In Kongo-Brazzaville basiert der größte Teil der Stromerzeugung auf fossilen Brennstoffen, die mehr als drei Viertel des Strommixes ausmachen. Dabei hat Gas mit knapp 74% den größten Anteil an der fossilen Stromerzeugung. Kohlenstoffarme Energiequellen, allen voran die Wasserkraft, tragen mit fast 21% zur gesamten Stromversorgung bei. Gleichzeitig sind andere kohlenstoffarme Technologien, wie Solar- und Kernenergie, in der gegenwärtigen Stromerzeugung so gut wie nicht vertreten. Angesichts der klaren Dominanz fossiler Energieträger ist es entscheidend, dass Kongo-Brazzaville seinen Fokus zunehmend auf den Ausbau sauberer Energien legt, um sowohl die Umweltbelastung zu reduzieren als auch die Versorgungssicherheit zu erhöhen.
Wächst der Strom in Kongo-Brazzaville?
Der Stromverbrauch pro Kopf hat in Kongo-Brazzaville im Jahr 2023 einen leichten Anstieg auf 836 kWh verzeichnet, was einen Zuwachs von 21 kWh im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Dieser Anstieg zeigt ein gewisses Wachstum beim gesamten Stromverbrauch. Allerdings gibt es gleichzeitig einen Rückgang der kohlenstoffarmen Stromerzeugung auf 173 kWh pro Kopf, was deutlich unter dem Höchstwert von 226 kWh im Jahr 2018 liegt. Diese Entwicklung ist besorgniserregend, da ein Rückgang der kohlenstoffarmen Stromerzeugung den Fortschritt auf dem Weg zu einem nachhaltigeren Energiemix verlangsamt.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung zu erhöhen, könnte Kongo-Brazzaville erfolgreich von anderen Regionen lernen, die große Fortschritte im Bereich der sauberen Energien gemacht haben. In Ländern wie Frankreich und der Slowakei stammt fast zwei Drittel des Stroms aus Kernenergie, während Staaten wie Iowa und Dänemark mit über der Hälfte ihrer Stromproduktion aus Wind ebenfalls Vorreiter beim Ausbau sauberer Energien sind. Der Einsatz von Solarenergie kann ebenfalls signifikant gesteigert werden, wie Beispiele aus Kalifornien und Nevada mit jeweils mehr als 30% Solarstrom zeigen. Der Fokus auf Kernkraft und Solarenergie wäre entscheidend, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen langfristig zu verringern und die Energiewende erfolgreich zu gestalten.
Geschichte
In den frühen 1980er-Jahren erlebte Kongo-Brazzaville ein langsames aber stetiges Wachstum der Wasserkrafterzeugung, wobei 1981, 1982 und 1985 jeweils Zuwächse von 0,1 TWh verzeichnet wurden. Nach kleineren Rückschlägen in den frühen 1990er-Jahren gab es zur Jahrhundertwende wieder Fortschritte. Vor allem in den Jahren 2011 und 2012 stieg die Wasserkrafterzeugung erheblich an, was Hoffnung auf eine vielversprechende Zukunft weckte. Doch in den letzten Jahren ist dieses Wachstum ins Stocken geraten, und teilweise kam es sogar zu einem Rückgang. Die Herausforderung liegt darin, diese Entwicklung umzukehren und neue Technologien wie Solarenergie in das bestehende Energiesystem zu integrieren, um einen stabilen und nachhaltigen Energiemix sicherzustellen.











