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Elektrizität in Angola im Jahr 2023

Kohlenstoffarmer Elektrizität
373 kWh/person -6,9
Gesamtelektrizität
488 kWh/person -14
Kohlenstoffarmer Elektrizität
76 % -17
Kohlenstoffintensität
158 gCO2eq/kWh +95

Angolas Stromverbrauch wurde 2023 zu gut drei Vierteln durch kohlenstoffarme Quellen gedeckt. Wasserkraft dominierte mit rund 74 % des Strommixes, während Solarenergie gut 2 % beitrug. Fossile Brennstoffe lieferten knapp ein Viertel des Stroms; auf Gas entfielen rund 9 % des gesamten Strommixes. Angola verfügt damit bereits über einen überwiegend sauberen Strommix, dessen weitere Entwicklung vor allem durch zusätzliche kohlenstoffarme Stromerzeugung gestärkt werden sollte.

Wächst der Strom in Angola?

Beim Stromverbrauch pro Kopf ist allerdings noch kein neuer Höchststand erreicht: Mit 488 kWh pro Person lag Angola 2023 rund 14 kWh unter dem bisherigen Rekord von 503 kWh im Jahr 2020. Auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung blieb mit 373 kWh pro Person um 7 kWh unter ihrem Rekord von 380 kWh aus demselben Jahr. Diese Entwicklung ist besorgniserregend, denn für eine breitere Stromversorgung, die Elektrifizierung und zusätzliche digitale Anwendungen wird mehr sauberer Strom benötigt. Die Pro-Kopf-Werte allein zeigen allerdings nicht, ob der gesamte Stromverbrauch Angolas gestiegen oder gefallen ist.

Vorschläge

Angola sollte seine starke Wasserkraftbasis durch einen entschlossenen Ausbau der Solarenergie ergänzen und den Aufbau von Kernenergie prüfen. Als regionales Vorbild für Solarenergie bietet sich die benachbarte Demokratische Republik Kongo an, wo Solar rund 13 % der Stromerzeugung liefert; in Cabo Verde sind es rund 14 %. Pakistan und Chile zeigen mit jeweils etwa einem Viertel Solarstrom, dass deutlich höhere Anteile möglich sind. Für Kernenergie kann Angola von Frankreich lernen, das rund zwei Drittel seines Stroms daraus erzeugt, sowie von den Vereinigten Arabischen Emiraten mit rund einem Fünftel. Internationale Partnerschaften, Ausbildung und vorausschauende Netzplanung könnten den Aufbau dieser sauberen Stromquellen unterstützen. Ergänzend lohnt die Prüfung geeigneter Windstandorte nach Beispielen wie Kenia, wo Wind rund 12 % der Stromerzeugung beiträgt. Mehr kohlenstoffarmer Strom würde zugleich die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und deren Beiträge zu Klimawandel und Luftverschmutzung verringern.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

Geschichte

Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung Angolas ist vor allem eine Geschichte des Wasserkraftausbaus. Ende der 1990er Jahre standen einem Zuwachs von 0,2 TWh im Jahr 1998 gleich große Rückgänge 1999 gegenüber. In den 2000er Jahren überwogen anschließend die Fortschritte: Nach einem kleinen Anstieg 2002 kamen 2004 bis 2006 jährlich etwa 0,4 bis 0,5 TWh hinzu; auf einen Rückgang 2007 folgte 2008 ein Plus von 0,6 TWh. In den 2010er Jahren beschleunigte sich der Ausbau trotz eines kleinen Rückgangs 2012 deutlich. Besonders stark waren die Zuwächse 2017 mit 1,8 TWh, 2018 mit 1,1 TWh und 2019 mit 2,8 TWh. Weitere 1,1 TWh Wasserkraft kamen 2020 hinzu. Der Solarzuwachs von 0,4 TWh im Jahr 2022 ergänzte diese Entwicklung, bevor die Wasserkraft 2023 nochmals um 0,6 TWh zunahm.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

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