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Elektrizität in Kongo-Kinshasa im Jahr 2023

Kohlenstoffarmer Elektrizität
150 kWh/person -13
Gesamtelektrizität
164 kWh/person -1,1
Kohlenstoffarmer Elektrizität
92 % -8,1
Kohlenstoffintensität
59 gCO2eq/kWh +35

Kongo-Kinshasa verbrauchte 2023 insgesamt rund 17,3 TWh Strom, einschließlich der Netto-Importe von etwa 1,4 TWh. Die heimische kohlenstoffarme Stromerzeugung betrug knapp 16 TWh: Wasserkraft lieferte rund 13,7 TWh und Solarstrom 2,2 TWh. Damit deckte kohlenstoffarmer Strom gut neun Zehntel des Verbrauchs; der Rest entfiel auf Netto-Importe, deren Erzeugungsmix aus diesen Daten nicht hervorgeht. Eine Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen ist in den vorliegenden Angaben nicht ausgewiesen. Mit nur 164 kWh Stromverbrauch pro Person lag das Land bei gut 4 % des weltweiten Durchschnitts von 3.794 kWh – also etwa 23-mal niedriger. Eine derart geringe Stromversorgung kann den Betrieb von Krankenhäusern, Schulen und Unternehmen einschränken und die wirtschaftliche Entwicklung sowie die Elektrifizierung erschweren.

Wächst der Strom in Kongo-Kinshasa?

Beim Stromverbrauch pro Kopf ist bislang kein nachhaltiger Fortschritt über frühere Höchststände hinaus erkennbar. Die 164 kWh pro Person im Jahr 2023 lagen noch 1 kWh unter dem bisherigen Rekord von 165 kWh aus dem Jahr 1980. Auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung pro Kopf blieb zurück: Mit 150 kWh lag sie 13 kWh beziehungsweise rund 8 % unter dem Rekord von 163 kWh aus dem Jahr 1989. Diese jahrzehntelange Stagnation ist besorgniserregend. Zwar wächst die absolute saubere Stromerzeugung in mehreren Jahren, doch reicht das bisher nicht aus, um die Versorgung pro Person über die historischen Höchststände zu heben und zusätzliche Nachfrage durch Elektrifizierung, Digitalisierung und KI zuverlässig zu bedienen.

Vorschläge

Kongo-Kinshasa sollte insbesondere seine bereits bedeutende Solarstromerzeugung weiter ausbauen – sowohl durch große Anlagen als auch durch dezentrale Systeme für Haushalte, Betriebe und öffentliche Einrichtungen. Parallel sind leistungsfähigere Stromnetze und Speicher wichtig, damit mehr sauberer Strom die Verbraucher erreicht. Als regional relevantes Vorbild bietet sich Südafrika an, das laut Vergleichsdaten rund 20 TWh Solarstrom, 12 TWh Windstrom und 12 TWh Kernenergiestrom erzeugt. Brasilien zeigt mit etwa 85 TWh Solarstrom und 111 TWh Windstrom, wie diese Technologien in einem großen tropischen Land zur Stromversorgung beitragen können. Für den Solaraufbau sind außerdem Indiens rund 192 TWh ein hilfreiches Beispiel. Ergänzend sollte Kongo-Kinshasa geeignete Windstandorte prüfen und den Aufbau von Kernenergie als langfristige Säule einer zuverlässigen, kohlenstoffarmen Stromversorgung erwägen. Dabei können die Erfahrungen Südafrikas sowie Frankreichs mit rund 379 TWh Kernenergiestrom Orientierung geben.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

Geschichte

Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung wurde zunächst vor allem von der Wasserkraft geprägt. In den späten 1980er-Jahren stieg deren Erzeugung in den aufgeführten Jahren um 0,4 und 0,6 TWh. Die 1990er-Jahre verliefen wechselhaft: Zuwächsen von bis zu 0,9 TWh standen Rückgänge gegenüber, besonders der Verlust von 1,1 TWh im Jahr 1997. Um die Jahrtausendwende und 2004 folgten wieder deutliche Zuwächse von jeweils etwa 0,6 bis 0,9 TWh. In den 2010er-Jahren setzte sich der Ausbau fort und beschleunigte sich zum Jahrzehntende, mit zusätzlichen 1,1 TWh im Jahr 2018 und 1,2 TWh im Jahr 2019. Weitere Wasserkraftzuwächse von jeweils 0,7 TWh folgten 2020 und 2021 sowie 0,5 TWh im Jahr 2023. Besonders erfreulich war der starke Solaraufbau: 2021 kamen 1 TWh und 2022 weitere 1,1 TWh hinzu. Diese Fortschritte schaffen eine gute Grundlage, müssen aber deutlich verstärkt werden, damit auch die saubere Stromversorgung pro Person nachhaltig wächst.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

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