quellen, wobei Wasserkraft nahezu den gesamten Anteil dieser sauberen Energie ausmacht. Dies bedeutet, dass Ghana einen erheblichen Anteil seiner Stromerzeugung auf fossile Brennstoffe stützt, was angesichts der zunehmenden Bedeutung von Klimaschutzmaßnahmen und der Dringlichkeit der Bekämpfung der Luftverschmutzung Besorgnis erregen kann.
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Wächst der Strom in Ghana?
Die Stromerzeugung in Ghana zeigt ein leichtes Wachstum, da der Pro-Kopf-Verbrauch im Jahr 2023 719 kWh erreicht hat, verglichen mit 700 kWh im Jahr 2022. Diesem Wachstum gegenüber steht jedoch ein besorgniserregender Rückgang der kohlenstoffarmen Stromerzeugung pro Kopf, die von 444 kWh im Jahr 1980 auf 277 kWh im Jahr 2023 gesunken ist. Dies weist darauf hin, dass der Anstieg des gesamten Stromverbrauchs hauptsächlich durch nicht-saubere Energien vorangetrieben wird, was die Notwendigkeit verstärkt, mehr saubere Energiequellen in den Mix zu integrieren, um sowohl den Strombedarf zu decken als auch Umweltziele zu erreichen.
Vorschläge
Ghana könnte seine kohlenstoffarme Stromerzeugung deutlich steigern, indem es auf die Erfolgsmodelle anderer Länder setzt. Dänemark und Südkorea beispielsweise haben enorme Fortschritte bei der Nutzung von Windenergie gemacht und generieren nahezu sechzig bzw. dreißig Prozent ihres Stroms auf diese Weise. Des Weiteren hat Kalifornien beim Ausbau der Solarenergie beachtliche Erfolge erzielt; etwa ein Drittel des Stroms stammt dort aus Solarquellen. Die Einführung von Kernenergie sollte ebenfalls erwogen werden, da Länder wie Frankreich und die Slowakei jeweils mehr als sechzig Prozent ihres Stroms damit erzeugen. Ghana könnte von diesen Technologien profitieren, um den steigenden Bedarf an sauberem Strom zu decken und seine Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern.
Geschichte
Historisch gesehen hatte Ghana in den 1980er Jahren bei der Wasserkraft schwankende Zuwächse und Rückgänge, besonders bemerkenswert war die kontinuierliche Zunahme von 1985 bis 1986 sowie ein erneuter Anstieg in den späten 1990er Jahren. Nachdem Anfang der 2000er Jahre einige Jahre der Rückgänge bei der Wasserkrafterzeugung zu beobachten waren, gab es in jüngster Zeit wieder positive Trends, einschließlich eines weiteren Anstiegs im Jahr 2023. Die rückläufigen und dann wieder ansteigenden Trends in der Wasserkrafterzeugung verdeutlichen die Herausforderungen, mit denen Ghana bei der Stärkung seines kohlenstoffarmen Stromsektors konfrontiert ist. Diese Schwankungen unterstreichen die Notwendigkeit, den Energiemix zu diversifizieren und vermehrt in stabile und innovative Energietechnologien wie Solar und Kernenergie zu investieren.





