Der aktuelle Stand des Stromverbrauchs in Eswatini zeigt, dass das Land stark von Stromimporten abhängig ist, wobei mehr als die Hälfte seines gesamten Stroms importiert wird. Kohlenstoffarme Energiequellen machen fast 36% des Strommixes aus, wobei ein Fünftel aus Wasserkraft stammt, gefolgt von Biokraftstoffen mit rund 14% und Solarenergie, die einen kleinen Beitrag von etwa 2% leistet. Leider spielen fossile Energien mit nur rund 1% eine vernachlässigbare Rolle im Energiemix von Eswatini, was auf einen relativ kohlenstoffarmen Ansatz hinweist, jedoch stark auf Importabhängigkeit angewiesen ist.
Wächst der Strom in Eswatini?
Es scheint jedoch, dass der allgemeine Stromverbrauch in Eswatini rückläufig ist. Der Pro-Kopf-Verbrauch beträgt derzeit 1211 kWh, was ein signifikanter Rückgang von 339 kWh im Vergleich zum bisherigen Höchstwert von 2007 ist. Auch der kohlenstoffarme Stromverbrauch ist gesunken; mit aktuell 439 kWh pro Person liegt er 218 kWh unter dem Rekordwert von 2001. Diese Abnahme beim Stromverbrauch, sowohl insgesamt als auch bei kohlenstoffarmen Quellen, ist besorgniserregend, da sie ein Schrumpfen der Wirtschaft oder eine mangelnde Verbesserung bei der Elektrifizierung signalisieren könnte.
Vorschläge
Eswatini kann seinen kohlenstoffarmen Stromanteil erhöhen, indem es aus den Erfolgen anderer Regionen lernt. Der Ausbau von Solarenergie wäre besonders lohnend, wie Beispiele aus Kalifornien und Libanon zeigen, wo Solarenergie mehr als 30% des Stroms liefert. Ein anderer Ansatz ist die Nutzung der Kernenergie, insbesondere wenn man den erfolgreichen Einsatz in Ländern wie Frankreich und der Slowakei betrachtet, wo Kernenergie mehr als 65% der Stromerzeugung ausmacht. Ein verstärkter Fokus auf Solar- und Kernenergie könnte Eswatini helfen, seinen Energiemix nachhaltiger zu gestalten und seine Abhängigkeit von Importen zu verringern.
Geschichte
Ein Blick auf die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Eswatini zeigt eine Schwankung im Beitrag von Biokraftstoffen und Wasserkraft über die Jahre hinweg. In den frühen 2000er Jahren, insbesondere im Jahr 2000, erlebten Biokraftstoffe einen Zuwachs, gefolgt von einem Plateau und einigen leichten Rückgängen. Wasserkraft erlebte im Jahr 2005 ebenfalls einen kleinen Zuwachs, jedoch mit einigen Rückschlägen in den folgenden Jahren. Die Entwicklung ist durch ein unbeständiges Wachstum gekennzeichnet, was darauf hinweist, dass stabilere politische Maßnahmen erforderlich sind, um kontinuierliches Wachstum in der kohlenstoffarmen Stromerzeugung zu gewährleisten und den zukünftigen Bedarf zu decken.











