LowCarbonPower logo
Instagram Facebook X (Twitter) LinkedIn GitHub

Elektrizität in Kongo-Brazzaville im Jahr 2023

Kohlenstoffarmer Elektrizität
173 kWh/person -53
Gesamtelektrizität
836 kWh/person +21
Kohlenstoffarmer Elektrizität
21 % -76
Kohlenstoffintensität
403 gCO2eq/kWh +389

Der Stromverbrauch in Kongo-Brazzaville wurde 2023 überwiegend durch fossile Brennstoffe gedeckt: Ihr Anteil lag bei rund 79 %, also fast vier Fünfteln. Allein Gas lieferte etwa 74 % des Stroms. Kohlenstoffarmer Strom machte dagegen nur rund 21 % aus und stammte nahezu vollständig aus Wasserkraft, deren Anteil gut 20 % betrug. Die starke Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen unterstreicht, wie wichtig mehr saubere Stromerzeugung ist, um klimawirksame Emissionen und Luftverschmutzung zu verringern.

Wächst der Strom in Kongo-Brazzaville?

Der Stromverbrauch pro Kopf wächst, allerdings bislang nur langsam: Mit 836 kWh je Person erreichte Kongo-Brazzaville 2023 einen neuen Höchststand. Das waren 21 kWh beziehungsweise knapp 3 % mehr als beim bisherigen Rekord von 815 kWh im Jahr 2022. Bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung ist die Entwicklung dagegen besorgniserregend: Sie lag zuletzt bei 173 kWh je Person und damit 53 kWh beziehungsweise rund 23 % unter dem Rekord von 226 kWh aus dem Jahr 2018. Der neue Verbrauchsrekord ist erfreulich, doch für Elektrifizierung und wachsenden Strombedarf muss insbesondere die saubere Stromerzeugung deutlich zunehmen.

Vorschläge

Kongo-Brazzaville sollte seine Wasserkraftbasis durch einen entschlossenen Ausbau von Solarstrom ergänzen und den Aufbau von Kernenergie prüfen. Als besonders naheliegendes Vorbild bietet sich das benachbarte Kongo-Kinshasa an, wo Solarstrom laut den vorliegenden Vergleichsdaten 13 % der Stromerzeugung ausmacht; Namibia erreicht etwa 11 % und Somalia rund 17 %. Diese Beispiele zeigen, dass Solarstrom auch in afrikanischen Regionen einen nennenswerten Beitrag leisten kann. Pakistan verbindet rund 24 % Solarstrom mit 13 % Kernenergie und veranschaulicht damit eine mögliche Kombination sauberer Stromquellen. Für den langfristigen Aufbau einer verlässlichen kohlenstoffarmen Versorgung kann Kongo-Brazzaville zudem von Frankreich lernen, das etwa zwei Drittel seines Stroms aus Kernenergie erzeugt. Dazu sollten Netzausbau, Fachkräfteausbildung und internationale Zusammenarbeit die zusätzlichen Erzeugungskapazitäten begleiten.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

Geschichte

Die dokumentierte Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Kongo-Brazzaville ist eine Geschichte der Wasserkraft. In den 1980er-Jahren stieg deren jährliche Erzeugung 1981, 1982, 1985 und 1989 jeweils um 0,1 TWh; 1990 folgte ein weiterer Zuwachs gleicher Größe. Die 1990er-Jahre verliefen anschließend wechselhaft: Rückgänge um jeweils 0,1 TWh in den Jahren 1992 und 1993 sowie 1998 und um 0,2 TWh im Jahr 1999 standen einem Zuwachs von 0,1 TWh im Jahr 1996 gegenüber. Anfang der 2000er-Jahre brachte 2000 eine Erholung um 0,2 TWh, gefolgt von einem Plus von 0,1 TWh 2002 und einem gleich großen Rückgang 2003; 2009 blieb die Erzeugung unverändert. Besonders erfreulich war der Aufschwung von 2010 bis 2012 mit Zuwächsen von insgesamt 0,7 TWh, darunter allein 0,4 TWh im Jahr 2011. Weitere Zuwächse um jeweils 0,1 TWh folgten 2015 und 2017, bevor der Rückgang um 0,2 TWh im Jahr 2019 einen enttäuschenden Rückschritt markierte.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

Instagram Facebook X (Twitter) LinkedIn GitHub