Nigeria's derzeitiger Stromverbrauch weist auf eine klare Herausforderung hin. Mit einem Gesamtverbrauch von 35 TWh im Jahr 2025 stammt über zwei Drittel dieses Stroms aus fossilen Brennstoffen, hauptsächlich Gas. Demgegenüber steht die kohlenstoffarme Energie, die lediglich etwa 11 TWh ausmacht, vollständig aus Wasserkraft. Im internationalen Vergleich ist Nigerias Stromverbrauch mit nur 150 kWh pro Person sehr niedrig, weit entfernt vom globalen Durchschnitt von 3412 kWh pro Person. Solch niedrige Stromerzeugung kann die wirtschaftliche Entwicklung des Landes, den Zugang zu moderner Technologie und die Verbesserung der Lebensqualität erheblich einschränken.
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Wächst der Strom in Nigeria?
Ein Blick auf die Entwicklung zeigt, dass der Stromverbrauch in Nigeria derzeit rückläufig ist. Der jüngste Wert von 150 kWh pro Person liegt deutlich unter dem Höchstwert von 187 kWh pro Person aus dem Jahr 2023. Ähnlich verhält es sich mit der kohlenstoffarmen Energieerzeugung, die von einem historischen Höchstwert von 62 kWh pro Person im Jahr 2002 auf 48 kWh pro Person gesunken ist. Diese rückläufige Entwicklung ist bedenklich, insbesondere angesichts der Notwendigkeit, den Strombedarf in Hinblick auf Bevölkerungswachstum und wirtschaftliche Entwicklung zu decken.
Vorschläge
Für Nigeria wäre es sinnvoll, in die Steigerung der kohlenstoffarmen Stromerzeugung zu investieren, insbesondere in Solar- und möglicherweise Kernenergie. Länder wie China zeigen, dass durch massiven Ausbau von Solar- und Windkraft signifikante Erträge erzielt werden können. Ebenso hat die USA, allen voran mit Kernenergie, beachtliche Mengen an kohlenstoffarmen Strom generieren können. Indem Nigeria sich an solchen Erfolgsgeschichten orientiert, könnte es erheblich zur Verbesserung seiner Stromerzeugung beitragen, die Energiewende fördern und gleichzeitig einen entscheidenden Beitrag zum globalen Klimaschutz leisten.
Geschichte
In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die kohlenstoffarme Stromerzeugung in Nigeria durch Wasserkraft kaum konsolidiert. Obwohl es in den frühen 1990er Jahren leichte Verbesserungen gab, schwankte die Entwicklung stark. Die 2000er Jahre waren geprägt von einem Rückgang, gefolgt von sporadischen Anstiegen und erneuten Rückgängen. Jüngst, im Jahr 2025, wurde erneut ein bescheidener Anstieg von 2.3 TWh erzielt. Dieser unstete Verlauf verdeutlicht den dringenden Bedarf an nachhaltiger Vielfalt und Stabilität in der kohlenstoffarmen Stromerzeugung.





