In Kamerun stammen aktuell etwas mehr als die Hälfte des gesamten Stromverbrauchs aus kohlenstoffarmen Quellen, hauptsächlich aus Wasserkraft mit 5,26 TWh Beiträgen, während die restlichen 5,32 TWh aus verschiedenen kohlenstoffarmen Quellen kommen. Fossile Brennstoffe machen etwas weniger als ein Drittel des Stromverbrauchs aus, mit einem Beitrag von 3,01 TWh durch Gas. Verglichen mit einem globalen Durchschnitt von 3736 kWh pro Kopf liegt der Pro-Kopf-Verbrauch an Elektrizität in Kamerun mit 296 kWh deutlich darunter. Die niedrigen Werte könnten den Zugang zu Elektrizität und den Ausbau notwendiger Infrastrukturen erschweren, was sich negativ auf das wirtschaftliche Wachstum und die Lebensqualität der Bevölkerung auswirken könnte.
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Wächst der Strom in Kamerun?
Die Elektrizitätsnutzung in Kamerun ist seit 2015 rückläufig, als der Pro-Kopf-Verbrauch mit 352 kWh seinen Höhepunkt erreichte. Der aktuelle Stand von 296 kWh bedeutet einen Rückgang um 56 kWh. Auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung ist gesunken, mit einem historischen Höchststand von 258 kWh pro Kopf im Jahr 2006 auf nun 188 kWh, was einem Rückgang um 71 kWh entspricht. Diese Rückgänge in der Stromerzeugung, gerade bei kohlenstoffarmen Quellen, sind besorgniserregend und könnten die Fortschritte in Richtung einer nachhaltigen Energiewende behindern.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung zu steigern, könnte Kamerun sich an erfolgreichen Regionen orientieren, die in verschiedenen Bereichen Pionierarbeit leisten. Der Ausbau von Solar- und Windenergie, wie er in Ländern wie Indien und China zu beobachten ist, könnte Kamerun helfen, die umweltfreundliche Stromerzeugung zu erhöhen. Zudem kann die Kernenergie, die in den USA und Frankreich einen wesentlichen Beitrag zur Stromversorgung leistet, eine wichtige Rolle spielen. Durch den Einsatz dieser Technologien besteht das Potenzial, die Energieabhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern und saubere Energie für die Zukunft zu sichern.
Geschichte
Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Kamerun zeigt mit dem ungleichmäßigen Wachstum der Wasserkraft in den Jahren 1981 bis 2020 einen gemischten Ansatz. In den frühen 1980er Jahren verzeichnete Kamerun ein moderates Wachstum der Wasserkraft mit einem konstanten Anstieg von 0,2 bis 0,4 TWh, unterbrochen von negativen Entwicklungen in den Jahren 2002 und 2005. Ein Anstieg von 0,7 TWh im Jahr 2017 deutet auf erneute Anstrengungen zur Förderung der Wasserkrafterzeugung hin. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es von großer Bedeutung ist, kohlenstoffarme Technologien auszubauen und dabei zukünftige Schwankungen durch tragfähige Strategien zu vermeiden, um einen zuverlässigen und nachhaltigen Beitrag zur Stromversorgung des Landes zu leisten.


