Kongo-Kinshasa verzeichnete im Jahr 2023 einen Gesamtstromverbrauch von etwa 19 Terawattstunden (TWh), wovon der Großteil aus kohlenstoffarmen Quellen stammt. Wasserkraft macht mit rund 14 TWh mehr als zwei Drittel dieser Erzeugung aus, während Solarenergie etwa 2 TWh zur Stromerzeugung beiträgt. Importierter Strom umfasst darüber hinaus etwa 1 TWh. Trotz dieser Entwicklung liegt der Pro-Kopf-Stromverbrauch mit 164 kWh weit unter dem globalen Durchschnitt von 3736 kWh. Diese niedrigen Werte können zu Entwicklungshemmnissen führen, da sowohl die Elektrifizierung als auch der Betrieb von lebenswichtigen Diensten eingeschränkt sind.
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Wächst der Strom in Kongo-Kinshasa?
Die Frage, ob die Stromerzeugung in Kongo-Kinshasa wächst, ist negativ zu beantworten. Der Pro-Kopf-Stromverbrauch ist seit dem bisherigen Rekordwert von 165 kWh im Jahr 1980 leicht gesunken. Ebenfalls beunruhigend ist der Rückgang der kohlenstoffarmen Stromerzeugung pro Kopf, die von 163 kWh im Jahr 1989 auf 150 kWh im Jahr 2023 gesunken ist. Diese Stagnation oder sogar Rückläufigkeit in der Stromproduktion, insbesondere aus sauberen Energien, ist besorgniserregend angesichts des dringenden Bedarfs, die Elektrifizierung zur Unterstützung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung zu erhöhen.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung in Kongo-Kinshasa zu steigern, sind Investitionen in den Ausbau der Solarenergie vielversprechend. Bereits jetzt trägt Solarenergie beachtlich zur Stromlieferung bei, und es besteht großes Potenzial für weiteres Wachstum. Kongo-Kinshasa könnte von erfolgreichen Regionen lernen, von denen China mit beeindruckenden 1170 TWh Solarstromervorbildlich ist. Auch die USA und Frankreich, die massiv in Kernenergie investiert haben, zeigen, wie man mit stabilen Quellen eine zuverlässige und kohlenstoffarme Stromversorgung erreichen kann. Diese Kombination aus Solar- und Kernenergie könnte einen stabilen, sauberen Energiemix auch für Kongo-Kinshasa ermöglichen.
Geschichte
Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Kongo-Kinshasa zeigt eine wechselhafte Entwicklung der Wasserkraft. In den 1980er Jahren gab es ein moderates Wachstum, aber auch Rückgänge. Seit den 2000er Jahren ist ein positiverer Trend zu erkenn, mit merklichen Zuwächsen in den 2010er Jahren, insbesondere seit 2017, was durch den jüngsten Aufschwung an Solarenergie unterstützt wird. Der Fokus auf eine vermehrte Nutzung von Solarstrom ab 2021 markiert eine positive Wende, die durch kontinuierliche Investitionen in die Infrastruktur und Technologie gestärkt werden sollte. Der Ausbau der Wasserkraft muss weiter gestärkt werden, um die kumulative Kapazität zu festigen und die Grundlage für umfassendere Elektrifizierung zu schaffen.


