Im Jahr 2023 zeigt sich, dass Angola stark auf kohlenstoffarme Energiequellen setzt, wobei mehr als drei Viertel der Elektrizität aus diesen Quellen stammen. Der größte Anteil der kohlenstoffarmen Energie wird durch Wasserkraft gedeckt, die fast drei Viertel der gesamten Elektrizitätserzeugung ausmacht. Im Gegensatz dazu sind fossile Brennstoffe, speziell Gas, mit knapp einem Viertel der Elektrizitätserzeugung vertreten. Solarenergie, welche ebenfalls zur kohlenstoffarmen Gruppe gehört, trägt derzeit rund 2% bei, was trotz der geringen Zahl eine wichtige Rolle spielt. Diese Verteilung zeigt einen klaren Fokus auf saubere und nachhaltige Energie, obwohl fossile Brennstoffe immer noch eine bedeutende Rolle spielen.
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Wächst der Strom in Angola?
Die aktuelle Situation des Stromverbrauchs in Angola ist rückläufig. Die Elektrizitätsnutzung pro Person ist von ihrem Höchststand im Jahr 2020 um 14 kWh auf 488 kWh pro Person gesunken. Ebenso ist die Erzeugung kohlenstoffarmer Elektrizität pro Person um 7 kWh auf 373 kWh gesunken. Diese Entwicklung ist besorgniserregend, da der Bedarf an Elektrizität, vor allem an sauberer Elektrizität, in der Zukunft steigen wird. Es ist entscheidend, dass Angola Maßnahmen ergreift, um insbesondere die Erzeugung kohlenstoffarmer Elektrizität zu fördern und sicherzustellen, dass der Rückgang nicht von Dauer ist.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Elektrizität in Angola zu erhöhen, könnte das Land von erfolgreichen Regionen wie Dänemark und Iowa lernen, die einen hohen Anteil an Windenergie in ihrer Elektrizitätserzeugung aufweisen. Während Dänemark fast zwei Drittel seiner Elektrizität aus Windenergie erzeugt, zeigt Iowa einen ähnlichen Erfolg mit mehr als der Hälfte. Darüber hinaus ist die Integration von Solar- und Kernenergie von entscheidender Bedeutung. Regionen wie Nevada und Kalifornien erzielen bemerkenswerte Anteile ihrer Elektrizität aus Solarenergie, während Länder wie Frankreich und die Slowakei zeigen, dass ein erheblicher Teil der Elektrizität durch Kernenergie bereitgestellt werden kann. Diese Quellen bieten Angola nachhaltige Möglichkeiten zur Diversifizierung seiner kohlenstoffarmen Energieproduktion.
Geschichte
In den letzten Jahrzehnten hat Angola in der kohlenstoffarmen Elektrizitätserzeugung, besonders durch Wasserkraft, deutliche Fortschritte gemacht. Während es in den 1990er-Jahren kleine Schwankungen gab, markierte das Jahr 2013 mit einem Anstieg von 1 TWh einen Wendepunkt. Die Jahre 2017 bis 2020 zeichneten sich durch signifikante Zuwächse aus, insbesondere 2019 mit einem Rekordwachstum von 2,8 TWh durch Wasserkraft. Im Jahr 2022 wurde ein kleiner, aber bedeutender Schritt mit einem Anstieg der Solarstromerzeugung um 0,4 TWh gemacht. Diese positive Entwicklung sollte als Basis für zukünftige Investitionen in kohlenstoffarme Technologien genutzt werden, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und den Klimaschutz zu fördern.








