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Elektrizität in Sudan im Jahr 2023

Kohlenstoffarmer Elektrizität
235 kWh/person -9,0
Gesamtelektrizität
352 kWh/person -35
Kohlenstoffarmer Elektrizität
67 % -16
Kohlenstoffintensität
224 gCO2eq/kWh +92

Sudans Stromverbrauch lag 2023 bei insgesamt rund 17 TWh. Davon entfielen etwa 70 % auf kohlenstoffarmen Strom: 11,75 TWh, fast vollständig aus Wasserkraft mit 11,5 TWh. Fossile Brennstoffe lieferten 5 TWh und damit knapp ein Drittel. Trotz des hohen Anteils sauberer Stromerzeugung war der Stromverbrauch pro Kopf mit 352 kWh sehr niedrig: Er erreichte weniger als ein Zehntel des weltweiten Durchschnitts von 3.794 kWh. Eine so geringe Stromversorgung kann die Arbeit von Krankenhäusern und Schulen, die Wasserversorgung sowie die Entwicklung von Industrie und Gewerbe erheblich einschränken.

Wächst der Strom in Sudan?

Gemessen an den bisherigen Höchstständen wächst die Stromversorgung pro Kopf derzeit nicht. Der Verbrauch lag 2023 mit 352 kWh pro Person rund 35 kWh beziehungsweise etwa 9 % unter dem Rekord von 2021 mit 388 kWh. Auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung pro Kopf ging gegenüber ihrem bisherigen Höchststand zurück: von 244 kWh im Jahr 2022 auf 235 kWh im Jahr 2023, ein Minus von 9 kWh beziehungsweise knapp 4 %. Diese Rückgänge sind besorgniserregend, weil Sudan deutlich mehr sauberen Strom benötigt, um die Versorgung zu verbessern und zusätzliche Nachfrage durch Elektrifizierung zu decken. Aus diesen Pro-Kopf-Werten allein lässt sich allerdings nicht ableiten, wie sich der gesamte Stromverbrauch entwickelt hat.

Vorschläge

Sudan sollte vor allem Solarstrom ausbauen und seine Wasserkraft durch weitere saubere Stromquellen ergänzen. Als relevante Vorbilder dienen sonnenreiche Regionen: Pakistan erzeugt laut den vorliegenden Vergleichsdaten 41 TWh Solarstrom, die Vereinigten Arabischen Emirate 14 TWh und Indien 205 TWh. Sudan könnte daraus Ansätze für große Solaranlagen, dezentrale Versorgung und passende Netzinvestitionen übernehmen. Wind kann an geeigneten Standorten ebenfalls beitragen; Südafrika liefert mit 12 TWh Windstrom ein afrikanisches Vergleichsbeispiel. Darüber hinaus sollte Sudan die langfristige Einführung von Kernenergie prüfen und dafür Fachkräfte, Institutionen und internationale Partnerschaften aufbauen. Die Vereinigten Arabischen Emirate mit 32 TWh und Pakistan mit 22 TWh Kernstrom zeigen, welchen Beitrag diese kohlenstoffarme Stromquelle leisten kann. Ein wachsendes Angebot aus Solar, Wind, Wasserkraft und Kernenergie könnte fossile Stromerzeugung und damit klimaschädliche Emissionen sowie Luftverschmutzung verringern.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

Geschichte

Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung Sudans ist in den vorliegenden Daten vor allem eine Geschichte der Wasserkraft. Zwischen den frühen 1980er-Jahren und der Mitte der 2000er-Jahre waren die ausgewiesenen jährlichen Veränderungen meist klein: Zuwächse von 0,1 bis 0,2 TWh wechselten sich mit einzelnen Rückgängen von 0,1 TWh ab. Ein kräftiger Ausbau folgte 2009 und 2010 mit zusätzlichen 1,8 beziehungsweise 3 TWh. Von 2011 bis 2014 setzte sich das Wachstum fort, besonders 2013 mit einem Plus von 1,7 TWh. Nach enttäuschenden Rückgängen um zusammen 0,9 TWh in den Jahren 2015 und 2016 stieg die Erzeugung von 2017 bis 2020 wieder jährlich, insgesamt um 3 TWh. Auf einen weiteren Zuwachs von 0,9 TWh im Jahr 2022 folgte 2023 jedoch ein Rückgang um 0,3 TWh. Das unterstreicht, wie wichtig ein erneuter Ausbau und eine breitere Basis sauberer Stromerzeugung sind.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

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