Der aktuelle Stand des Stromverbrauchs in Mali zeigt eine recht bescheidene Aufteilung zwischen kohlenstoffarmen und fossilen Energiequellen. Fossile Brennstoffe machen etwa 2,5 TWh des gesamten Stromverbrauchs aus, während kohlenstoffarme Quellen rund 1,86 TWh abdecken. Davon entfallen 1,64 TWh auf Wasserkraft, was den größten Anteil der kohlenstoffarmen Produktion ausmacht. Im globalen Vergleich hinkt Mali jedoch stark hinterher: Mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von nur 193 kWh liegt das Land weit unter dem globalen Durchschnitt von 3649 kWh. Diese niedrigen Werte deuten darauf hin, dass der Mangel an ausreichender Stromerzeugung die wirtschaftliche Entwicklung beeinträchtigen und die Lebensqualität einschränken könnte.
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Wächst der Strom in Mali?
Leider verzeichnet Mali in den letzten Jahren keine positive Wachstumsdynamik bei der Stromerzeugung. Seit 2018 ist der Pro-Kopf-Verbrauch von 214 kWh auf 193 kWh gesunken, ein Rückgang von 22 kWh. Auch bei den kohlenstoffarmen Energiequellen, mit einem Pro-Kopf-Verbrauch, der von 83 kWh im Jahr 2016 auf 78 kWh im Jahr 2023 zurückgegangen ist, ist keine Verbesserung zu verzeichnen. Dieser rückläufige Trend in der Elektrizitätserzeugung ist besorgniserregend, da die wachsende Bevölkerung und die zukünftigen Entwicklungen durch Elektrifizierung und fortschreitende Technologie steigende Energieanforderungen erfordern werden.
Vorschläge
Um den Anteil kohlenstoffarmer Energie zu erhöhen, kann Mali aus erfolgreichen Regionen lernen. Die beeindruckenden Solarkapazitäten in China (1117 TWh) und den USA (366 TWh) zeigen das Potenzial dieser Technologie für Mali. Auch der Ausbau der Windenergie in Ländern wie Indien oder Brasilien bietet wertvolle Einblicke. Darüber hinaus ist die Rolle der Kernenergie entscheidend, wie die Beispiele der USA (781 TWh) und Frankreich (369 TWh) zeigen. Mali könnte von diesen Erfahrungen profitieren, um eine vielfältige und nachhaltige Energiezukunft zu gestalten, die das Land weniger von fossilen Brennstoffen abhängig macht und somit zur Minderung von Umweltauswirkungen beiträgt.
Geschichte
Der historische Überblick über die kohlenstoffarme Elektrizitätserzeugung in Mali zeigt, dass insbesondere in den letzten zwei Jahrzehnten die Stromerzeugung durch Wasserkraft stabil geblieben ist, mit einigen kleineren Steigerungen wie 0,4 TWh im Jahr 2010 und 0,3 TWh in den Jahren 2014 und 2021. Seit 2021 sind auch Solarenergie und Biokraftstoffe als neue kohlenstoffarme Quellen hinzugekommen, was auf eine allmähliche Diversifizierung der Stromquellen hinweist. Die Entwicklung in den 2020er Jahren lässt vorsichtigen Optimismus zu, dass durch den Einschluss neuer Technologien wie Solar der Weg für ein stabileres und umweltfreundlicheres Energiesystem geebnet werden kann. Diese Fortschritte sind entscheidend, um den wachsenden Energiebedarf des Landes zu decken und die Abhängigkeit von fossilen Energien zu verringern.