Der aktuelle Stand des Stromverbrauchs in Eswatini zeigt, dass das Land stark von Importen abhängig ist. Mehr als die Hälfte, etwa 62% des Stroms, stammt aus Netto-Importen. Der kohlenstoffarme Anteil macht rund 36% des Stroms aus, wobei Wasserkraft mit etwa 20% führend ist, gefolgt von Biokraftstoffen mit 14% und Solarenergie, die ein kleiner, aber wichtiger Anteil von 2% beträgt. Fossile Brennstoffe spielen eine sehr geringe Rolle im Energiemix von Eswatini und machen nur etwa 1% des Stromverbrauchs aus, der vollständig aus Kohle erzeugt wird.
Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen EIA, Ember und Enerdata. Mehr über Datenquellen →
Wächst der Strom in Eswatini?
Der Trend des Stromverbrauchs in Eswatini gibt Anlass zur Sorge. Im Jahr 2023 liegt der Pro-Kopf-Stromverbrauch bei 1211 kWh, was einem deutlichen Rückgang von 339 kWh im Vergleich zum bisherigen Höchststand im Jahr 2007 entspricht, als der Verbrauch bei 1550 kWh pro Person lag. Auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung hat einen Rückgang erfahren. Der aktuelle Wert von 439 kWh pro Person liegt weit unter dem bisherigen Rekord von 657 kWh im Jahr 2001. Dieses Stagnieren und der Rückgang des klimafreundlichen Stroms sind alarmierend und unterstreichen die Notwendigkeit, die Stromproduktion, insbesondere die kohlenstoffarme Erzeugung, zu steigern, um den zukünftigen Bedarf zu decken und den Übergang zu sauberer Energie zu fördern.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung in Eswatini signifikant zu erhöhen, könnte das Land von erfolgreichen Regionen lernen, die einen hohen Anteil an Solar- und Kernenergie erreicht haben. Beispielsweise hat Nevada bemerkenswerte 33% seines Stroms aus Solarenergie gewonnen, während Frankreich beeindruckende 70% seiner Elektrizität aus Kernenergie bezieht. Solche Beispiele zeigen das Potenzial, das Solar- und Kernenergie bieten. Durch Investitionen in diese Technologien kann Eswatini einen saubereren und nachhaltigeren Energiemix entwickeln, der nicht nur den lokalen Bedarf deckt, sondern auch die Umwelt schützt und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen reduziert.
Geschichte
In den letzten Jahrzehnten hat sich die kohlenstoffarme Stromerzeugung in Eswatini teils positiv entwickelt, teils stagniert. In den frühen 2000er Jahren verzeichneten die Biokraftstoffe 2000 einen Zuwachs von 0,5 TWh, während die Wasserkraft wie 2003 einen leichten Rückgang von 0,1 TWh erlitt. Ab Mitte der 2000er Jahre bis 2015 waren die Änderungen in der Wasserkraftproduktion geringfügig, sie schwankte minimal. Die Entwicklungen zeigen kleine Fortschritte und teils Rückschritte in der Nutzung kohlenstoffarmer Technologien. Diese Geschichte unterstreicht die Notwendigkeit, entscheidende Schritte zur Ausweitung kohlenstoffarmer Energiequellen, insbesondere durch Solar- und Kernenergie, zu unternehmen, um eine stabile und nachhaltige Energiezukunft für Eswatini zu sichern.




