In Angola basiert der größte Teil des Stromverbrauchs im Jahr 2023 auf kohlenstoffarmen Energiequellen, insbesondere auf Wasserkraft. Über drei Viertel des gesamten Stroms, genau 76,42 %, stammen aus kohlenstoffarmen Quellen. Davon macht die Wasserkraft allein etwa 74 % aus. Bei der fossilen Energie liegt der Anteil bei etwa einem Viertel, genauer gesagt bei 23,58 %, wobei Gas den Großteil dieser fossilen Energien mit einem Anteil von etwas mehr als 9 % ausmacht. Solarenergie trägt zwar nur etwas mehr als 2 % bei, spielt aber dennoch eine Rolle im Energiemix des Landes.
Wächst der Strom in Angola?
In Bezug auf das Wachstum des Stromverbrauchs in Angola gibt es eine gewisse Stagnation. Der jüngste Stromverbrauch liegt bei 488 kWh pro Person, was im Vergleich zum historischen Höchststand von 503 kWh pro Person im Jahr 2020 einen Rückgang von 14 kWh bedeutet. Auch bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung gibt es rückläufige Zahlen: Der aktuelle Wert liegt bei 373 kWh pro Person, im Vergleich zu 380 kWh pro Person im Jahr 2020. Diese Rückgänge sind Anlass zur Besorgnis, da ein steigender Stromverbrauch erforderlich ist, um die wachsende Nachfrage zu decken, insbesondere durch Elektrifizierung und den verstärkten Einsatz von KI.
Vorschläge
Um den kohlenstoffarmen Strom zu erhöhen, kann Angola von erfolgreichen Regionen lernen, die bereits hohe Anteile an sauberer Energie haben. Ein Blick auf Länder mit hoher Wind- und Solarenergie könnte hilfreich sein. Kalifornien und Nevada erzeugen beispielsweise 31 % bzw. 35 % ihrer Elektrizität aus Solarenergie, während Uruguay 33 % aus Windenergie gewinnt. Diese Länder und Staaten zeigen, dass erhebliche Erfolge bei der Umstellung auf saubere Energie erzielt werden können, indem man verstärkt in Wind- und Solarenergie investiert. Gleichzeitig sollte auch die Kernenergie als stabile und zuverlässige Quelle kohlenstoffarmer Energie betrachtet werden, wie die Beispiele Frankreichs und der Slowakei zeigen, wo jeweils über 65 % der Elektrizität aus Kernenergie stammen.
Geschichte
In der Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Angola war die Wasserkraft in den letzten Jahrzehnten die Hauptquelle dieser Energie. In den frühen Jahren, wie 1998 und 1999, gab es nur geringe Schwankungen. Allerdings stieg die Erzeugung ab Mitte der 2000er Jahre, insbesondere zwischen 2017 und 2020, als in einigen Jahren Zuwächse von bis zu 1,8 TWh registriert wurden. Zwischen den Jahren gab es jedoch auch Rückgänge, die auf infrastrukturelle Herausforderungen hinweisen könnten. Solare Energie nimmt seit 2022 als neuer Teilnehmer an der kohlenstoffarmen Erzeugung ihren Platz ein, beginnend mit einem Anstieg um 0,4 TWh. Ungeachtet dessen war Wasserkraft im Jahr 2023 erneut ein starker Treiber mit einer Steigerung von 0,6 TWh. Das zeigt das Potenzial und die Notwendigkeit, diese Bereiche weiter auszubauen, um nachhaltige und stabile Wachstumsraten in der Stromerzeugung zu gewährleisten.











