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Elektrizität in Mosambik im Jahr 2023

Kohlenstoffarmer Elektrizität
487 kWh/person -660
Gesamtelektrizität
582 kWh/person -667
Kohlenstoffarmer Elektrizität
84 % -16
Kohlenstoffintensität
103 gCO2eq/kWh +78

Mosambik deckte 2023 bereits rund 84 % seines Stromverbrauchs aus kohlenstoffarmen Quellen – eine bemerkenswerte Leistung. Wasserkraft stellte mit knapp 83 % nahezu den gesamten sauberen Strom bereit. Fossile Brennstoffe machten dagegen etwa 16 % aus, überwiegend Gas mit knapp 16 %. Zudem ist Mosambik ein bedeutender Nettoexporteur von Strom und hilft damit benachbarten Regionen, ihre Emissionen zu senken. Die nächste Herausforderung besteht darin, Verkehr, Wärmeversorgung und Industrie stärker zu elektrifizieren: Dafür wird deutlich mehr saubere Elektrizität benötigt.

Wächst der Strom in Mosambik?

Gemessen an den historischen Höchstständen ist beim Stromverbrauch pro Kopf kein Wachstum erkennbar. Im Jahr 2023 lag er bei rund 580 kWh, gegenüber etwa 1.250 kWh im Rekordjahr 1980 – ein Rückgang um rund 670 kWh beziehungsweise mehr als die Hälfte. Die kohlenstoffarme Stromerzeugung pro Kopf erreichte zuletzt rund 490 kWh, während sie 1980 noch etwa 1.150 kWh betrug. Damit lag sie rund 660 kWh unter ihrem bisherigen Höchststand. Diese Entwicklung ist besorgniserregend angesichts des zusätzlichen Strombedarfs durch Elektrifizierung und KI-Anwendungen. Der Vergleich mit 1980 allein zeigt allerdings nicht, ob der gesamte Stromverbrauch oder die gesamte Erzeugung zuletzt gewachsen ist.

Vorschläge

Um seine kohlenstoffarme Stromerzeugung zu steigern, sollte Mosambik insbesondere Solarstrom ausbauen und die starke Wasserkraftbasis weiterentwickeln. Große Solaranlagen und dezentrale Anlagen können zusätzliche saubere Elektrizität für Haushalte, Unternehmen und Industrie liefern. Parallel sind Investitionen in Stromnetze, Speicher und grenzüberschreitende Verbindungen wichtig, damit mehr Strom zuverlässig verfügbar wird. Auch Kernenergie sollte als langfristige Option geprüft werden, begleitet vom Aufbau geeigneter Fachkompetenzen und institutioneller Voraussetzungen. Mehr Solarstrom und perspektivisch Kernenergie könnten die kohlenstoffarme Versorgung verbreitern und fossile Stromerzeugung mit ihren Klimagasen und Luftschadstoffen verdrängen.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

Geschichte

Die dokumentierte Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung Mosambiks ist von Veränderungen bei der Wasserkraft geprägt. In den frühen 1980er-Jahren gab es starke Rückgänge: 1981 sank die Erzeugung gegenüber dem Vorjahr um 9,7 TWh, 1984 um weitere 4,4 TWh; dazwischen stand 1983 ein Zuwachs von 2 TWh. Von 1998 bis 2002 folgte eine kräftige Wachstumsphase mit jährlichen Zuwächsen von zusammen knapp 12 TWh. Nach einem Rückgang 2003 nahm die Erzeugung von 2005 bis 2007 erneut um insgesamt 4,4 TWh zu; auf ein Minus 2008 folgte 2009 ein Plus von 1,8 TWh. Die 2010er-Jahre verliefen wechselhaft: Rückgängen 2012 sowie 2016 und 2017 standen Zuwächse 2014, 2015 und 2019 gegenüber. Diese Schwankungen unterstreichen, wie wichtig ein dauerhaft wachsendes und breiter aufgestelltes Angebot an sauberem Strom ist.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

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