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Elektrizität in Mauritius im Jahr 2023

Kohlenstoffarmer Elektrizität
448 kWh/person -98
Gesamtelektrizität
2.568 kWh/person +56
Kohlenstoffarmer Elektrizität
17 % -38
Kohlenstoffintensität
622 gCO2eq/kWh +290

2023 stammten in Mauritius rund 83 % des verbrauchten Stroms aus fossilen Brennstoffen; Kohle allein lieferte etwa ein Drittel des gesamten Stroms. Kohlenstoffarmer Strom machte dagegen nur rund 17 % aus. Dazu trugen Biokraftstoffe mit knapp 10 %, Solarenergie mit knapp 5 % und Wasserkraft mit rund 3 % bei. Die Stromversorgung ist damit weiterhin stark fossil geprägt. Ein höherer Anteil sauberer Stromerzeugung könnte die mit fossilen Brennstoffen verbundenen Belastungen durch Klimawandel und Luftverschmutzung verringern.

Wächst der Strom in Mauritius?

Der Stromverbrauch pro Kopf wächst, allerdings nur leicht: Mit 2.568 kWh im Jahr 2023 lag er rund 56 kWh beziehungsweise gut 2 % über dem bisherigen Höchststand von 2019 mit 2.511 kWh. Bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung verlief die Entwicklung hingegen enttäuschend: Sie erreichte zuletzt 448 kWh pro Kopf, rund 98 kWh beziehungsweise 18 % weniger als beim bisherigen Rekord von 2020. Mauritius hat somit einen neuen Höchststand beim Stromverbrauch erreicht, während die saubere Stromerzeugung deutlich hinter ihrem Rekord zurückbleibt. Für die wachsende Nachfrage durch Elektrifizierung und KI braucht es einen stärkeren Ausbau kohlenstoffarmer Stromerzeugung.

Vorschläge

Mauritius sollte insbesondere Solarenergie ausbauen und zugleich Wind sowie Kernenergie als weitere Möglichkeiten prüfen. Als Inselregionen bieten Zypern und der US-Bundesstaat Hawaii besonders relevante Orientierung: Beide erzeugen rund 23 % ihres Stroms aus Solarenergie, deutlich mehr als Mauritius. Dachanlagen und größere Solaranlagen könnten diesen Abstand verkleinern. Bei Wind zeigt der Inselstaat Cabo Verde mit rund 14 % des Stroms, welchen Beitrag diese Technologie leisten kann; Irland erreicht sogar etwa 35 %. Auch Kernenergie sollte Mauritius als langfristige Option für eine verlässliche, kohlenstoffarme Stromversorgung untersuchen. Frankreich erzeugt etwa zwei Drittel seines Stroms aus Kernenergie, die Vereinigten Arabischen Emirate rund ein Fünftel. Diese Regionen zeigen unterschiedliche Wege, saubere Stromerzeugung deutlich zu stärken.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

Geschichte

Historisch war die kohlenstoffarme Stromerzeugung in Mauritius von kleinen Zuwächsen und wiederholten Rückgängen geprägt. Bei der Wasserkraft wechselten sich in den 1980er- und 1990er-Jahren Rückgänge um jeweils 0,1 TWh in den Jahren 1983, 1990 und 1999 mit Zuwächsen gleicher Größenordnung 1985 und 1995 ab; 2000 kamen nochmals 0,1 TWh hinzu. Die Stromerzeugung aus Biokraftstoffen stieg 1990, 1998 und 2000 jeweils um 0,1 TWh. Weitere Zuwächse dieser Größenordnung folgten 2010 und 2015, während 2011, 2020 und 2022 jeweils Rückgänge um 0,1 TWh verzeichnet wurden. Ein erfreulicher Schritt war der Zuwachs der Solarstromerzeugung um 0,1 TWh im Jahr 2019. Die für 1989, 2011 und 2023 bei Wasserkraft sowie 1996 und 2001 bei Biokraftstoffen ausgewiesenen Änderungen lagen bei gerundet null. Insgesamt unterstreicht diese wechselhafte Entwicklung, wie wichtig ein kontinuierlicher Ausbau insbesondere von Solarenergie und weiteren sauberen Stromquellen ist.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

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