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Elektrizität in Uganda im Jahr 2022

Kohlenstoffarmer Elektrizität
118 kWh/person +6,4
Gesamtelektrizität
122 kWh/person +6,7
Kohlenstoffarmer Elektrizität
97 % -2,6
Kohlenstoffintensität
58 gCO2eq/kWh +34

Ugandas Stromversorgung war 2022 überwiegend kohlenstoffarm: Die kohlenstoffarme Stromerzeugung betrug 5,6 TWh, davon stammten rund 5 TWh beziehungsweise fast 90 Prozent aus Wasserkraft. Den Pro-Kopf-Angaben zufolge entsprach die kohlenstoffarme Erzeugung rund 97 Prozent des Stromverbrauchs; fossile Brennstoffe spielten damit höchstens eine kleine Rolle, wobei der verbleibende Anteil ohne weitere Angaben nicht eindeutig zuzuordnen ist. Insgesamt lag der Stromverbrauch bei lediglich 122 kWh pro Person – rund 3 Prozent des weltweiten Durchschnitts von 3.794 kWh. Eine so geringe Stromverfügbarkeit kann die Entwicklung von Industrie und Gewerbe sowie die Versorgung von Schulen und Krankenhäusern bremsen und die Elektrifizierung des Alltags erschweren.

Wächst der Strom in Uganda?

Ja, Ugandas Stromversorgung wächst: Der Stromverbrauch pro Person erreichte 2022 einen neuen Höchststand von 122 kWh. Gegenüber dem bisherigen Rekord von 115 kWh im Jahr 2021 entspricht das einem Zuwachs von 7 kWh oder rund 6 Prozent. Auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung pro Person stellte einen Rekord auf: Sie stieg von 112 auf 118 kWh, also um 6 kWh beziehungsweise gut 5 Prozent. Das ist eine erfreuliche Entwicklung. Angesichts des weiterhin sehr niedrigen Verbrauchsniveaus braucht Uganda jedoch deutlich mehr sauberen Strom, um wirtschaftliche Entwicklung und den künftigen Bedarf durch Elektrifizierung und digitale Anwendungen zu ermöglichen.

Vorschläge

Uganda sollte seine kohlenstoffarme Stromerzeugung besonders durch Solarenergie und perspektivisch Kernenergie ausbauen und zugleich Stromnetze und Anschlüsse erweitern. Als afrikanisches Vergleichsbeispiel ist Südafrika relevant: Die angegebenen Erzeugungsmengen von 20 TWh Solarstrom, 12 TWh Windstrom und 12 TWh Kernstrom zeigen, wie mehrere saubere Stromquellen zusammenwirken können. Auch Indien mit 205 TWh Solarstrom und Pakistan mit 41 TWh bieten Anregungen für den Solarausbau in Ländern mit wachsendem Strombedarf. Uganda kann daraus lernen, sowohl große Solaranlagen als auch dezentrale Anlagen voranzubringen und geeignete Windstandorte zu prüfen. Für den Aufbau einer verlässlichen Kernstromversorgung bieten neben Südafrika auch Indien mit 54 TWh Kernstrom und Frankreich mit 376 TWh wertvolle Erfahrungen. Entscheidend wären dabei langfristige Planung, Fachkräfteausbildung und internationale Zusammenarbeit; die absoluten Erzeugungsmengen sind Orientierungspunkte, keine unmittelbar übertragbaren Ausbauziele.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

Geschichte

Historisch wurde Ugandas kohlenstoffarme Stromerzeugung vor allem durch Wasserkraft ausgebaut. Die aufgeführten Zuwächse betrugen 1992 rund 0,2 TWh und 2000 weitere 0,3 TWh; 2002 und 2004 kamen jeweils 0,1 TWh hinzu. Die späteren 2000er-Jahre zeigten dagegen eine uneinheitliche Entwicklung: Auf einen Rückgang um 0,7 TWh im Jahr 2006 folgten Zuwächse von jeweils 0,2 TWh in den Jahren 2007 und 2008 sowie ein erneuter Rückgang um 0,2 TWh im Jahr 2009. Ab 2012 überwog der Ausbau deutlich: Besonders kräftig waren die Wasserkraftzuwächse 2012 mit 0,9 TWh, 2013 und 2019 mit jeweils 0,4 TWh sowie 2021 mit 0,6 TWh. Kleinere Steigerungen zwischen 2015 und 2018 und weitere 0,3 TWh im Jahr 2022 ergänzten diesen erfreulichen Aufwärtstrend. Biokraftstoffe verzeichneten daneben geringe Veränderungen: jeweils 0,1 TWh mehr 2015 und 2021 sowie 0,1 TWh weniger 2017.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

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